{"id":9643,"date":"2026-10-05T21:47:12","date_gmt":"2026-10-05T19:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9643"},"modified":"2026-10-05T21:47:12","modified_gmt":"2026-10-05T19:47:12","slug":"spezial-addicted-noname-label-aus-moskau-teil-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spezial-addicted-noname-label-aus-moskau-teil-21\/","title":{"rendered":"Spezial: Addicted\/Noname Label aus Moskau, Teil 21"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/addicted-label.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"110\" height=\"110\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/addicted-label.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3052\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (05.10.2026)<br><br>Neues und Altes vom Moskauer Label noname\/addicted! Diese Ausgabe beinhaltet: Sludge mit Remote, Rock\u2019n\u2019Roll-Stoner mit The Damn Ol\u2018 Bones, Jazz mit Slava Lobanov &amp; Peter Shalamov, progressiven Post Metal mit N. Tesla und Ambient-Doom-Drones mit The Universe Is An Ocean.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Remote-Parish.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Remote-Parish.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9644\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Remote \u2013 Parish (2026)<\/strong><br><br>Der Ver\u00f6ffentlichung von \u201eParish\u201c, oder auch: \u201e\u041f\u0440\u0438\u0445\u043e\u0434\u201c, gingen Jahre der Ver\u00e4nderung voraus. Das Trio Remote aus Kaluga war seit jeher, also seit den Anf\u00e4ngen um das Jahr 2011 herum, als noch der Metalcore im Fokus stand, Besetzungswechseln unterworfen, vom Gr\u00fcndungstrio ist heute lediglich S\u00e4nger Evgeniy Kravchenko noch dabei, der indes f\u00fcr dieses neue Album vom Bass an die Gitarre wechselte. Bereits l\u00e4nger Mitglied ist Schlagzeuger Nikita Gorjatschew, neu am Bass kam Sergey von der Hardcore-Band One Punch Over, seinen Nachnamen verr\u00e4t er nicht. Ausgehend von der bereits fr\u00fcher erlangten Erkenntnis, dass ihre Tracks live mehr Dichte haben als im Studio, gingen den Aufnahmen ausgedehnte \u00dcbungsrunden voraus. Nun erfolgten diese Aufnahmen bereits 2021, erblickten aber erst in diesem Jahr das Licht der \u00d6ffentlichkeit.<br><br>Sludge steht ganz oben auf der Genrekiste von Remote, was insofern zutreffend ist, als dass die Band sich hier enorm Zeit l\u00e4sst, um ihre rauhe, heavy, doomige Rockmusik auszurollen. Die Gitarren kratzen, das Schlagzeug besteht aus mehr als drei Bestandteilen, der Bass wummert und die Stimme ist leicht erh\u00f6ht, sie erreicht Brian Johnson nicht ganz, steht oft kurz vor Keifen, Rotzen, Kotzen. Weite Passagen bestehen aus Loops und Wiederholungen, die dem Most die Grundlage bilden f\u00fcr den tiefen fuzzy Groove. Doom wie von Black Sabbath l\u00e4sst sich auch mal ausmachen, ebenso unerwartete speedy Doublebass-Attacken. Alles ist aufgekratzter noisy L\u00e4rm und endet mit einem \u201e\u2022\u2022\u2022\u2022\u2022\u201c betitelten St\u00fcck Groove mit Synthies und Sprachsamples.<br><br>\u201eParish\u201c ist, zus\u00e4tzlich zu diversen EPs und Singles, das erst vierte Album der Band, der Vorg\u00e4nger \u201e\u0414\u044b\u043c\u201c hat bereits f\u00fcnf Jahre auf dem Buckel. Beide Vorabsingles \u201eJoyride\u201c (nicht von Roxette) und \u201eCatharsis\u201c \u2013 sind hier enthalten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/The-Damn-Ol-Bones-The-Damn-Ol-Bones.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"112\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/The-Damn-Ol-Bones-The-Damn-Ol-Bones.