
Von Matthias
Bosenick (14.06.2019)
Der Schuss ging nach hinten los.
Anders als bei „Dead Man“ und „Only Lovers Left Alive“
gelingt es Jim Jarmusch mit „The Dead Don’t Die“ nicht, ein
Genre in seinem Sinne umzukrempeln. Western und Vampirfilm
funktionierten bei ihm deshalb so gut, weil er etwas Eigenes daraus
machte; den Zombiefilm übernimmt er mit eigenem Tempo und einigen
eigenen Dialogideen, lässt ihn aber ansonsten zu sehr im Genre
verhaftet und bleibt bei der Umsetzung seiner spärlichen
Traditionsbrüche inkonsequent. Nach „The Limits Of Control“ ist
dies sein zweiter mittelschlechter Film – was die erheblich
gigantische Ausbeute an hochgradig guten Filmen zum Glück nicht
allzusehr beeinträchtigt.










