Von Guido Dörheide (09.07.2024)
Ich bin ja irgendwie immer so ein Spätentdeckender, wenn es um gute Musik geht. Und so wurde ich auf Alcest erst 2019 anlässlich der Veröffentlichung von „Spiritual Instinct“ aufmerksam, also im 20. Jahr des Bandbestehens. Da hätte ich gerne damals was drüber geschrieben, was allerdings bis jetzt, zum Erscheinen von „Les Chants De L’Aurore“ (Hihi, jetzt hätte ich beinahe „Les Chats“ geschrieben, und Odin, Lilli und Fritz sitzen grinsend in der Ecke. Grinsekatzen.) warten musste, weil ich damals Dringenderes, wenn auch nicht Sinnvolleres zu tun hatte. Aber Wurscht, et kütt, wie et kütt, und auch die Chants von Aurora nehmen mich nicht minder gefangen als wie weiland der spirituelle Instinkt. Alcest bestehen vorwiegend aus Schnee, nee ohne Scheiß, ihr Gründer und einzigstes Dauermitglied Stéphane Paut nennt sich allen Ernstes „Neige“, und das nicht, weil ihm die Einfälle für neue Songs irgendwann mal zur Neige gehen, sondern weil das das französische Wort für „Schnee“ ist.
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