
Von Matthias Bosenick (20.05.2012)
Warum macht man so etwas? Ein Doppel-Album, wahlweise als CD oder LP (die CD hat zwei Tracks mehr), im dudeligen Ambient-Stil, den vor 40 Jahren bereits Jean Michel Jarre etablierte. Okay, Nothing But Nosie sind deutlich weniger massen- oder radioorientiert, weil experimenteller. Sie lassen sich noch mehr Zeit für ihre Soundscapes. Die bestehen nicht aus durchgehenden Flächen, sondern aus Patterns und Loops, haben ungefähr die BPM-Zahl eines durchschnittlichen Tracks von Bohren & der Club Of Gore und sind rein elektronisch erzeugt. Eine musikalische und stimmungshafte Tiefe ist dem Album nicht abzusprechen. Und doch: Etwas wahrhaft Neues bekommt man eigentlich nicht. Das Kaufargument besteht indes in der Besetzungsliste dieses Projektes.




