
Von Matthias Bosenick (08.11.2013)
Eher tragisch als tragikomisch ist „Henri“, die zweite Regiearbeit der Belgischen Komödiantin Yolande Moreau. Der Titelgeber muss nach dem Tod seiner Frau die gemeinsame Gastwirtschaft weiterführen. Dafür organisiert ihm seine Tochter eine Bewohnerin aus dem örtlichen Behindertenwohnheim. Henris Leben gerät umso mehr aus dem Tritt, als jene Rosette im Heim behauptet, von ihm schwanger zu sein. Moreau filmt in Tradition ihres Helden Aki Kaurismäki und ihrer Freunde Gustave de Kervern und Benoît Delépine, in deren Filmen sie regelmäßig mitspielt. Das Ergebnis überzeugt im klassischen Europäischen Stil und ist ausgesprochen sehenswert.









