Von Guido Dörheide (15.04.2022)
„… I‘ve got a chaise longue in my dressing room and a pack of warm beer that we can consume“ – ich glaube, mit diesen unsterblichen Worten ließe sich problemlos jede Person (m/w/d) aus der ersten Reihe nach dem Konzert von der diensthabenden Vokalistin in den Backstage-Bereich abschleppen. Mit dem Song Schäselong sind Wet Leg im vergangen Jahr direkt aus der Lamäng viral durch die Decke geschossen, heuer ist nun das lang ersehnte Debütalbum des Duos von der Isle Of Wight erschienen und – hier mache ich gleich mal den Windabweiser – es enttäuscht von der ersten bis zur letzten Sekunde überhaupt gar kein bisschen. Klar hat „Chaise Longue“ aufgrund seiner Bekanntheit und des kolossal nervigen Refrains („On the chaise longue, on the chaise longue, on the chaise longue all day long, on the chaise longue“ – Wo nochmal? Ah, Moment, sie wiederholen die Zeile gerade, vielleicht kriege ich es dann noch mit…), der sich im Übrigen keinesfalls nervig, sondern einfach nur toll anhört, einen gewissen Ausnahmestatus auf dem Album, aber wirklich alle anderen Songs können es mit ihm aufnehmen – vor allem textlich.
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