
Von Matthias Bosenick (17.01.2013)
Alles rund bei Quentin Tarantino, alte und neue Liebhaber seines skurrilen Humors, seines film- und musikhistorischen Wissens, seiner visuellen Ausdruckskraft, seines Geschichtenerzählens und seiner Dialoge bedient der Regisseur auch in seinem neuesten Genre-Crossover bestens. Dieses Mal mixt der blutrünstige Berserker das 70er-Jahre-Blaxploitation-Kino mit dem Western. Wie schon „Inglorious Basterds“ ist auch „Django Unchained“ erwachsener als die Werke davor; beide Filme eint zudem, dass Tarantino in ihnen historisch und politisch inkorrekt mit menschenverachtenden Systemen aufräumt. Und erneut strickt Tarantino seinen Blutreigen um den wortgewandten Christoph Waltz – allein die Eröffnungssequenz lohnt den Gang ins Kino.






