Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Ray Donovan – Die amtliche Fortsetzung der „Sopranos“

Von Onkel Rosebud

So wie Suzanne Vega als „die Mutter der mp3“ gilt, sind „Die Sopranos“ die Mutter aller Serien. Das mp3-Erfinderteam um Karlheinz Brandenburg machte den ersten Praxistests für die revolutionäre Audiodatenkompression mit der A-cappella-Version von „Tom’s Diner“. Als am 12. März 2000 die erste Folge „des Paten für’s Fernsehen“ in Deutschland (ausgerechnet im ZDF) „on air“ ging, wurde TV-Serien-Geschichte geschrieben. 2007 war dann die Geschichte der Mafiafamilie Soprano aus New Jersey auserzählt, aber die rühmliche Fortsetzung startete 2013, hieß „Ray Donovan“ und dauerte bis 2020.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Mord mit Aussicht – Aber hier leben, nein danke

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin mag sich manchmal vom Flachbildschirm auch nur berieseln lassen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag muss es nicht noch eine Folge „Westworld“ auf Englisch sein, bevor das Haupthaar ins Kissen gebettet wird. Es ist jedoch nicht ganz einfach, eine deutsche TV-Serie zu finden, wo man niveauvoll unterhalten wird, mit dem ein oder anderen Schmunzler zwischendurch, ohne Peinlichkeit und zu viel Ambition. Und das bestenfalls noch mit der einen oder anderen Portion Lokalkolorit.

Das schafft jedoch „Mord mit Aussicht“, eine humoristische Krimiserie der ARD. Sie handelt von der Kölner Kriminaloberkommissarin Sophie Haas (Caroline Peters), die in die fiktiven Ortschaft Hengasch im Kreis Liebernich in der Eifel versetzt wird. Vor Ort trifft sie auf ein hinreißend provinzielles Team, die junge Polizeimeisterin Bärbel Schmied (Meike Droste) und den gutmütigen Polizeiobermeister Dietmar Schäffer (Bjarne Mädel), der bei Ehefrau Heike, Spitzname „Muschi“ (Petra Kleinert), nichts zu lachen hat. Alle Drei kämpfen sich fortan durch 39 Folgen skurrile Morde (3 Staffeln im Zeitraum 2008 bis 2012).

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Detectorists – Was fängt man mit dem Leben an oder lässt es aus Trägheit eben bleiben?

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin sammelt gern Steine und Fossilien in der Nähe vom Meer. Zugegeben kein ausgefallenes Hobby, aber eins mit Verlass. Sobald sie einen Strand betritt, geht’s ab in die Hocke und dann siebt sie den Sand nach Bernstein, Donnerkeil und Hühnergott. Andy und Lance dagegen pflegen ein außergewöhnliches Hobby. Sie sind Mitglied im Sondengänger-Verein Danebury Metal Detecting Club (DMDS); zwei exzentrische Metallsucher, die auf dem englischen Land nach Vergrabenem suchen. Klingt als Prämisse für eine Serie langweilig? Mitnichten. „Detectorists“ ist eine höchst spannende Sitcom, quasi ein versteinerter Seeigel im Serien-Seetang, schwer zu finden, dafür melancholisch, witzig, bittersüß, herzerwärmend, aber nicht sentimental und gespickt mit Wortwitz und subtilem Humor.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Athena – Cinéma du banlieue

Von Onkel Rosebud

Diese Ausgabe der Kolumne verdient eigentlich ihren Titel nicht. Es müsste besser Was meine Freundin nicht gerne sieht heißen.Filme oder Dokumentationen über soziale Brennpunkte, Arbeitslosigkeit, Armut, erbärmliche Wohnverhältnisse und gewalttätige Jugendbanden sind nicht ihre Tasse Tee. Wenn dann darin noch postpubertäres Jungmachotum und latent islamistisch gefärbter, manchmal in exzessive Gewalt bis hin zu Gruppenvergewaltigungen, Folter und Mord umschlagender Frauenhass offen zur Schau gestellt werden, dann wendet sie sich mit dem Hinweis ab, dass das mit ihrem Leben ja wohl so gar nichts zu tun hat und wann ich endlich ins Bett käme.

