{"id":975,"date":"2014-10-09T11:36:10","date_gmt":"2014-10-09T09:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=975"},"modified":"2014-10-09T11:36:10","modified_gmt":"2014-10-09T09:36:10","slug":"erasure-the-violet-flame-mute-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/erasure-the-violet-flame-mute-2014\/","title":{"rendered":"Erasure \u2013 The Violet Flame \u2013 Mute 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-976\" title=\"Erasure - The Violet Flame CD\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Erasure-The-Violet-Flame-CD.jpg\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-977\" title=\"Erasure - The Violet Flame Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Erasure-The-Violet-Flame-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-978\" title=\"Erasure - The Violet Flame Box\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Erasure-The-Violet-Flame-Box.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-979\" title=\"Erasure - The Violet Flame LP\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Erasure-The-Violet-Flame-LP.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (09.10.2014)<\/p>\n<p>Dem Albumtitel fehlt ein N. Und damit der Musik auch. Elektromeister Vince Clarke verlegt sich zu sehr auf Clubsounds, dazu steht Andy Bells Charakterstimme fast wie ein Kontrapunkt, der sich nicht einf\u00fcgen mag \u2013 das Ergebnis erinnert damit zu sehr an Schlager. Genau genommen machen Erasure seit 19 Jahren keine richtig gute Musik und keine richtig h\u00e4ngenbleibenden Songs mehr. Das belegt auch die Bonus-CD mit einem Live-Konzert, dessen Songauswahl mit Ausnahme von \u201eBreathe\u201c aus dem Jahr 2004 auch nur bis maximal zum selbstbetitelten letzten guten Album (1995) zur\u00fcckreicht. Wer wiederum die interessanten Remixe haben will, muss sein Konto f\u00fcr diese dritte CD ordentlich pl\u00fcndern. Warum jedoch bleibt man dem Duo treu? Das muss mit Treue und Loyalit\u00e4t zu tun haben. Und vielleicht mit dem wohligen Gef\u00fchl einer aufgegebenen Heimat, in die sich \u00dcbervierzigj\u00e4hrige zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ihr j\u00fcngstes Studioalbum lie\u00dfen sich Erasure modern via Pledge vorfinanzieren. Schade nur, dass man als einstiger Einst\u00fcrzende-Neubauten-Supporter bei solcherlei Aktionen immer im Hinterkopf hat, man habe Einflussm\u00f6glichkeiten auf das Produkt, doch ist dem nicht so. Erasure machen, was sie wollen, was ja eigentlich auch genau richtig ist, aber man w\u00fcnscht sich doch schon viel zu lange, dass ihnen mal einer sagt, wie weit sie sich von ihrem eigenen Charakter wegbewegen. Vince Clarke mag ja ein Soundzauberer sein, doch h\u00f6rt man es den zu homogenen Songs nicht an, wie viel Schwei\u00df und Herzblut darin stecken mag. Das f\u00e4llt besonders stark ins Bewusstsein im Vergleich mit den Songs, f\u00fcr die man sie in den ersten zehn Jahren zu lieben gelernt hatte.<\/p>\n<p>Die Bonus-CD der Deluxe-Version legt davon mit einem Konzert aus dem Jahr 2011 Zeugnis ab: Wie mutig waren Lieder wie \u201eShip Of Fools\u201c, \u201eChains Of Love\u201c, \u201eBlue Savannah\u201c, und trotzdem erfolgreich und beliebt, oder besser: gerade deshalb. Schade nur, dass die Songs dieser Live-CD bis auf einen frischen Chor-Break bei \u201eVictim Of Love\u201c im Grunde Studio-Versionen mit Applaus, Ansagen und gelegentlichem Frauenchor, also recht \u00fcberfl\u00fcssig sind. Nicht ganz, zugegeben: Manche Sounds klingen gar einen Tuck zu billig. Erasure h\u00e4tten stattdessen die Remix-CD der hyperlimitierten Box als Bonus der Deluxe-Version anbieten sollen, da gestalten Koryph\u00e4en wie BT, Chris Carter &amp; Cosey Fanny Tutti (Throbbing Gristle), Paul Humphreys (OMD) und Mute-Chef Daniel Miller (The Normal) sowie einige Newcomer das Hauptalbum neu. Gut, das klingt interessanter, als es ist, weil schon das Ausgangsmaterial clubdienlich ist; glaubt man dem Internet, f\u00fcgen die Remixer dem nichts grob \u00fcberraschend Abweichendes hinzu.<\/p>\n<p>Auf \u201eThe Violet Flame\u201c gibt es mit \u201eSmoke And Mirrors\u201c immerhin einen Song, der aus dem Standardbeat und den gleichen glatten Sounds herausragt, indem er das Tempo reduziert und trotzdem nachdr\u00fccklich Kraft und Eleganz ausstrahlt. Schade, dass solche Songs auf Erasure-Alben inzwischen die Minderheit sind. Und immer rutscht einem beim Nennen des neuen Albumtitels ein N dazwischen: Nein, es hei\u00dft nicht \u201eThe Violent Flame\u201c. Leider. Aber das Cover ist h\u00fcbsch und w\u00fcrde genau zu diesem Titel passen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (09.10.2014) Dem Albumtitel fehlt ein N. Und damit der Musik auch. 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