
Von Matthias Bosenick (08.11.2018)
Da hat sich der Meister wohl etwas übernommen: Je nach Berichterstattung zwanzig oder dreißig Jahre lang arbeitet sich Terry Gilliam nun am Don-Quixote-Stoff ab, mit diversen Rück- und Fehlschlägen, und das Ergebnis, das man nun – in Braunschweig ausschließlich beim Filmfest, aber wenigstens immerhin – zu sehen bekommt, erweckt den Eindruck, der Regisseur musste sich am Ende sehr beeilen. Seine Handschrift ist zu selten wahrnehmbar, vieles wirkt zusammengeklebt, dabei lässt sich eine durchaus eigensinnige Herangehensweise an die Quixotische Doppelbödigkeit der Psyche mehr als nur erahnen, und die ist sogar so etwas wie brillant.