
Von Guido Dörheide (17.03.2024)
Von Klez.e las ich zufällig und beschäftigte mich dann zuerst, bevor ich mir die ersten drei Alben vorhahm, mit deren 2017er Werk „Desintegration“. Ja genau, so wie „Disintegration“, nur in deutscher Schreibweise. Und irgendwie wie „Disintegration“ von The Cure hört sich die Musik von Klez.e seit 2017 auch an, sogar der Gesang. Und das ganze mit guten Texten in deutscher Sprache und diesem halb mit heller Stimme gemurmelten und halb wie getrieben vor sich hin geklagten Gesang eines mittelalten Robert Smith (der war damals um die 30 und aus Sicht meines damals 14jährigen Ichs schon eine Ewigkeit im Geschäft). Diesen Cure-Sound vom Ende der spannendsten Zeit dieser Band, 1989, habe Klez.e auch auf „Erregung“ beibehalten, und auch hier klingen die Texte wieder rätselhaft, düster und ziemlich schön. Nicht wie Lyrik, sondern eher wie im Vorbeilaufen beobachtet und dann mal hingesungen. So sehr curistisch haben sich Klez.e nicht immer angehört, die ersten drei Alben waren melancholischer Indiepoprock, etwas elektronischer als heute und auch irgendwie eigenständiger, dennoch kann ich mich erst durch die beiden letzten Alben so richtig für Klez.e begeistern.
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