Von Guido Dörheide (10.09.2026)
Motionless In White – Haken – The Hu – Charli XCX – Ariana Grande
Das hier ist dann auch der letzte Teil der Juli-Kolumne. Mehr habe ich im Juli nicht gehört. Reicht ja aber auch.
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Von Guido Dörheide (10.09.2026)
Motionless In White – Haken – The Hu – Charli XCX – Ariana Grande
Das hier ist dann auch der letzte Teil der Juli-Kolumne. Mehr habe ich im Juli nicht gehört. Reicht ja aber auch.
WeiterlesenVon Matthias Bosenick (10.09.2026)
Ist das wirklich Miscerance, was man da auflegt? Die Venezianer sind bekannt für ihren Oldschool-Death-Metal, da startet das zweite Album „Reminiscence“ plötzlich mit klarer melodiöser Gitarre oder so etwas und Bongos, als wäre man bei … Sepultura? Keine Angst, man bekommt, was man erhofft, aber glücklicherweise noch einiges oben drauf. Eine schöne Entwicklung, man hört, dass das Quartett auf seinen Touren einiges weiterentwickelt hat.
Von Onkel Rosebud
Im österreichischen Braunschlag, im Waldviertel an der Grenze zu Tschechien, herrscht eine Hitzewelle. Die Menschen sind aggressiv und die Gemeinde ist pleite. Durch eine fingierte Marienerscheinung wollen der Bürgermeister Gerhard Tschach (Robert Palfrader) und sein Freund, der zwielichtige Discobetreiber Richard Pfeisinger (Nicholas Ofczarek), den Ort wieder aufwerten. Das klappt so gut, dass die beiden bald nicht nur Wallfahrttouristen, sondern auch den Vatikan an den Hacken haben.
WeiterlesenVon Matthias Bosenick (09.09.2026)
Die Begriffe Cold Wave und Synthpop passen perfekt als Bezugspunkte für das Projekt Alarm!systemen – in Eigenschreibweise komplett klein – und dessen selbstbetiteltes Debütalbum. Hinter diesem merkwürdigen Namen steckt Jorne Leurs aus Bilzen-Hoeselt in Belgien, der bereits einige musikalische Meriten erwarb. Auf „alarm!systemen“ belegt er, dass das mittlerweile uralte Genre auch ohne Klischees am Leben erhaltbar ist.
Von Matthias Bosenick (08.09.2026)
Neues aus der Krachmacherstraße: Aus den jüngsten Sessions von Drazek Fuscaldo mit Schlagzeuger Jörg A. Schneider, Trompeter Thymme Jones und Bassist Tatsu Aoki geht so viel Material hervor, dass das Chicagoer Duo es im Zwei-Wochen-Rhythmus auf diverse Labels verteilt herausbringt. Und von wegen Krach: „Fata Morgana“ ist das exakte Gegenteil, eine Chill-Out-Jazz-Session, die losgelöst die Freiheit im Traumland zelebriert.
Von Matthias Bosenick (07.09.2026)
Stoppt die Blödsinnsfahrt der U-Bahn 123! Wie befürchtet: Was mit einer ersten Staffel solide und spannend begann, bekommt eine bekloppte Fortsetzung. Die Hauptfigur der ersten Staffel von „H/jack“ geriet in jener in eine Flugzeugentführung und wurde zum Actionheld wider Willen, in dieser zweiten Staffel einer mit Ansage. Aber einer verworrenen, die am Schluss den selbigen zulässt, dass die ganze in einer Berliner U-Bahn spielende Staffel mit einer anderen Entscheidung am Anfang komplett gar nicht nötig gewesen wäre. Was einem die konfuse Erzählweise indes verschleiert. Nein, das war nix.
Von Matthias Bosenick (07.09.2026)
„Boots On The Ground“ ist mehr Tom Waits als Massive Attack, da ordnen sich die tonangebenden Bristoler dem wutknurrenden Kalifornier musikalisch unter. Eine Sensation ist dieser gemeinsame Track nach jahrelanger Pause auf beiden Seiten, inhaltlich erfüllt er die Parameter eines Protestsongs, musikalisch ist er eher durchschnittlich. Die Vinyl-B-Seite nimmt ein Spoken-Word-Track von Waits ein, der das Thema vertieft. Interessanterweise sind beide Tracks exakt 4:21 Minuten lang.
Von Matthias Bosenick (04.09.2026)
Dieses Album erfordert Zeit, und zwar Zeit, sich fallen zu lassen, alles auszuschalten, was Alltag bedeutet, seine Gedanken zu lockern und in die Leere zu schicken, seinen Körper vom Untergrund zu lösen und Worte wie Nebel zerstieben zu lassen. Muto nennt Jazzgitarrist Davide Martiello sein Soloprojekt, „Muto“ nennt er auch sein Debüt, und auf dem spielt der wohnhafte Florentiner seine Gitarre als Chill-Out-Instrument, indem er Tracks generiert zwischen Neoklassik, Ambient und Post-Rock, und zwar ausschließlich auf seiner Gitarre.
Von Matthias Bosenick (03.09.2026)
Ein wichtiges Zeichen der Nachhaltigkeit kommt dieser Tage aus Düsseldorf: Vom Individualverkehr auf den ÖPNV satteln Vibravoid um, nämlich von der Kraftwerkschen „Autobahn“ auf die ureigene „Straßenbahn“. Die Fahrt geht auch noch doppelt so schnell. Auf „A Reason For Now“, ihrem neuen Album, wildern die Kraut-, Stoner- und Psychedelik-Rocker in noch mehr Gewässern als den genannten, so darf man sich auch mal in den Neunzigern in Nordengland wiederfinden. Als Bonus gibt’s den selbstgedrehten 40minütigen Stummfilm „Im Zeichen des Zwilling“ aus dem Jahr 2019 on top obendrauf, außerdem kündigt der Bandchef ein Buch über die Düsseldorfer Subkultur an.