Von Matthias Bosenick (14.09.2026)
Post Rock! In „White Shores“ ist alles drin, was man unter diesem Etikett erwartet: elegische Endlosigkeit, wehmütige Gitarren, Laut-Leise-Dynamik, sowas, und nicht drin, ebenfalls wie üblich, ist Gesang. „White Shores“ ist das fünfte Album der Band Hubris. aus Fribourg in der Schweiz, in Eigenschreibweise in Minuskeln und stets mit Punkt dahinter. Sachen zu entdecken gibt’s hier natürlich trotzdem, dafür sorgt die Band.
Gott kein Dank – 50 Jahre Punk
Von Axel Klingenberg (13.09.2026)
2026 wird 50 Jahre Punk gefeiert! Ein goldenes Jubiläum! Ein halbes Jahrhundert Renitenz! Ein halbes Jahrhundert Resistenz!
Das ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich:
WeiterlesenMine – Killer – Tier Musik/Karakter Management 2026
Von Guido Dörheide (11.09.2026)
Mines Album „BAUM“ war 2024 eins der Großereignisse für mich: Jasmin „Mine“ Stocker, die seit 2014 bis dahin sechs großartige Alben veröffentlicht hatte (davon war eins eine Koproduktion mit dem Rapper Fatoni und eins ein Livealbum mit Orchester), macht nicht nur verdammt gute Popmusik, gerne auch mit Orchester, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht, sie singt auch extrem schön, hat ein zielsicheres Gespür, wie ein Text klingen muss, und eine über jeden Zweifel erhabene Themenauswahl.
WeiterlesenWas Guido gehört hat… im Juli 2026 – Teil 3
Von Guido Dörheide (10.09.2026)
Motionless In White – Haken – The Hu – Charli XCX – Ariana Grande
Das hier ist dann auch der letzte Teil der Juli-Kolumne. Mehr habe ich im Juli nicht gehört. Reicht ja aber auch.
WeiterlesenMiscreance – Reminiscence – Season Of Mist 2026
Von Matthias Bosenick (10.09.2026)
Ist das wirklich Miscerance, was man da auflegt? Die Venezianer sind bekannt für ihren Oldschool-Death-Metal, da startet das zweite Album „Reminiscence“ plötzlich mit klarer melodiöser Gitarre oder so etwas und Bongos, als wäre man bei … Sepultura? Keine Angst, man bekommt, was man erhofft, aber glücklicherweise noch einiges oben drauf. Eine schöne Entwicklung, man hört, dass das Quartett auf seinen Touren einiges weiterentwickelt hat.
Was meine Freundin gerne sieht – die Serienkolumne: Seid’s ihr deppert: Braunschlag
Von Onkel Rosebud
Im österreichischen Braunschlag, im Waldviertel an der Grenze zu Tschechien, herrscht eine Hitzewelle. Die Menschen sind aggressiv und die Gemeinde ist pleite. Durch eine fingierte Marienerscheinung wollen der Bürgermeister Gerhard Tschach (Robert Palfrader) und sein Freund, der zwielichtige Discobetreiber Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), den Ort wieder aufwerten. Das klappt so gut, dass die beiden bald nicht nur Wallfahrttouristen, sondern auch den Vatikan an den Hacken haben.
WeiterlesenAlarm!systemen – Alarm!systemen – Antibody Label 2026
Von Matthias Bosenick (09.09.2026)
Die Begriffe Cold Wave und Synthpop passen perfekt als Bezugspunkte für das Projekt Alarm!systemen – in Eigenschreibweise komplett klein – und dessen selbstbetiteltes Debütalbum. Hinter diesem merkwürdigen Namen steckt Jorne Leurs aus Bilzen-Hoeselt in Belgien, der bereits einige musikalische Meriten erwarb. Auf „alarm!systemen“ belegt er, dass das mittlerweile uralte Genre auch ohne Klischees am Leben erhaltbar ist.
Drazek Fuscaldo – Fata Morgana – Odd Doo 2026
Von Matthias Bosenick (08.09.2026)
Neues aus der Krachmacherstraße: Aus den jüngsten Sessions von Drazek Fuscaldo mit Schlagzeuger Jörg A. Schneider, Trompeter Thymme Jones und Bassist Tatsu Aoki geht so viel Material hervor, dass das Chicagoer Duo es im Zwei-Wochen-Rhythmus auf diverse Labels verteilt herausbringt. Und von wegen Krach: „Fata Morgana“ ist das exakte Gegenteil, eine Chill-Out-Jazz-Session, die losgelöst die Freiheit im Traumland zelebriert.
H/jack 2 – Jim Field Smith/George Kay – Apple TV 2026
Von Matthias Bosenick (07.09.2026)
Stoppt die Blödsinnsfahrt der U-Bahn 123! Wie befürchtet: Was mit einer ersten Staffel solide und spannend begann, bekommt eine bekloppte Fortsetzung. Die Hauptfigur der ersten Staffel von „H/jack“ geriet in jener in eine Flugzeugentführung und wurde zum Actionheld wider Willen, in dieser zweiten Staffel einer mit Ansage. Aber einer verworrenen, die am Schluss den selbigen zulässt, dass die ganze in einer Berliner U-Bahn spielende Staffel mit einer anderen Entscheidung am Anfang komplett gar nicht nötig gewesen wäre. Was einem die konfuse Erzählweise indes verschleiert. Nein, das war nix.
Massive Attack & Tom Waits – Boots On The Ground – Play It Again Sam 2026
Von Matthias Bosenick (07.09.2026)
„Boots On The Ground“ ist mehr Tom Waits als Massive Attack, da ordnen sich die tonangebenden Bristoler dem wutknurrenden Kalifornier musikalisch unter. Eine Sensation ist dieser gemeinsame Track nach jahrelanger Pause auf beiden Seiten, inhaltlich erfüllt er die Parameter eines Protestsongs, musikalisch ist er eher durchschnittlich. Die Vinyl-B-Seite nimmt ein Spoken-Word-Track von Waits ein, der das Thema vertieft. Interessanterweise sind beide Tracks exakt 4:21 Minuten lang.