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9645\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Damn Ol\u2018 Bones \u2013 The Damn Ol\u2018 Bones (2013)<\/strong><br><br>Stoner Rock soll das hier sein, was The Damn Ol\u2018 Bones auf ihrem selbstbetitelten und bisher einzigen Album machen, und nun, die Band aus Lipetsk hat eine komplett eigene Vorstellung davon, wie sich so etwas anzuh\u00f6ren hat. Eine Mundharmonika oder eine Orgel zumindest empfindet man eher nicht als das Standard-Instrumente im Stoner Rock, Funk oder Swing als rhythmische Basis eher auch nicht. Vielmehr ahnt man einen Rock\u2019n\u2019Roll, dem auch Lemmy freundlich zugenickt h\u00e4tte, dreckig, r\u00e4udig, ja, aber verspielt, motiviert und frei von Erwartunsgerf\u00fcllungen.<br><br>Damit aber auch die Stoner-Freunde auf ihre Kosten kommen, bringt die Band Songs wie \u201eLet\u2019s Start Again\u201c, das vom riffig-bluesigen Kopfnicker kurzzeitig zum Cow-Punk wird und die Orgel prominent zu Wort kommen l\u00e4sst, oder \u201eBurn Motherfucker\u201c unter. Ja, ganz so weit weg vom Stoner sind The Damn Ol\u2018 Bones auch dann nicht, wenn etwas komplett Unerwartetes die St\u00fccke dominiert. Was dem Gesamtbild wieder andere Farben hinzuf\u00fcgt, ist der Gesang, der relativ klar die nicht zuletzt auch dadurch sehr melodisch gepr\u00e4gten St\u00fccke begleitet. Die sehr vielseitigen Arrangements tun ihr \u00fcbriges dazu. Und so etwas wie \u201eI Don\u2019t Believe You\u201c ist ja schon beinahe h\u00fcbscher Pop, und dennoch: \u201eShe ain\u2019t Disco, she\u2019s Rock\u2019n\u2019Roll\u201c, legen The Damn Ol\u2018 Bones nur einen Song sp\u00e4ter fest. Zum Abschluss gibt\u2019s mit \u201eStraight Story\u201c ein countryeskes Solo auf der Slide-Gitarre.<br><br>Ab 2010 arbeiteten The Damn Ol\u2018 Bones an den Aufnahmen. Im Kern zu dritt: Anton Pikalov mit Gitarre, Keyboards und Gesang, Ilya Melnik am Bass und Vladimir Barvinsky am Schlagzeug. Plus Unterst\u00fctzung: Roman Khomutski mit Gitarren und Spezialeffekten, Roman Zastrozhin mit der Mundharmonika, Andrey Karpiy am E-Piano sowie Max Radev mit Backgroundgesang. 2016 folgte noch die Single \u201eVive le coq\u201c, und das war\u2019s mit The Damn Ol\u2018 Bones seitdem.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Slava-Lobanov-Peter-Shalamov-Garden-Of-Flowing-Streams.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Slava-Lobanov-Peter-Shalamov-Garden-Of-Flowing-Streams.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9646\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Slava Lobanov &amp; Peter Shalamov \u2013 Garden Of Flowing Streams (2025)<\/strong><br><br>Das kommt jetzt reichlich aus dem Hinterhalt: Wenn der Gitarrist diverser Stoner- und Doom-Bands sich mit einem Pianisten zusammentut, ist es nicht zwingend naheliegend, dass das gemeinsame Album dann Jazz wird. Slava Lobanov und Peter Shalamov brechen mit den Erwartungen und verfahren exakt so: Ihr \u201eGarden Of Flowing Streams\u201c ist einerseits genau das, was der Titel sagt, und andererseits eben Jazz, entspannter, melancholischer, dargeboten allein mit Gitarre und Piano.<br><br>Dabei verlegen sich die beiden Musiker auf einen \u2013 \u00fcbrigens komplett selbst komponierten \u2013 Jazz, den man nachvollziehen kann, also keinen Free Jazz, der auf Improvisationen und Assoziationen beruht. Die gemeinsame Musik ist vielmehr fig\u00fcrlich, mit nachvollziehbaren Rhythmen und nicht selten auch konkreten Melodien, die sich zwischen die typischen Jazzharmonien schieben. Da nickt das Haupt und schnipsen die Finger, wenn manches St\u00fcck gar in Richtung Boogie schwingt, ohne dabei den Anspruch des Jazz zu konterkarieren.<br><br>Interessanterweise fand die Zusammenkunft der beiden Musiker in Istanbul statt, wohin sie nach dem \u00dcberfall der russischen Armee auf die Ukraine ausgewandert waren. Inspiration fand das Duo in den Arbeiten von Bill Evans und Jim Hall, l\u00e4sst es wissen, sowie in h\u00fcz\u00fcn, der kollektiven Melancholie, die f\u00fcr Istanbul typisch und vermutlich der Lissaboner Saudade nicht un\u00e4hnlich ist. Das abschlie\u00dfende St\u00fcck \u201eWhen I\u2019m Blue\u201c widmet das Duo \u00fcberdies Thelonius Monk. Shalamov ist ein noch junger Pianist, im Gegensatz zu Lobanov, der bereits mit diversen Bands auf sich aufmerksam machte, darunter Juice Oh Yeah und Fuzziliers.