Converge – Hum Of Hurt – Epitaph 2026

Von Guido Dörheide (03.08.2026)

Oder auch: Was Guido sonst noch gehört hat… im Juni 2026 – Korrektur und Ergänzung

Kaum wieder da aus dem Urlaub und schon wieder durch den Wind: In meinem jüngsten Artikel über den Juni 2026 tauchte eigentlich noch Converge in der Unterüberschrift auf, nur war von denen dann im Artikel keine Rede mehr, weshalb der Herausgeber den Bandnamen auch aus der Unterüberschrift entfernt hat. Da ich nicht ich wäre, wenn ich mir diesen Lapsus selber durchgehen ließe, mache ich hiermit auf diesen aufmerksam und liefere die Rezension zu „Hum Of Hurt“, der zweiten Converge-Veröffentlichung in diesem Jahr, nach, ebenso wie einen selbstkritischen Beitrag zu meinen vorherigen Aussagen über die „Complete B Sides Remastered“ von den Pixies.

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Was Guido sonst noch gehört hat… im Juni 2026

Von Guido Dörheide (02.08.2026)

Evergrey – Nine Inch Nails – Joan As Police Woman – Klez.e – Olivia Rodrigo – Pixies

Ich bin wieder da. Aufgrund von Sommerurlaub mit der jüngeren Tochter und anschließender Erkundung zweier Europäischer Hauptstädte innert weniger Tage mit dem Kombinationskraftwagen aus volkseigener Produktion (der dabei sein Heimatland durchmaß und nach dem Wiedereintritt in die BRD kurz vor der niedersächsischen Grenze prompt geblitzt wurde) kam ich nicht zum Schreiben und nehme diese lästige über alles geliebte Gewohnheit jetzt wieder auf. Ein Wort des Dankes an Julius, Regina und Julian für den wunderbaren Aufenthalt in Wien, und ein Wort des Dankes an die Liebste für lecker böhmischen Schweinebratenessen am Wenzelsplatz und vor allem für die tolle Zeit.

Inzwischen sind natürlich auch mir am Herzen liegende Tonträger*innen erschienen, die ich hier dem KrautNick-Auditorium nicht vorenthalten möchte, oisdann, gemmas o:

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Denevér – III. Hívogat a vér – Pest Records/Metal Ör Die Records 2026

Von Matthias Bosenick (29.07.2026)

Einen Blick über die Grenze ins Nachbarland wirft der Ungar Tibor Terebesi aus Ózd, und zwar nach Transsilvanien in Rumänien. Sein Solo-Black-Metal-Projekt nennt er Denevér, was auf Ungarisch Fledermaus heißt und schon grob ahnen lässt, worum es auf seinem dritten Album „III. Hívogat a vér“ geht: „Der Ruf des Blutes“ steht im Mittelpunkt, und zwar der, dem ein gewisser Vampir folgt. Terebesi setzt auf Old-School-Black-Metal, er knüppelt also lieber, als dass er Atmosphären schafft, und baut gelegentliche klassische Interludien und andere Fingerfertigkeiten ein.

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Ephemerality/Malignant Providence – Unholy Alliance – Loud Rage Music 2026

Von Matthias Bosenick (28.07.2026)

Zwei Leute teilen sich dieses Split-Album je zur Hälfte: Die „Unholy Alliance“ gehen nämlich die beiden Ein-Personen-Projekte Ephemerality und Malignant Providence aus Rumänien ein. Beide machen Death Metal, beide mit einem anderen Ansatz: Während Ephemerality das Progressive in den Vordergrund rückt und bei aller Brutalität eine Klarheit zeigt, wühlt Malignant Providence brutal groovend im herrlichen Dreck. Beide bringen je einen Coversong mit, von Entombed und Asphyx.

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Steamgenerator – Hopeless Romantic + Black As Coal – Metalloscope-Music 2026

Von Matthias Bosenick (27.07.2026)

Wie die Zeit rennt: Das Album „Hopeless Romantic“ – im Geiste ist das „-ly“ mitgedacht – ist bereits drei Jahre alt, die EP „Black As Coal“ sogar sieben. Jetzt bringt die Wolfsburger Band Steamgenerator ihr komplettes Oeuvre, also sämtliche zwölf Songs, neu heraus, gebündelt auf einer CD und gehüllt in ein formschönes Digipak, zudem im Klang verbessert. Das Arbeitstempo passt zur Musik: Langsamer Doom ist der Hauptbestandteil hier. Auch mit dem Abstand der Zeit gefällt das, was das Quintett zusammenträgt, denn das ist gottlob mehr als nur Doom und auch nicht durchgehend langsam.

