Was meine Freundin gerne liest – die Literaturkolumne: Two minutes in heaven is better than one minute in heaven – Kristen Schaal

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin mag das neuseeländische Duo Bret McKenzie und Jemaine Clement, auch bekannt als die Funky-Folk-Comedy-Band Flight Of The Conchords. Sie spielen die Hauptrolle in dieser fiktionalisierten Darstellung ihres Lebens. In jeder Folge gibt es immer mindestens zwei Lieder…und diese Lieder würden auch im Dunkeln strahlen. Das ist absurd witzig, aber auch gleichzeitig ein wenig ihr Problem mit der Serie, denn sie wartet in jeder Episode immer sehnsüchtig auf diese musikalischen Ergüsse, dass der eigentlich auch wirklich alles andere als schlechte Rest einfach nicht mithalten kann.

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Was meine Freundin gerne liest – die Literaturkolumne: Geständnisse eines Küchenchefs

Von Onkel Rosebud

Geständnisse hin oder her, die wichtigsten Erkenntnisse meiner Freundin vorab, weil hier kriegt man was gelernt: Damit es zu Hause so gut schmeckt wie im Restaurant, doppelt so viel Butter verwenden, wie man denkt. Das Brutzelteil muss einen schweren Boden haben. Und montags keine Meeresfrüchte kaufen!

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Was meine Freundin gerne liest – die Literaturkolumne: Nick Hornby’s gonna work it out

Von Onkel Rosebud

Im Frühling meiner Zeit als Schallplattenunterhalter, in den Neunzigern, ist es mir mehrmals passiert, dass männliche Mitmenschen mit charaktervoller Gesichtsbehaarung während des Warm-Ups an die DJ-Kanzel traten und, ohne ein liebevolles Wort der Begrüßung zu verlieren, fragten: Hast Du Chemical Brothers? Nein zu sagen, war keine Option, denn dann zogen die meinungsprägenden Ziegenbärte mit ihrer gutaussehenden, weiblichen Entourage sofort weiter in den nächsten Club. Dank Nick Hornby war ich vorbereitet. In der Verfilmung seines Romans „High Fidelity” gibt es die Szene in Sachen Chemical Brothers, wo Rob, der romantische Beziehungsversager und Plattenladen-Besitzer, sein Comeback als DJ mit dem Sprechgesang „the brothers gonna work it out, the brothers gonna work it out …“ eröffnet. Dann setzen die hypnotische Bassline und der ballernde Beat ein. Der Track heißt „Leave Home“ und ist auch im Herbst meiner DJ-Karriere immer ein Garant, das Tanzflächen-Eis zu brechen.

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Was meine Freundin gerne liest – die Literaturkolumne: When a Shagger falls in love, it’s game over: Das Trainspotting-Sequel „Men in Love“

Von Onkel Rosebud

Wer, wie meine Freundin, beim Aufruf der Namen der Protagonisten Mark „Rent Boy” Renton, Simon „Sick Boy“ Williamson, Francis „Franco“ Begbie und Daniel „Spud“ Murphy Bescheid weiß, steckt auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem bahnbrechenden Debüt von Irvine Welsh in seinem Leben in „Trainspotting“-Momenten fest. Sein drahtiges, umgangssprachliches und schonungsloses Buch aus der Drogenszene von Leith, einem Stadtteil von Edinburgh, in den Neunzehnhundertachtzigern hat auch heute noch etwas unbestreitbar Nachhallendes und etwas merkwürdig Aktuelles an sich.

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Was meine Freundin gerne hört – die Musikkolumne: The Dark Side of John Peel

Von Onkel Rosebud

In meinem Text über Lutz Schramm, der im Dezember 2025 auf KrautNick erschienen ist, habe ich den Radio-DJ aus dem Land, dass es nicht mehr gibt, und der meinesgleichen auf den richtigen musikalischen Weg gebracht hat, als „John Peel des Ostens“ bezeichnet. Das möchte ich hiermit zurücknehmen und mich ausdrücklich bei Herrn Schramm entschuldigen. Lutz, Alter, aufgrund des großen Auflaufes am 9. August 2023 zu Ehren des 30 Jahrestages des Radioformates Schlagseite, wofür ich regelmäßig Beiträge abliefere, kannst Du Dich vermutlich nicht erinnern, mit mir den stammeligen Wortwechsel absolviert zu haben, wie sehr Deine Radiosendung „Parocktikum“ meine popkulturelle Menschwerdung beeinflusst hat. Ich knie vor Dir nieder und werde niemals wieder in Zusammenhang mit Dir die Bezeichnung, „Irgendwas des Ostens“ gewesen zu sein, verwenden und – vor allem, Dich mit dem Kinderficker John Peel in Verbindung bringen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Seid’s ihr deppert: Braunschlag

