Splandit – Trials And Tribulations – O.F.H. Bazement Recordz 2012

Von Matthias Bosenick (17.05.2012)

Druckfrisch brachten Splandit am 12. Mai ihr neues Album zum Silver Club mit, den zweiten Auftritt des Trios in der Braunschweiger Wahlheimat nach der durch den Auslandsaufenthalt eines der Musiker bedingten Pause. Splandit sind etwas ganz Besonderes: Packo, Obst und Mojo sehen aus wie eine Mischung aus Hiphoper und NuMetaller, machen aber eine Musik zwischen Punk und Reggae, und das akustisch, mit Akustikgitarre, Akustikbass und Cajón. Mehr brauchen sie einfach nicht. Dazu erfinden sie Melodien, die sofort ins Ohr gehen und gute Laune verbreiten, besonders dann, wenn sie sie mehrstimmig vortragen. Alles in allem befeuern sie mit dieser Mischung beinahe jedes Publikum. Selbst der, der vorher sagt, dass er keine Lust auf Ska hat, kann bei einem Livekonzert der drei seine Beine und auch den ganzen Rest nicht stillhalten. Dabei erwecken die Bierkrüge auf dem Cover des neuen Albums einen leicht falschen Eindruck: In ihren auf Englisch verfassten Texten behandelten Splandit schon immer gesellschaftliche und politische Themen. Auch auf dem selbstgebastelten Digipak findet man Hinweise darauf, etwa mit dem „Kill Your TV“-Logo oder dem auch auf den Vorgängern untergebrachten Hinweis, von dem Album so viele Kopien machen zu dürfen, wie man möchte, aber den Musikern Respekt zu zollen. Und der gebührt ihnen fraglos.

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Killing Joke – MMXII – Spinefarm Records 2012

Von Matthias Bosenick (30.04.2012)

Alles beim Alten und doch kein Stück überflüssig: „MMXII“ klingt wie eine Mischung aus Killing Joke 1986 und 1996, also wie 1991. Und das ist das Erstaunliche: „MMXII“ könnte direkt nach „Extremities, Dirt And Various Repressed Emotions“ herausgekommen sein, obwohl außer Chef Jaz Coleman lediglich Geordie an beiden Alben beteiligt war. Mit „Extremities“ eint „MMXII“ die harte, depressiv-aggressive Stimmung und den Sound zwischen Keyboards und Metal-Gitarren. Sehr häufig klingt der Bass nach dem des verstorbenen Paul Raven, der auf „Extremities“ zu hören war. Auch die Akkorde erinnern oft an das Album.

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