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Heckel & Jeckel – Corbacs In Black – Bitume Prods 2026

Von Matthias Bosenick (24.07.2026)

Eigentlich sind die Zeichentrickfiguren Heckle & Jeckle ja Elstern, doch das gemischtgeschlechtliche Duo Heckel & Jeckel stellt sich als Krähen dar, immerhin Verwandte. Nach eigener Klassifikation machen die beiden vogelhaft pestmaskierten Franzosen „Disturbed Rock“, das kann man so stehen lassen, sollte es aber weiter ausführen, denn das allein verdeutlicht noch nicht, was das vierte Album „Corbacs In Black“ so faszinierend macht. Das Duo groovt seinen Noiserock irrsinnig, die Gitarre knarzt dreckig und zwischendrin gibt es einen Haufen Spielereien, die dem Lärm noch mehr Leben verabreichen.

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Prophän – Ana Lmalhi F Dnoubi أنا الملهي فذنوبي – Antibody Label 2026

Von Matthias Bosenick (23.07.2026)

„أنا الملهي فذنوبي“ heißt ungefähr „Ich bin abgelenkt von meinen Sünden“, phonetisch ergibt sich daraus der Titel „Ana Lmalhi F Dnoubi“ für das neue Album des marokkanischen Ein-Man-Projektes Prophän. Darauf verarbeitet Othman Cherradi aus Casablanca, der Prophän betreibt, seine Eindrücke, die er im Zuge einer Umsiedelung nach Paris erhielt. Musikalisch heißt das, dass er verlangsamte Industrial-Sounds und Sprachsamples mit marokkanischer Musik verbindet, minimalistisch, dunkel, schön und verstörend.

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Dirk Serries – 252608 – Dirk Serries‘ Stream Of Consciousness 2026

Von Matthias Bosenick (21.07.2026)

Immer wieder begeistert es, wie Dirk Serries es schafft, seine Gitarre so klingen zu lassen, als wäre sie alles andere als eine Gitarre. „252608“ ist der neueste Teil seiner unüberblickbar reichhaltigen Reihe „Stream Of Consciousness“, in der er die Tiefen seiner eigenen musikalischen Biografie auslotet, indem er allein auf seinem Instrument mit einem Stapel Effektgeräte Ambient generiert. Mehr muss man auch gar nicht wissen, sondern einfach nur abtauchen.

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Virgin Prozak – Sinecure – Virgin Prozak 2025/2026

Von Matthias Bosenick (20.07.2026)

Was in den Neunzigern, meistens, weil es noch neu war, noch parallel laufen musste, lässt sich heute, mit dem Blick in den Rückspiegel, während man sich nach vorn bewegt, kombinieren – etwa Grunge mit Hardcore, Alternative Rock mit Classic und Prog Rock, so in der Art, und das machen Virgin Prozak. „Sinecure“ ist das erste Album des Trios aus Namur in Belgien, nach diversen EPs, und mit der Musik kann man sich prima auf eine Zeitreise zurück in die Zukunft begeben. Ein Termin bei der Physiotherapie ist angeraten.

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Dead Kiwis – Extreme Metal – Vollmer Industries 2026

Von Matthias Bosenick (15.07.2026)

Hätten die Dead Kiwis ihr neues Album mit „Christian Gothic Country“ oder so etwas betitelt, käme das sicherlich lustiger, denn der tatsächliche Titel „Extreme Metal“ trifft einfach nur zu. Geht aber mit dem in Neonfarben gehaltenen Covern mit futuristischen Rittern oder Dinosauriern eine durchgescheuerte Liaison ein, man denkt an vergleichbare Vertreter wie Electric Callboy. Nur dass die Dead Kiwis aus Lyon (und nicht aus Neuseeland) kompromisslos im extremen Metal verbleiben, den sie auf Punk und Hardcore errichten und mathematisch präzisieren.

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