Von Onkel Rosebud

Im österreichischen Braunschlag, im Waldviertel an der Grenze zu Tschechien, herrscht eine Hitzewelle. Die Menschen sind aggressiv und die Gemeinde ist pleite. Durch eine fingierte Marienerscheinung wollen der Bürgermeister Gerhard Tschach (Robert Palfrader) und sein Freund, der zwielichtige Discobetreiber Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), den Ort wieder aufwerten. Das klappt so gut, dass die beiden bald nicht nur Wallfahrttouristen, sondern auch den Vatikan an den Hacken haben.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Creepy Number Nine

Von Onkel Rosebud

Die Lieblingszahl meiner Freundin ist die Neun. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sie die britische Fernsehserie „Inside No. 9“ entdeckte. Von der gibt es 9 Staffeln mit insgesamt 55 Episoden im Stil einer schwarzen Komödie. Jede 30-minütige Folge ist eine in sich abgeschlossene Geschichte mit neuen Charakteren und neuen Schauplätzen. Die Geschichten sind nur durch einen Schauplatz verbunden, der in irgendeiner Weise mit der Zahl 9 zu tun hat, sei es ein Herrenhaus, eine Garderobe oder sogar ein Schuh der Größe 9 sowie durch die Messingstatue eines Hasen, die in allen Folgen versteckt ist.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Schmerzen beim Wasserlassen mit Stephen King – Mr. Mercedes

Von Onkel Rosebud

Bevor meine Freundin sich einer neuen Serie nähert, geht sie sicher, dass mindestens drei Kriterien erfüllt sind: ein hervorragender Cast, ein inspirierender Soundtrack und eine schnittige Handlung, die nicht schon mal dagewesen ist.

Deshalb stand für „Mr. Mercedes“ ihre interne Ampel auf Grün, weil erstens: Brendan „Mad-Eye Moody“ Gleeson in der Hauptrolle und dazu Mary-Louise Parker, Ann Cusack, Justine Lupe, Kate Mulgrew (die Küchenchefin Red aus „Orange Is The New Black“ in einer bitterbösen und abartigen Rolle) und so weiter. Zweitens King Crimson, Kinks, Ramones, The Impressions, T-Bone Burnett im Titelvorspann, Leonard Cohen, The Drifters, Unwound, Pixies, The Flaming Lips, Sonic Youth, The Black Keys und viele andere Sympathen. Während wir die Serie geschaut haben, warf sie immer wieder „wauzi“ ein, was bei ihr so viel heißt wie: den Song kannst Du mir auch bitte auf die Playlist packen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: „Narf!“ Stammhirn, Stammhirn!

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin treibt gern Erinnerungssport. „Hey“, fragte sie, „was wollen wir denn heute Abend machen?“ Brav antwortete ich: „Genau das selbe, wie jeden Abend. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.“ Mit diesem Running Gag beginnt „Pinky und der Brain“, eine 95 Episoden in 4 Staffeln umfassende, von Steven Spielberg erschaffene Kinder-Zeichentrickserie aus den Jahren 1995 bis 1998. Die Protagonisten, Pinky und Brain, sind sprechende Labormäuse, die mittels wahnwitzig konstruierter und zwerchfellerschütternder Welteroberungspläne versuchen, die Herrschaft an sich zu reißen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Adolescence – Die undurchdringliche Trennwand der Generationenwirklichkeiten

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin hat sich schon immer gefragt, warum in jeder Schule der gleiche Geruch in der Luft hängt. Sie hat eine Mischung aus billigem Waschmittel, Kotze, Früchtetee und Sperma identifiziert. Ich konnte ihr darauf keine befriedigende Antwort geben, lockte sie aber mit dem Hinweis, dass, wenn Serien riechen könnten, „Adolescence“ wäre das ungelüftete Schulhaus.

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