Toundra – Siete – Toundra 2026

Von Matthias Bosenick (12.10.2026)

Ach ja, der instrumentale Post Rock. Schnell verliert er sich in Stereotypen. Besonders der gern als „cinematic“ apostrophierte himmelstürmende Emo-Anteil wiederholt sich bei fast allen Bands quer über den Planeten, und so ganz sind auch die Helden Toundra aus Madrid davor nicht gefeit. Mehr Experiment wäre hier schön gewesen, „Siete“, das – nun – neunte Album mit dem Titel „Sieben“ (aus Gründen!), geht an zu wenigen Stellen echte Wagnisse ein. Solche wie, dieses Genre mit mehr Heaviness, mehr Brüchen und mehr Abseitigkeiten zu versehen. Die gibt es hier zwar auch, doch bedient „Siete“ noch zu sehr die Genrepuristen. Immerhin als Bessere unter vielen.