
Von Matthias Bosenick (08.02.2016)
So richtig viele Ergraute haben es nicht geschafft, nach diversen Untiefen im Alter zur Würde zurückzukehren (oder sich ihr wenigstens erstmals zuzuwenden)(oder gleich lebenslang würdevoll zu sein, wie Patti Smith). Tom Jones ist einer von ihnen: „Long Lost Suitcase“ ist der Abschluss einer Trilogie, die sich mit Jones‘ Einflüssen und musikalischen Wegbegleitern befasst. Das Album wirkt weniger kohärent als die Vorgänger, eher wie eine Compilation, aber was der Waliser darauf macht, macht er mehr als gut. Blues, Country, Ballade, Funk, Rock – wäre da nicht seine markante und immer noch unschlagbar kräftige Stimme, die Auswahl klänge willkürlich. So ist sie aber biographisch. Statt „What’s New, Pussycat?“ fragt das Album eher „What’s Old, Tiger?“


















