
Von Matthias Bosenick (05.11.2015)
Dem Film eilt der selbstherrliche Ruf voraus, dass man ihn entweder hasse oder liebe. Damit macht man sich es einfach, wenn man meint, Obskurität allein sei ausreichend, um im Idealfalle geliebt zu werden. Der Schuss kann gepflegt nach hinten losgehen, wenn man nicht mehr als das zu bieten hat. „Der Bunker“ hat; zum unumwundenen Lieben reicht aber auch das nicht aus, es gibt schließlich unendliche Welten zwischen Hass und Liebe. Licht und Ton sind brillant, viele Ideen sind besonders; und doch: Nachhaltig behält man diesen Film über die Familie, die in einem Bunker lebt und einen wohnungslosen Studenten in ihre teilweise ungesetzlichen Erziehungsmethoden einbindet, wohl nicht im Herzen.