Guido Dörheides Rest von 2022 oder „Alben, über die ich nicht geschrieben habe, aber gerne hätte“

Von Guido Dörheide (01.01.2023)

Herzlich willkommen im Jahr 2023, liebe Krautnick-Lesende. Nach Ende des vergangenen, von mir persönlich trotz zahlreicher von außen auf uns alle hereinprasselnder negativer Ereignisse als überaus großartig bewerteten Jahres 2022 (vielen, vielen lieben Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, Ihr seid toll, umwerfend und seht großartig aus!!!) bin ich beigegangen und lasse nochmal Paroli laufen, über welche für mich bedeutenden Album-Neuerscheinungen ich nichts geschrieben habe. Ich habe bestimmt nicht alle erwischt, will aber hier noch alles würdigen, was im letzten Jahr aus Kapazitätsgründen unter den Tisch gefallen ist. Nicht in Form von fundierten, grundsolide recherchierten und 100% objektiven Rezensionen, sondern eher mit ein paar Gedankensplittern zu jedem der hier erwähnten Alben, die mir so spontan in den Sinn kamen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen, bleibt uns auch in 2023 gewogen und, wie ich immer sage: Lest Krautnick! Hier kriegt Ihr was gelernt!

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Spezial: Schneider Collaborations

Von Matthias Bosenick (10.11.2022)

Der Mann muss verrückt sein: In nur wenigen Wochen erscheinen gleich sechs Alben mit seiner Beteiligung. Und auch, wenn das Schlagzeugspiel von Jörg Alexander Schneider sowas von einzigartig ist, weil er dabei seinen Kopf ausschaltet und nur seinen Körper walten lässt, was zu verspielten, arhythmischen Klickersounds führt, können diese sechs Alben unterschiedlicher kaum sein. Und stellen zudem trotz ihrer Menge nur einen Bruchteil dessen dar, was Schneider 2022 alles veröffentlichte. Nicht zu laut brüllen: Das Jahr ist noch lang. Hier nun die sechs jüngsten Kollaborationen des früheren Noiserockers aus Hückelhoven, der sich nunmehr vornehmlich im Jazz austobt:

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Spezial: addicted/noname Label aus Moskau, Teil 13

Von Matthias Bosenick (25.10.2022)

Ein weiteres Spezial zum fabelhaften Label addicted/noname aus Moskau! Dieses Mal mit: dem Mini-Album „Homebound“ von Dehyper, dem Album „Это есть то“ von Kshettra und dem Album „Нет вечных истин“ von Ad Nihil – sowie einem Rückblick auf die „Sweet Leaf Worshippers From USSR“-Compilation, mit der vor zehn Jahren die wunderbare Arbeit von Anton Kitaev, Oleg Dynya und Ivan Bredolog begann und damit das namenlose Label aus Moskau seinen Anfang nahm. Herzlichen Glückwunsch, Freunde! С днем рождения друзья!

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Spezial: Sireena Records/Shack Media aus Ostenholz-Scharmbeck

Von Matthias Bosenick (04.10.2022)

Fünf Alben aus dem Hause Sireena Records und Shack Media landeten innerhalb kürzester Zeit im Briefkasten: „A Floating City“ von Nautilus, „Live in Haldern 1985 & 1986“ von The Radio, „Waiting For The Daylight“ von Erja Lyytinen, „The Universe By Ear III“ von The Universe By Ear und „Saba“ von The Electric Family. Also Ambient, Achtzigerrock, Bluesrock, Progrock und Indie.

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Mordsgeschichten auf der Oker – Lesung mit Hardy Crueger am 05. August 2022 – Eine Nachlese

Von Guido Dörheide (05.08.2022)

Vor vielen Wochen haben wir an dieser Stelle über den anstehenden Beginn der diesjährigen „Mordsgeschichten auf der Oker“-Saison berichtet. Da es sämtlichen Regeln der Redlichkeitskultur zuwiderläuft, über etwas zu berichten, das man noch nie miterlebt hat, habe ich mich einem Selbstversuch unterzogen und mittels empirischer Studie herauszufinden versucht, ob sich eine Teilnahme an dieser Veranstaltungsreihe lohnt. Für das Experiment habe ich mir den Termin am Freitag, den 05. August, mit Hardy Crueger, dessen Werk ich ansatzweise kenne und begeistert feiere, ausgeguckt und bei einer lieben Freundin um Unterstützung angefragt, die am Freitag bereits mit ihrer besten Freundin verabredet war und diese kurzerhand zum Mitkommen bewegen konnte, worüber ich mich unheimlich gefreut habe.

