
Von Matthias Bosenick (09.09.2013)
Anscheinend hat Trent Reznor seinen musikalischen Sprachschatz einmal komplett ausgereizt und ordnet die vertrauten Bestandteile jetzt nur noch irgendwie übersichtlich an. Technisch ist das neue NIN-Album einwandfrei, es lässt aber alles vermissen, wofür man das Projekt vor 20 Jahren zu lieben gelernt hat. Sicher, der Mann ist clean und weniger depressiv, aber dann sollte er für seine musikalischen Ergüsse vielleicht einen anderen Projektnamen wählen. Auch der Titel „Hesitation Marks“ führt in die Irre, denn danach, dass hier jemand versucht haben könnte, sich die Pulsadern aufzuschneiden, klingt es nicht. Es fehlen Seele, Schmutz und Schmerz.








