{"id":9627,"date":"2026-10-01T18:23:34","date_gmt":"2026-10-01T16:23:34","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9627"},"modified":"2026-10-01T18:23:34","modified_gmt":"2026-10-01T16:23:34","slug":"team-dresch-furthermore-jealous-butcher-records-candy-ass-records-chainsaw-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/team-dresch-furthermore-jealous-butcher-records-candy-ass-records-chainsaw-2026\/","title":{"rendered":"Team Dresch \u2013 Furthermore \u2013 Jealous Butcher Records\/Candy-Ass Records\/Chainsaw 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Team-Dresch-Furthermore.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Team-Dresch-Furthermore.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9628\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Guido D\u00f6rheide (01.10.2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Team Dresch habe ich zum ersten Mal 1996 anl\u00e4sslich ihres zweiten Albums \u201eCaptain My Captain\u201c in der Zeitung gelesen, und mir ob der euphorischen Rezension sofort, unverz\u00fcglich das Album gekauft, in einem der damals in Braunschweig vorhandenen Schallplattenfachgesch\u00e4fte, die alles, was neu und irgendwie hei\u00df war, vorr\u00e4tig hatten. Ich liebte das Album und legte mir auch noch das im Jahr zuvor erschienene Deb\u00fct-Album \u201ePersonal Best\u201c (minnichstens genauso gut wie \u201eCaptain\u201c, wenn nicht gar noch besser) zu sowie in den folgenden Jahren die beiden Soloalben der Team-Dresch-S\u00e4ngerin Kaia Wilson. Von TD selber gab es seitdem nichts Weiteres, da die Band nach \u201eCaptain\u201c f\u00fcr 30 Jahre verstummte. Da kann wohl nicht mal ein Wolfgang Koeppen gegenanstinken.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurzer Einschub noch: Im Jahr des Erscheinens von \u201eCaptain My Captain\u201c ver\u00f6ffentlichten Tocotronic auf dem Album \u201eWir kommen um uns zu beschweren\u201c den Song \u201eDie Sache mit der Team-Dresch-Platte\u201c, und ich war total begeistert, dass ich eine Band kannte und feierte, die auch Tocotronic kannten und feierten. Aaaaaber \u2013 aus heutiger Sicht stelle ich fest: A) Team Dresch spielen \u2013 so stellte der Tocotronic-Text damals fest \u2013 nicht f\u00fcr mich, dennoch kommt es mir so vor, und obwohl ich ein Mann bin, kann ich sie verstehen und B) meine Freundin findet sie nicht so toll, weil die Lieder vorwiegend in Moll geschrieben sind. DAS, meine Damen und Herren, ist Misogynie in Reinkultur, bzw. im Trainingsanzug: Selbstverst\u00e4ndlich kann der m\u00e4nnliche Rezipient Anfang 20 den lesbischen Ansatz von Team Dresch unmittelbar verinnerlichen und die tolle Musik dementsprechend abfeiern, w\u00e4hrend die Freundin nur anhand der verwendeten Tonart keinen Zugang findet. Super, Dirk, Jan und Arne! K\u00f6nntet ihr heute wohl zurecht so nicht mehr machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber zur\u00fcck zu heute: Wie klingen Team Dresch und was wollen Team Dresch? Zu Frage 1: Unglaublich! Team Dresch klingen heute noch haargenauso wie inmitten der 90er Jahre. Kaia Wilson und Jodi Bleyle wechseln sich mit ihren gut unterscheidbaren Stimmen beim Singen ab (ich bin immer noch ein wenig Team Kaia, aber Bleyles Gesang ist eigentlich ebenso wunderbar) und lassen die Gitarren krachen und klirren, Donna Dreschs Bass (fr\u00fcher war sie ebenfalls an der Gitarre zu h\u00f6ren) und Marc\u00e9o Martinez\u2019 sowie Melissa Yorks Schlagzeug treiben das Ganze voran, es ist zum Teil Punk und zum Teil Rock\u2019n\u2019Roll, auf jeden Fall wie gemacht f\u00fcr Fans von sagen wir mal Sleater-Kinney und Bikini Kill, die damals in den 90ern gemeinsam mit Team Dresch, L7, Babes In Toyland, den Breeders und vielen anderen mehr gezeigt haben, dass stromgitarrendominierte alternative Musik nicht nur von M\u00e4nnern in Strickpullovern oder Kim Gordon von Sonic Youth gemacht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf \u201eOne Song\u201c legen Team Dresch erstmal sch\u00f6n nostalgisch los: \u201eSome people say you only write one song, and that feels true, and I do it for you. The lonely young one that was me, who&#8217;s in me, and who may be in you.\u201c Wow! Das ist toll, und das spricht mein Anfang 20-j\u00e4hriges Ich, das sich damals die Team-Dresch-Platte bei Salzmann am Bohlweg kaufte, unglaublich an. \u201eWe got old and all this shit happened. And there was grief and we lost who we were. The wild young ones that were broken, who were open, who were f\u0435ral.\u201c So war es damals, es war genau so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFinally a Dyke Album for the whole Family\u201c schrieb Kaia Wilson seinerzeit auf die R\u00fcckseite ihres ersten Soloalbums, und ich wusste damals nicht, was Dykes und Fags (Team Dresch verwendeten damals bereits diese eigentlich als sehr vernichtende Schimpfw\u00f6rter intendierten Begriffe voller Stolz) und all das waren und las es dann nach und erweiterte meinen Horizont. \u201eGrowing Underground\u201c bringt auf den Punkt, was Team Dresch bereits vor 30 Jahren \u00fcber Dykes und Fags auf den Punkt brachten: \u201eOur love offends you, fuck you. Our bodies are a threat to you. It&#8217;s not a shock what the right right now, what the right right now will do.\u201c Genau. Im Kehrvers hei\u00dft es \u201eYou are terror. You&#8217;re the terrorists. You can&#8217;t erase us, we are stars, we&#8217;ve always been here.\u201c Ganz genau so ist es. Ich kann kaum in Worte fassen, wie begeistert ich bin, dass Team Dresch wieder da sind und dass sie sich noch genauso gut anh\u00f6ren wie vor 30 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (01.10.2026) Von Team Dresch habe ich zum ersten Mal 1996 anl\u00e4sslich ihres zweiten Albums \u201eCaptain My Captain\u201c in der Zeitung gelesen, und mir ob der euphorischen Rezension sofort, unverz\u00fcglich das Album gekauft, in einem der damals in &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/team-dresch-furthermore-jealous-butcher-records-candy-ass-records-chainsaw-2026\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-9627","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9627"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9627\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9629,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9627\/revisions\/9629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9627"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9627"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}