
Von Matthias Bosenick (26.10.2020)
So neonbunt, wie Erasure ihr neues Studioalbum selbst anpreisen, ist es gottlob gar nicht ausgefallen: Ein fröhlicher Kontrapunkt zu düsteren Zeiten soll es sein, und die Helden des Sythiepops der Achtziger wären dies nicht, wenn sie auch damals schon nur fröhliche Musik gemacht hätten. Dem guten Synthiepop liegt immer ein gerüttelt Maß an Melancholie inne, und so verhält es sich mit „The Neon“ auch, und das steht dem englischen Duo einfach mal so richtig gut. Kein Retroalbum, kein cheesiges Fremdschämen, nicht mal House oder aktuelle Chartselemente, einfach Erasure ohne Schnickschnack, mit entspannten Sounds und einnehmenden Melodien; allerdings wären ein paar mehr mutige Experimente schick gewesen.