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/N.-Tesla-\u0428\u0435\u0441\u0442\u044c-\u0441\u043e\u043b\u043d\u0446\u0435\u0441\u0442\u043e\u044f\u043d\u0438\u0439-Deluxe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/N.-Tesla-\u0428\u0435\u0441\u0442\u044c-\u0441\u043e\u043b\u043d\u0446\u0435\u0441\u0442\u043e\u044f\u043d\u0438\u0439-Deluxe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9647\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>N. Tesla \u2013 \u0428\u0435\u0441\u0442\u044c \u0441\u043e\u043b\u043d\u0446\u0435\u0441\u0442\u043e\u044f\u043d\u0438\u0439 (Deluxe Edition) (2026)<\/strong><br><br>Progressiven Post Metal machen N. Tesla, und \u201e\u0428\u0435\u0441\u0442\u044c \u0441\u043e\u043b\u043d\u0446\u0435\u0441\u0442\u043e\u044f\u043d\u0438\u0439\u201c, \u201eSechs Sonnenwenden\u201c, ist das erst zweite Album der 2008 gegr\u00fcndeten Band. Das erschien bereits vor zwei Jahren, indes noch ohne Label, und jetzt neu mit einem geheimen Bonus, n\u00e4mlich dem gesamten Album als Instrumentalversion on top obendrauf, somit als \u201eDeluxe Edition\u201c. Das ist insofern bemerkenswert, als dass N. Tesla offenbar urspr\u00fcnglich eine Instrumentalband war, die erst f\u00fcr dieses Album mit Polina Gildina eine feste Stimme erhielt. Den treuen Post-Fans bietet sich somit die M\u00f6glichkeit, ihre Lieblingsmusik zus\u00e4tzlich in der gewohnten gesangsfreien Variante durchzuh\u00f6ren. Das kann man verstehen: Beide Varianten ergeben Sinn, die Band ist sowohl dazu in der Lage, rein musikalisch Emotionen auszudr\u00fccken, als auch, ihre S\u00e4ngerin entsprechend agieren zu lassen und den Songs damit einen eigenen Twist zu geben. Denn Gildina singt nicht nur, was kombiniert mit den fetten Gitarren und der Schwermut leicht mal an Nightwish erinnern kann, gottlob ohne deren Kitsch, sondern sie schreit auch wie im Post Hardcore und verleiht der Musik damit eine tiefgreifende Verzweiflung. Als kleine Erg\u00e4nzung schreit auch mal eine m\u00e4nnliche Stimme dazu.<br><br>Mit \u201e\u0412\u043e\u0441\u0445\u043e\u0434\u201c, \u201eSonnenaufgang\u201c, startet das Album eher als Trip Hop, elektronisch also, und endet folgerichtig mit \u201e\u0417\u0430\u043a\u0430\u0442\u201c, \u201eSonnenuntergang\u201c, indes als depressiver Dark Ambient. Dazwischen gibt es fette Gitarrenw\u00e4nde, Post Metal, Groove Metal, Gothic Metal, Black Metal, auch Post Rock, melodische und opulente Momente, atmosph\u00e4rische Strecken, ein schwer wogendes Auf und Ab an Stimmungen, stets begleitet \u2013 sowie in der jeweiligen \u201eKaraoke Version\u201c des Bonus-Bereichs eben genau nicht \u2013 vom Gesang, der auch in der Ur-Version mal verstummen kann und dann die Ahnung der bisherigen Instrumentalwucht der Band verdeutlicht. Ayreon kommen in ihrer virtuosen Vielfalt in den Sinn, musikalisch indes eher weniger. Toundra kommen einem da musikalisch bisweilen deutlicher ins Bewusstsein. Ein krasses Album, und das in beiden Versionen.<br><br>Krass ist \u00fcbrigens auch die Entstehungsgeschichte der Band: Die wurde n\u00e4mlich 2008 in Rostock gegr\u00fcndet. Nach einiger Ruhezeit siedelte sie 2011 nach \u041e\u0440\u0451\u043b (Orjol) um und nahm dort erst Fahrt auf, inklusive einiger Besetzungswechsel. 