Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: „Narf!“ Stammhirn, Stammhirn!

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin treibt gern Erinnerungssport. „Hey“, fragte sie, „was wollen wir denn heute Abend machen?“ Brav antwortete ich: „Genau das selbe, wie jeden Abend. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.“ Mit diesem Running Gag beginnt „Pinky und der Brain“, eine 95 Episoden in 4 Staffeln umfassende, von Steven Spielberg erschaffene Kinder-Zeichentrickserie aus den Jahren 1995 bis 1998. Die Protagonisten, Pinky und Brain, sind sprechende Labormäuse, die mittels wahnwitzig konstruierter und zwerchfellerschütternder Welteroberungspläne versuchen, die Herrschaft an sich zu reißen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Adolescence – Die undurchdringliche Trennwand der Generationenwirklichkeiten

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin hat sich schon immer gefragt, warum in jeder Schule der gleiche Geruch in der Luft hängt. Sie hat eine Mischung aus billigem Waschmittel, Kotze, Früchtetee und Sperma identifiziert. Ich konnte ihr darauf keine befriedigende Antwort geben, lockte sie aber mit dem Hinweis, dass, wenn Serien riechen könnten, „Adolescence“ wäre das ungelüftete Schulhaus.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Ein Zeigefinger namens Koyaanisqatsi

Von Onkel Rosebud

Nach dem Kolumnisten-Gott Axel Hacke ist die Welt eingeteilt in Wegschmeißer und Behalter. Obwohl meine Freundin zu Letzteren gehört, besitzt sie kaum mehr DVDs. Im Laufe der Jahre wurden die altmodischen Polycarbonate Kisten mit der Aufschrift „Zum Mitnehmen“ zugeführt. Nur von drei Sammlungen kann sie sich nicht trennen: Monty Pythons gesammelte Werke, dem Drei-Farben-Triptychon von Krzysztof Kieślowski und die Qatsi-Triologie von Godfrey Reggio, die eigentlich eine Tetralogie ist, weil deren Kameramann, Ron Fricke, mit „Baraka“ (2008) noch einen draufgelegt hat.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: This is going to hurt – Die Blindgänger vom NHS

Von Onkel Rosebud

Auf der einen Seite wollen die Menschen aus nachvollziehbaren Gründen nichts mit dem Thema Krankheit zu tun haben. Gerade Krankenhäuser sind ein Graus, da will kaum jemand freiwillig hin. Und doch erfreuen sich Serien, die in Krankenhäusern spielen, großer Beliebtheit. Nach dem Text über die Sitcom „Scrubs“ von letzter Woche gibt meine Freundin noch eine Empfehlung für so eine Serie, aber eine der ganz anderen Art. Ihrer Meinung nach sollten vor allem Schwangere diese unbedingt gucken. Denn im Kreißsaal fließen Körperflüssigkeiten, allen voran Blut. Es gibt eine Frau, die ihre Plazenta essen will, blutverschmierte Gebärräume und Babyköpfe, die in Vaginen feststecken.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Verdammt nochmal ein Milzriss: Scrubs

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin schaut gern Serien, die man nebenbei laufen und zu jeder Stimmung schauen kann, einfach weil sie wohlfühlig und meistens erheiternd sind. Die Sitcom „Scrubs“ ist so ein Fall. Die Krankenhausserie aus dem Jahr 2001 zeigt die Ängste und Probleme junger Ärztinnen und Ärzte, die keine Helden in weißen Kitteln sind. Auch dramatische OP-Szenen kommen nicht vor und vor allem auch keine anstrengenden Lachkonserven. Deshalb ist das eine gute Serie, auch für Nicht-Sitcom-Schauer wie mich. Die (fast) durchgängig liebenswerten Charaktere bis zur letzten Nebenfigur erfüllen zwar gewisse Stereotype, nerven aber kaum. Komplexe Zusammenhänge werden auf verdauliche Weise dargeboten. Im Prinzip geht es vor allem um Freundschaft und das ist ein Wert, den wir bei KrautNick hochhalten.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Pernilla und der zu Tode gekochte Frosch

Von Onkel Rosebud

Ein Mythos ist, dass wenn man einen Frosch in kochendes Wasser wirft, springt er sofort heraus. Setzt man ihn hingegen in einen Topf mit kaltem Wasser, das man langsam zum Kochen bringt, versucht er nicht, zu flüchten, weil er die Temperaturveränderung kaum spürt. Bis es zu spät und der Frosch totgekocht ist. Gerne wird der „dumme Frosch“ als Beispiel für die Trägheit menschlicher Gesellschaften verwendet, die schleichende Veränderungen – auch zum Negativen – durchmachen, ohne es zu bemerken.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Barbara Salesch, leider geil: Chabos

Von Onkel Rosebud

Das Lieblingsgenre meiner Freundin ist Coming of Age. Ich vermute, dass das Lebensgefühl als Sechzehnjährige für sie unwiederbringlich ist. Deshalb versanken wir vier Stunden in die Polstergarnitur, um mit der ZDF-Serie „Chabos“ und Teenagern aus Duisburg blendend unterhalten zu werden. Das Comedy-Drama führt nach einem BBC-Vorbild („Ladhood“, 2019-2022) als Zeitreise in die frühen Nullerjahre, wo die politische Korrektheit, einen Freund Alba zu nennen, weil man dachte, er sei Albaner, oder der homophober Kumpel PD heißt, weil er „Polendeutscher“ ist, noch nicht hinterfragt wurde.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Alphamännchen: Hypochonder mit Hodenkrebs

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin hat mich genötigt, diesen Text über die Serie „Alphamännchen“ zu schreiben. Eigentlich hatte ich das nicht vor, weil der Verriss über eine deutsche Komödie, die sich mit dem Thema toxische Männlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzt, überflüssig ist. Doch wegen des Schauspielers Moritz Führmann, der einen zweifacher Vater, der in der Kluft zwischen Familienalltag und libidinösen Dauerbegeisterung seiner Frau Silke (auch toll Franziska Machens) nicht klarkommt, darbietet, mache ich eine Ausnahme.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Mankeeping

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin und ich sind auch ein bisschen wie Homer und Marge Simpson, denn was er ohne sie wäre, vermag man sich gar nicht vorzustellen. Allerdings würde ich nicht wie Homer in einer Episode offen zugeben, dass er Marge nichts zu bieten hätte, außer seiner totalen Abhängigkeit. Für Marge ist das Gefühl, gebraucht zu werden, Grund genug, mit ihm zusammenzubleiben.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Tierhorror – „Bloody Milk“ vs. „Orca, der Killerwal“

Von Onkel Rosebud

Warum hat man mehr Mitleid, wenn im Film ein Tier stirbt, als ein Mensch? Meine Freundin meint, das sei Unsinn, ich würde mir das nur einreden. Auch das Wort Misanthropiefiel. Dann schauten wir „Bloody Milk“ und heulten zusammen bei der Abschluss-Szene Rotz und Wasser.

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