Von Guido Dörheide (17.04.2022)
Diese Arbeit ist ein Fest für den Rezensenten: Außer eine Viertelstunde lang zu beteuern, wie grandios sich dieses Album anhört, und ein wenig Namedropping gehobenerer Klasse zu betreiben, habe ich nichts zu tun, und dazu läuft im Hintergrund härteste Bluesmusik der Extraklasse.
Neben Stevie Ray Vaughan ist Johnny Winter mein allerliebster weißer Bluesgitarrist (Ja. Ich weiß. Das hört sich an, als müsse man tot sein, um in meine persönliche Hall of Fame aufgenommen zu werden, aber ich beteuere – es ist nicht so, wie es aussieht! Zufall, das!). Schon bei Winters Originalalben fand ich immer: Der Typ klingt HART, es kreischt, quietscht, niemals gibt er Ruhe, bevor er nicht aus jeder Komposition – egal ob von den Großen seiner Berufsgruppe gecovert oder selbst geschrieben – das absolut allerletzte herausgequetscht und sich dabei komplett verausgabt hat.









