Von Chrisz Meier (06.03.2025)
Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.
Meine Beobachtungsergebnisse möchte ich gerne weitergeben, sei es als Empfehlung, sei es als Warnung.
Gute Dokus schaue ich auch mal ganz gerne. Als solche kann ich „Wunderland“ von 2023 empfehlen. In sehr schönen Nah- und Detailaufnahmen bekommt man hier die größte Modellbahnanlage der Welt so zu sehen wie niemals in der Realität. Die Doku schaut hinter die Kulissen und lässt die beiden Zwillingsbrüder von ihrer Vision erzählen, eine solche Miniaturwelt in Hamburg zu erschaffen. Auch kommen etliche Mitglieder des ganzen Teams zu Wort und man bekommt den Eindruck, daß es für alle Beteiligten ein Traumjob ist, im und für das Miniatur-Wunderland zu arbeiten. Eine schöne Idee ist auch, die beiden Gründer F. Und G. Braun als miniaturisierte, animierte Modellfiguren durch ihre eigene kleine Welt spazieren zu lassen. Nicht nur für Modellbahnfreunde ein echter Hingucker!
Schon etwas älter, von 2018, ist die vierteilige Miniserie „Die Morde des Herrn ABC“. In dieser Geschichte nach A. Christie spielt J. Malkovich den pensionierten Belgier Poirot, der nochmal ranmuss, als ein Serienmörder streng nach dem Alphabet vorgeht und eine Reihe von Leichen hinterlässt. Das ist alles recht gefällig anzusehen, zumal R. Grint hier einen sehr, sehr humorlosen Kommissar spielt. Für Krimifans empfohlen.
Für niemanden empfehle ich dagegen „The Bunker Game“ (2022). Horror, Mystery und Thriller wurden mir versprochen – und nichts davon eingelöst. Die wirre Story um ein Live-Rollenspiel in einem italienischen Weltkriegsbunker, in dem „mysteriöse Dinge“ geschehen, hat mich so kalt gelassen wie schon lange kein Film mehr. Absolut uninteressant und bei der International Movie Data Base absolut berechtigt mit 3,3 von 10 Punkten bewertet.
Geht das eigentlich nur mir so oder findet sonst noch jemand J. Eisenberg ziemlich nervig? Im Grunde spielt er immer und immer wieder die gleiche (wenn nicht dieselbe) Rolle: die des dauerquasselnden Nerds, der so gut wie keinen geraden Satz herausbekommt. So auch in „Zombieland 2: Doppelt hält besser“ (2019). Und auch sonst ist es mit dieser Fortsetzung eines einigermaßen originellen Films so wie mit fast allen Fortsetzungen. Alles ist bunter, lauter, schneller aber keinesfalls besser. Wer den ersten Teil gesehen hat, wer Eisenberg für unnervig hält und W. Harrelson gerne zusieht, kann hier 100 Minuten Lebenszeit opfern. Alle anderen sollten was Besseres machen.
Als Fan der „True Detective“-Reihe habe ich mich auf die vierte Staffel „Night Country“ gefreut. J. Foster spielt hierin eine Polizistin in einer Kleinstadt in Alaska. Jahreszeitbedingt fängt hier die sehr lange Winternacht ohne Sonnenschein an, als die Besatzung einer nahegelegenen Forschungsstation verschwindet. Auch diese Staffel ist solide gemacht und bietet gute Unterhaltung der düsteren Art. Gegen den Überraschungserfolg der ersten Staffel (2014) und die meiner Meinung nach bisher beste zweite Staffel (2015) kommen aber auch diese Folgen von 2024 nicht an. Ist aber wirklich reine Geschmackssache.
So, schon November in meiner Chronik und noch immer nichts von „Halloween Ends“ und was ich über diese ganze Sache denke? Haha, Cliffhanger! Und jetzt raus aus dem Internet!
