
Von Matthias Bosenick (11.12.2014)
Erst hört man sechs Jahre lang von den Einstürzenden Neubauten keinen Ton, und zwar nachdem sie ihr wegweisendes Supporters-Projekt als gescheitert betrachten mussten (wobei den Supporter ärgerte, dass die exklusiven Download-Extras später als „Jewels“ auch auf CD veröffentlicht wurden und somit keine Extras mehr blieben), und dann befassen sie sich musikalisch mit dem allseits medienüberfütternden Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Doch gottlob fegen die neuen Feuilletonslieblinge alle Bedenken beiseite: „Lament“, die Umsetzung eines Projektes über den Fall von Diksmuide, Belgien, von ebenjener Kommune als Performance in Auftrag gegeben (und damit quasi ein Schwesterwerk zu „Ypres“ von den Tindersticks), ist ein Album, das sowohl als eigenständiges Werk im Neubauten-Oeuvre besteht als auch dem Reigen der in ihrer Qualität weit voneinander abweichenden WWI-Veröffentlichungen etwas Nachhaltiges hinzufügt.








