
Von Matthias Bosenick (16.05.2015) / Auch auf Kult-Tour – Der Stadtblog
Die Diskussion darum, ob die Lebensqualität auf dem Land oder in der Stadt höher ist, ist vermutlich so alt wie menschliche Wohnbebauung, aber die beiden befreundeten Autoren Holger Reichard und Karsten Weyershausen widmen ihr dennoch genau jetzt ein ganzes Buch. Hätte schiefgehen können, tut es aber ganz und gar nicht: Jeder von beiden bevorzugt einen von beiden Standorten, und was ihre anekdotische und analytische Betrachtung so verschlingbar macht, ist die Differenziertheit. Jeder von beiden sieht Vor- und Nachteile in beiden Varianten. Keine Sichtweise wird verherrlicht, die andere nicht rettungslos bloßgestellt. Positiv dazu kommt, dass die beiden Autoren einen auf den ersten Blick vielleicht betulichen, in Wahrheit aber seriösen, kompakten und treffenden Schreibstil haben, angenehm frei von Allüre, Attitüde und Schenkelklopferhumor. Dieses Buch macht Spaß.








