
Von Guido Hörster (24.10.2012)
Da ist sie nun also, Hacketts zweite „Retro-Werkschau“ seiner eigenen musikalischen Vergangenheit.
War beim Erstling („Genesis Revisited“, 1996) noch der Ansatz, durch teilweise abenteuerliche Neuarrangements den alten Genesis-Klassikern neue Aspekte abzugewinnen, was imho zumindest im Instrumentalteil von „Firth Of Fifth“ in die Hose ging, ging es Herrn Hackett diesmal darum, die Songs weitgehend werkgetreu neu einzuspielen, um dank der 35-40 Jahre jüngeren Studiotechnik Nuancen herauszuarbeiten, die damals im detailärmeren Klangbild einfach drohten, unterzugehen.
Und tatsächlich – ist man in der Lage, die zwangsläufig nicht wie Gabriel bzw. Collins klingenden Stimmen der Gastsänger mental auszublenden, hat man im direkten Vergleich häufig den Eindruck, die Originale klängen, als stünden die Boxen hinter einem Vorhang. So viel differenzierter und klarer kommen die Neueinspielungen aus den Boxen.







