Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Seid’s ihr deppert: Braunschlag

Von Onkel Rosebud

Im österreichischen Braunschlag, im Waldviertel an der Grenze zu Tschechien, herrscht eine Hitzewelle. Die Menschen sind aggressiv und die Gemeinde ist pleite. Durch eine fingierte Marienerscheinung wollen der Bürgermeister Gerhard Tschach (Robert Palfrader) und sein Freund, der zwielichtige Discobetreiber Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), den Ort wieder aufwerten. Das klappt so gut, dass die beiden bald nicht nur Wallfahrttouristen, sondern auch den Vatikan an den Hacken haben.

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H/jack 2 – Jim Field Smith/George Kay – Apple TV 2026

Von Matthias Bosenick (07.09.2026)

Stoppt die Blödsinnsfahrt der U-Bahn 123! Wie befürchtet: Was mit einer ersten Staffel solide und spannend begann, bekommt eine bekloppte Fortsetzung. Die Hauptfigur der ersten Staffel von „H/jack“ geriet in jener in eine Flugzeugentführung und wurde zum Actionheld wider Willen, in dieser zweiten Staffel einer mit Ansage. Aber einer verworrenen, die am Schluss den selbigen zulässt, dass die ganze in einer Berliner U-Bahn spielende Staffel mit einer anderen Entscheidung am Anfang komplett gar nicht nötig gewesen wäre. Was einem die konfuse Erzählweise indes verschleiert. Nein, das war nix.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Creepy Number Nine

Von Onkel Rosebud

Die Lieblingszahl meiner Freundin ist die Neun. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie die britische Fernsehserie „Inside No. 9“ entdeckte. Von der gibt es 9 Staffeln mit insgesamt 55 Episoden im Stil einer schwarzen Komödie. Jede 30-minütige Folge ist eine in sich abgeschlossene Geschichte mit neuen Charakteren und neuen Schauplätzen. Die Geschichten sind nur durch einen Schauplatz verbunden, der in irgendeiner Weise mit der Zahl 9 zu tun hat, sei es ein Herrenhaus, eine Garderobe oder sogar ein Schuh der Größe 9 sowie durch die Messingstatue eines Hasen, die in allen Folgen versteckt ist.

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Serien-Spezial

Von Matthias Bosenick (28.08.2026)

Na gut: Dank der Andreas Experimentierfreude, sich Accounts bei Anbietern wie Netflix, Prime Video oder Apple TV zuzulegen, verleibten wir uns zuletzt auch mal so einige Serien ein. Zum Beispiel: „Widow’s Bay“, „H/jack“, „Tschugger“, „The Boys“ und „Doppelhaushälfte“. Lehrstunden in Fremdscham, Doppelbödigkeit, Blutigkeit, Humor, Action und maßlose Überbewertung inklusive.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Schmerzen beim Wasserlassen mit Stephen King – Mr. Mercedes

Von Onkel Rosebud

Bevor meine Freundin sich einer neuen Serie nähert, geht sie sicher, dass mindestens drei Kriterien erfüllt sind: ein hervorragender Cast, ein inspirierender Soundtrack und eine schnittige Handlung, die nicht schon mal dagewesen ist.

Deshalb stand für „Mr. Mercedes“ ihre interne Ampel auf Grün, weil erstens: Brendan „Mad-Eye Moody“ Gleeson in der Hauptrolle und dazu Mary-Louise Parker, Ann Cusack, Justine Lupe, Kate Mulgrew (die Küchenchefin Red aus „Orange Is The New Black“ in einer bitterbösen und abartigen Rolle) und so weiter. Zweitens King Crimson, Kinks, Ramones, The Impressions, T-Bone Burnett im Titelvorspann, Leonard Cohen, The Drifters, Unwound, Pixies, The Flaming Lips, Sonic Youth, The Black Keys und viele andere Sympathen. Während wir die Serie geschaut haben, warf sie immer wieder „wauzi“ ein, was bei ihr so viel heißt wie: den Song kannst Du mir auch bitte auf die Playlist packen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: „Narf!“ Stammhirn, Stammhirn!

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin treibt gern Erinnerungssport. „Hey“, fragte sie, „was wollen wir denn heute Abend machen?“ Brav antwortete ich: „Genau das selbe, wie jeden Abend. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.“ Mit diesem Running Gag beginnt „Pinky und der Brain“, eine 95 Episoden in 4 Staffeln umfassende, von Steven Spielberg erschaffene Kinder-Zeichentrickserie aus den Jahren 1995 bis 1998. Die Protagonisten, Pinky und Brain, sind sprechende Labormäuse, die mittels wahnwitzig konstruierter und zwerchfellerschütternder Welteroberungspläne versuchen, die Herrschaft an sich zu reißen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Adolescence – Die undurchdringliche Trennwand der Generationenwirklichkeiten

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin hat sich schon immer gefragt, warum in jeder Schule der gleiche Geruch in der Luft hängt. Sie hat eine Mischung aus billigem Waschmittel, Kotze, Früchtetee und Sperma identifiziert. Ich konnte ihr darauf keine befriedigende Antwort geben, lockte sie aber mit dem Hinweis, dass, wenn Serien riechen könnten, „Adolescence“ wäre das ungelüftete Schulhaus.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Ein Zeigefinger namens Koyaanisqatsi

Von Onkel Rosebud

Nach dem Kolumnisten-Gott Axel Hacke ist die Welt eingeteilt in Wegschmeißer und Behalter. Obwohl meine Freundin zu Letzteren gehört, besitzt sie kaum mehr DVDs. Im Laufe der Jahre wurden die altmodischen Polycarbonate Kisten mit der Aufschrift „Zum Mitnehmen“ zugeführt. Nur von drei Sammlungen kann sie sich nicht trennen: Monty Pythons gesammelte Werke, dem Drei-Farben-Triptychon von Krzysztof Kieślowski und die Qatsi-Triologie von Godfrey Reggio, die eigentlich eine Tetralogie ist, weil deren Kameramann, Ron Fricke, mit „Baraka“ (2008) noch einen draufgelegt hat.

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