2012 erschien die erste Single \u201eI Rush To Find A Dream\u201c, 2014 das Deb\u00fct-Album \u201eLux Manifesto\u201c, seitdem waren es haupts\u00e4chlich EPs und Singles, die man von N. Tesla bekam, bis eben zu diesem Album. Auch das ist nicht das neuste Werk der Band: Mit \u201eWords On Canvas\u201c erschien 2025 eine neue EP. S\u00e4ngerin Polina Gildina wird hier begleitet von: Bassist und S\u00e4nger Nikita Andreev, Schlagzeuger Yuriy Podsuev sowie den Gitarristen Leonid Gildin und Andrey Birykov. G\u00e4ste gab\u2019s auch: Trompeter Georgy Isakov sowie die beiden Background-S\u00e4ngerinnen Maria Patova und Alexandra Tarelina.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/The-Universe-Is-An-Ocean-The-Universe-Is-An-Ocean.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/The-Universe-Is-An-Ocean-The-Universe-Is-An-Ocean.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9648\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Universe Is An Ocean \u2013 The Universe Is An Ocean (2021)<\/strong><br><br>Bal\u00e1zs S\u00f6ptei steckt hinter The Universe Is An Ocean, einem Alias, das er lediglich einmal verwendete, und zwar f\u00fcr ein gleichnamiges Album, das folglich \u201eThe Universe Is An Ocean\u201c hei\u00dft. Universum und Ozean: \u201eMacht\u2019s gut und danke f\u00fcr den Fisch\u201c, k\u00f6nnte man witzeln, und l\u00e4ge damit sogar genau richtig. Nicht zuf\u00e4llig, so betont der Multiinstrumentalist, dauert \u201eThe Universe Is An Ocean\u201c, der einzige Track auf \u201eThe Universe Is An Ocean\u201c, n\u00e4mlich exakt 42 Minuten. Entsprechend sind hier Kosmologie und andere naturwissenschaftliche Themen die Ausgangspunkte f\u00fcr S\u00f6ptei, dieses St\u00fcck Musik \u2013 nun: existieren zu lassen.<br><br>Improvisierter Metal ist dies, sagt S\u00f6ptei selbst, und zwar aus an- und abschwellenden Wellen aus Doom und Drones, Soundscapes, Ambient, unendlich gedehnten Riffs, die nur bedingt \u00fcberhaupt Rhythmen ergeben, und in die er Sounds aus anderen Quellen integriert, ebenso repetitiv und atmosph\u00e4risch, er selbst behauptet: psychedelisch, behalten wir das mal im Hinterkopf. Strukturbefreite Neut\u00f6ner wie Sunn O))) sind da sicherlich \u2013 naja, wenn nicht Inspirationsquelle, dann zumindest willkommener Kontext. Im Verlauf erzeugt S\u00f6ptei tempor\u00e4r sogar so etwas wie einen Klick, der gedehnt rhythmisch und leise die Soundscapes begleitet. Dann setzt er mal relativ klar verzerrte Gitarren melodisch ein, da lie\u00dfe sich mit dem Etikett Psychedelik durchaus anfreunden. Spacige pulsierende Ambient-Elektronik \u00fcbernimmt die Dunkelheit. Gitarre, Bass, Keyboards und die Stimme bedeinte er \u00fcbrigens komplett selbst.<br><br>Der Budapester Bal\u00e1zs S\u00f6ptei steckt au\u00dferdem hinter oder in Kajg\u016bn, Vanta, Irrational Beer Pong League, Mantis, Nimatech, Negat\u00edv P\u00f3lus, Xenophobe und Zulu, und ist zudem gern gesehener Gast bei Studioaufnahmen anderer D\u00fcstermetaler, etwa Dos Brujos. \u00dcber \u201eThe Universe Is An Ocean\u201c sagt er: \u201eDies ist eine Momentaufnahme meiner aktuellen Intuition \u00fcber das Leben, das Universum und den ganzen Rest.\u201c<br><br>Erh\u00e4ltlich auf <a href=\"https:\/\/noname666.bandcamp.com\/\">Bandcamp<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.10.2026) Neues und Altes vom Moskauer Label noname\/addicted! Diese Ausgabe beinhaltet: Sludge mit Remote, Rock\u2019n\u2019Roll-Stoner mit The Damn Ol\u2018 Bones, Jazz mit Slava Lobanov &amp; Peter Shalamov, progressiven Post Metal mit N. Tesla und Ambient-Doom-Drones mit The &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/spezial-addicted-noname-label-aus-moskau-teil-21\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,15],"tags":[],"class_list":["post-9643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album","category-besonderes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9643"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9643\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9649,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9643\/revisions\/9649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}