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Inside Man – Steven Moffat/Paul McGuigan – Netflix/BBC 2022

Von Matthias Bosenick (07.11.2022)

Wer hat sich denn diesen Quatsch ausgedacht? „Von den Machern von ‚Sherlock‘“, aha. Der – zumindest in den Geschichten von Sir Arthur Conyn Doyle – sympathisch-überhebliche Kriminologe findet charakterlich auch in die Serie „Inside Man“ Einlass, und zwar in Form eines Todeszelleninsassen, der hinter Gittern mittels seiner kleinen grauen Zellen Fälle löst. Ein solcher Fall ist der im fernen England, in dem eine Journalistin ihre Freundin vermisst – die von einem völlig desolaten Pastorenehepaar im Keller festgehalten wird, weil das Drehbuch es so vorsieht und jeder rational denkende Mensch permanent komplett anders gehandelt hätte als diese dubiosen Dummbatzen. Trotz schöner Bilder, guter Schauspieler, einiger spannender Figuren und eines tollen Titelsongs von John Grant fällt es schwer, den Unsinn zu ertragen, den die „Macher“ hier zwischen die guten Einfälle quetschten. Das ist Verarschung.

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Veröffentlicht unter TV

Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Das letzte Wort – Danke, Anke

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin wünscht Anke Engelke ein langes Leben. Dass sie absolut großartig ist, gehört natürlich nicht in die Kategorie „bahnbrechende Erkenntnis“. Denn, einerseits ist Anke Engelke seit der Figur „Ricky“ aus der „Wochenshow“ von Sat1 in den Neunzigern das Lustigste, was dem deutschen Fernsehen je passiert ist. Und nun, seit „Das letzte Wort“ darf man sie auch gern als Schauspiel-Ikone bezeichnen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Die Hard – Nicht totzukriegen, die deutsche Synchronisation

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin mag Bruce Willis. Zumindest in nicht ernst zu nehmenden Rollen – außer „The Sixth Sense“. Ihre Lieblingsszene in der „Die Hard“-Quinte, durch die Bruce Willis zu einem der größten Actionstars des 20. Jahrhunderts avancierte, ist aus dem Original von 1988. Nach 2 Stunden und 12 Minuten diverser Entbehrungen, Schmerzen sowie eingeklemmt in Fahrstuhlschacht und Lüftungssystem zieht der Hauptprotagonist John McClane in aussichtsloser Lage zwei auf seinen Rücken geklebte Pistolen und metzelt den Feind nieder. Er sagt dazu „Grüß‘ mir die ewigen Jagdgründe“ und klar, pustet er nach getaner Arbeit in den Lauf des Revolvers wie John Wayne, bevor er mit Grace Kelly in den Sonnenuntergang reitet. „Das war Gary Cooper, Du Arschloch“, würde John jetzt sagen.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Rectify – Deutsch für „Etwas Korrigieren, Richtigstellen, Wiedergutmachen“

Von Onkel Rosebud

Seitdem ich die außergewöhnliche Serie vor circa fünf Jahren zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich unbedingt, dass auch meine Freundin die Serie schaut. Damals begriff ich schnell, dass ich gern über „Rectify“ mit ihr reden möchte. Mit fortschreitendem Alter wird man immer mehr berührt von Menschen mit traurigen Schicksalen, die es offenkundig schlimmer getroffenen hat als man selbst. Das gilt physisch wie psychisch. „Rectify“ habe ich neulich noch einmal gesehen – ohne sie, weil ihr das Thema der Serie zu traurig ist. Aber mich hat es erneut emotional mitgerissen, so wie es kaum andere Familiengeschichten aus Film, Fernsehen, Literatur oder Musik je geschafft haben.

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Die Wege des Herrn – Beten ist besser als Sex

Von Onkel Rosebud

In der religiösen Pfarrer-Familiengeschichte aus Dänemark geht’s um Glaube und Gott sowie maskuline Konflikte. Damit die Nicht-Christen auch am Ball bleiben, wird auch viel gevögelt. Johannes, der dominierende, alkoholkranke Vater, treibt‘s mit seiner Frau und Ursula, der Geliebten aus der Pfarrei. Elisabeth, die spirituelle Mutter, entdeckt ihre Bisexualität und wird regelmäßig von der norwegischen Untermieterin Liv vernascht. Sohnemann Nummer eins, das schwarze Schaf Christian, pendelt aus Sicht der Penetration zwischen Amira und Nara. August, der hauptdarstellende Drama-Sohn und auch Pfarrer, missioniert in Stellung gerne mal Emilie, seine Frau, die dann später mit ihrem Arbeitskollegen …

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Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Justified – Wir haben zusammen Kohle geschürft

Von Onkel Rosebud

Meine Freundin mag den Schauspieler Jacob Pitts. Dieser wiederum ist recht menschenscheu und deshalb kennt ihn kaum jemand, hätte er nicht eine Nebenrolle als Deputy U.S. Marshal Tim Gutterson in „Justified“ gehabt. Er spielt einen sardonischen ehemaligen Army-Scharfschützen, der für jedes Ziel immer „das passende Objektiv“ dabei hat und auch trifft. Und meine Freundin mag es, wenn er das ganz große Teleobjektiv auspackt …

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