Von Guido Dörheide (01.02.2026)
Springsteen ist für mich einer der Künstler, der am meisten die USA repräsentieren. Von allen. Dran am Seien. Punkt. Springsteen gibt seit meinem Geburtsjahr den gutherzigen, hart arbeitenden und/oder mit den Widrigkeiten ihres Daseins ringenden Menschen, denen der amerikanische Traum mit Schmackes seinen Arsch ins Gesicht kloppt (Tom Joad aus John Steinbecks „Früchte des Zorns“ ist zum Beispiel so einer), eine Stimme. Man muss sich nur mal die auf der im letzten Jahr erschienenen Expanded Edition des 1982er Albums „Nebraska“ enthaltenen Versionen von „Born In The USA“ anhören: Die aus dem Radio bekannte Version klingt musikalisch nach einem Loblied auf die USA und wurde ja auch schon von hinlänglich bekannten Verbrechern und Vollidioten als solche missunterfehleingeschätzt und als Wahlkampfhymne missbraucht, während der Text den amerikanischen Staat kritisiert.
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