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Spezial: Klangwirkstoff & Separated Beats, Teil 4

Von Matthias Bosenick (08.06.2022)

Drei sehr unterschiedliche neue Alben präsentiert Bert Olke auf seinen beiden Labels Klangwirkstoff Records und Separated Beats: Einmal das Best-Of-Neunziger-Electro-Retro-Querbeet-Miniaturen-Album „Soul Kitchen“ von Tobi Morare, dann das dubbig-tanzbare Planeten-Frequenz-Album „“Roots Of Deliverance“ von Rainer Hartmann unter seinem neuen Alias Oriom sowie Olke selbst mit seinem als B. Ashra veröffentlichten „Fluffy Spirals“ zwischen Ambient und Psytrance.

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Spezial: addicted/noname Label aus Moskau, Teil 12

Von Matthias Bosenick (05.05.2022)

Post und Emails gab es dieses mal aus Moskau, und man freut und wundert sich, dass beides dieser Tage überhaupt durchkommt. Die drei Betreiber des Labels, das wahlweise addicted heißt oder einfach namenlos ist, also auf noname reagiert, bleiben unermüdlich, auch wenn Paypal-Zahlungen aus dem Verkauf bei Bandcamp derzeit aufgrund der westlichen Embargos gegen die Kriegstreibermacht gar nicht ihre auch wohlgesonnenen Ziele in Russland erreichen. Es bleibt zu hoffen, dass es bald ein „danach“ geben wird, in dem die Oppositionellen nicht unter die Räder kommen. Musik gibt es dieses Mal als Download, CD oder 7“, darunter auch vom Bruderlabel Bad Road Records, und zwar mit der Compilation „Addicted Tunes“, neuen Alben von Detieti und Был замечен… sowie Singles von Fistula, Koffinsurfer und Crawl – und zwar nicht nur aus Russland, sondern auch aus der Ukraine.

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Mordsgeschichten auf der Oker – Es geht wieder los…

Text und Foto von Guido Dörheide (28.04.2022)

… mit Marc Halupczok (auch bekannt als Till Burgwächter), Hardy Crueger, Armin Rütters, Thomas Oswald und Tilman Thiemig (der heute fehlte). Im Vorfeld des ersten In-See-Stechens im laufenden Jahr wurde lautstark überlegt, ob das denn nun per Floß oder mit einem der in unmittelbarer Nähe ankernden Tretboote vonstatten gehen sollte – einem Schwan oder einem ähnlichen Vogel in rosa – und einer der anwesenden Dichter proklamierte „Wir nehmen den rosanen. Den Pelikan!“

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Nachruf: Willi Resetarits – Kurt Ostbahn und die Chefpartie – Liagn und Lochn – Amadeo 1989

Von Guido Dörheide (25.04.2022)

Ja wos an Scheeß – der Willi Resetarits ist tot. Da er schon vor wenigen Jahren die 70 überschritten hat, war eh klar, dass diese Nachricht irgendwann kommen müsste – aber ehrlich – gerade heute, mit gerade mal 73 Jahren, war das echt viel zu früh. Und dann noch aufgrund eines tragischen Unfalls im Haushalt – das Leben schreibt echt die traurigsten Drehbücher. Hatte auch einst Wolfgang Ambros meine Liebe zum Austro-Pop entfacht – erst Ostbahn-Kurti schaffte es, mich dermaßen für Rockmusik mit österreichischer Sprache zu begeistern, dass er inzwischen für mich das absolute Synonym des Austro-Pop, Austro-Rock und Austro-Blues darstellt.

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