{"id":9562,"date":"2026-09-17T21:18:21","date_gmt":"2026-09-17T19:18:21","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9562"},"modified":"2026-09-17T21:18:21","modified_gmt":"2026-09-17T19:18:21","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-23\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien (23)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Chrisz Meier (17.09.2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke mal, da\u00df viele das gerne tun. Heute ist mal wieder Zeit, von meinen Forschungsergebnissen zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch w\u00e4hrend dieses miesen Sommers, im August, brauchte ich Abk\u00fchlung und schaute \u201e<strong>Dead<\/strong> <strong>O<\/strong><strong>f<\/strong> <strong>W<\/strong><strong>inter<\/strong>\u201c, der in genau dieser Jahreszeit spielt. E. Thompson ist hierin eine \u00e4ltere Frau, die die Asche ihres verstorbenen Mannes zu einem zugefrorenen See in Minnesota bringt, dorthin, wo die beiden als junges Paar sch\u00f6ne Zeiten erlebten. Dort angekommen, in der tiefsten Ein\u00f6de, merkt sie schnell, da\u00df sie nicht alleine ist, und entdeckt in einer abgelegenen H\u00fctte einen entf\u00fchrten Teenager. Sie beschlie\u00dft, der jungen Frau zu helfen, und mu\u00df sich nun notgedrungen mit dem Entf\u00fchrer-Paar (u.a. J. Greer mit Mut zur H\u00e4\u00dflichkeit) auseinandersetzen. Und siehe da, Thompson ist keine ehemalige Navy-Seal-Kampfmaschine oder Auftragskillerin, sondern eine ganz normale Frau mit ganz normalen F\u00e4higkeiten. Daraus zieht dieser kleine, aber feine Thriller seinen Reiz, denn wer von uns verf\u00fcgt schon \u00fcber Superkr\u00e4fte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entt\u00e4uscht war ich dagegen von \u201e<strong>No Other Choice<\/strong>\u201c, obwohl die Ausgangslage einen sch\u00f6nen, fiesen Film versprach: Der Angestellte einer Papierfabrik wird wegrationalisiert und mu\u00df, um den Lebensstil von sich und seiner Familie (Tennisstunden, Cellounterricht, zwei Hunde, Haus, Netflix-Abo etc.) zu bewahren, dringend einen neuen Job finden. Er sieht als einzige M\u00f6glichkeit nur, alle potentiellen Mitbewerber umzubringen, um nachher als einziger Kandidat dazustehen. Wie gesagt, das h\u00e4tte schwarzhumoriges Potential gehabt, nur leider wird da nichts draus. Der Film verzettelt sich ziemlich schnell bei zwei Nebencharakteren und schafft es auch sp\u00e4ter nicht, die Geschichte dieses verzweifelten Angestellten stringent und schl\u00fcssig zu erz\u00e4hlen. Am Ende steht ein unausbalancierter Mix aus Gesellschaftssatire, Drama und schwarzer Kom\u00f6die, bei dem keines der Elemente wirklich z\u00fcndet. Nur f\u00fcr ausgesprochene Fans koreanischer Produktionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr viel mehr angesprochen hat mich \u201e<strong>Der Magier im Kreml<\/strong>\u201c (2025). Die Titelfigur ist der Strippenzieher und Politiker Wadim Baranow (gespielt von P. Dano, den ich seit \u201eLittle Miss Sunshine\u201c ganz gerne sehe) und diese fiktive Figur hat den echten Wladislaw Surkow zur Vorlage, von 2013 bis 2020 Berater von W. Putin, gespielt von J. Law. In dieser Funktion war Baranow\/Surkow u.a verantwortlich f\u00fcr den Umbau staatlicher russischer Medien in Pro-Kreml-Propagandainstrumente. Um die Position seines Dienstherren zu st\u00fctzen, organisiert er merkw\u00fcrdige Koalitionen des ganz rechten mit dem ganz linken politischen Spektrum. Baranow ist eine interessante Pers\u00f6nlichkeit (\u201eschillernde Figur\u201c passt hier nicht so recht, es sei denn, grau kann auch schillern), die geschickt durch das Minenfeld, das russische Politik genannt wird, navigiert. Und man darf auch nicht vergessen, mit wem er es fast tagt\u00e4glich zu tun hat. W. Putin wird auch hier so dargestellt, wie er in westlichen Medien wahrgenommen wird: Kalt und unberechenbar. Alles in allem wirft \u201e<strong>Der Magier im Kreml<\/strong>\u201c ein interessantes Schlaglicht auf die j\u00fcngere russische Geschichte, ist aber sicherlich auch nicht frei von Propaganda. Aber wo, au\u00dfer bei <strong>Kraut<\/strong><strong>N<\/strong><strong>ick<\/strong>, haben wir das schon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zendaya und R. Pattinson scheinen z.Zt. ja beide einen ganz guten Lauf zu haben, sind hier und da in allen m\u00f6glichen Rollen zu sehen. In \u201e<strong>Das Drama<\/strong>\u201c spielen sie ein Paar, das beabsichtigt, in einer Woche zu heiraten. Davor feiern sie schonmal mit einem befreundeten Paar vor, trinken ordentlich Wein und erz\u00e4hlen sich dann das Schlimmste, was sie in ihrem bisherigen Leben angestellt haben (was mit Alkohol im Kopp immer eine richtig gute Idee ist). Als Zendaya in ihrer Rolle als Emma an der Reihe ist, sind die drei anderen hinterher schwerstens schockiert. (Halber Spoiler: Es geht um Mobbing an der Highschool und einen nichtausgef\u00fchrten Plan.) Pattinson als Ehemann in spe kommt ins Gr\u00fcbeln, ob es mit der Liebe zu Emma wirklich so weit her ist, wie er dachte. In der Folge kommt es zu Irritation, Entr\u00fcstung und Ratlosigkeit und gipfelt in einer megapeinlichen Hochzeit zum fremdsch\u00e4men. Was hier nach einer franz\u00f6sischen Kom\u00f6die klingt, ist tats\u00e4chlich ein ernstgemeintes Drama. Man kann es aber auch, mit etwas Lebenserfahrung zumindest, durchaus auch als schwarze Kom\u00f6die durchgehen lassen. \u201e<strong>Das<\/strong> <strong>Drama<\/strong>\u201c: Kann, mu\u00df aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J. Foster hat schon so einiges gespielt in ihrem Leben. In ihrem aktuellen Film \u201e<strong>Paris Murder Mystery<\/strong>\u201c (OT: Vie priv\u00e9e, F 2025) ist sie eine Psychiaterin in Paris, die davon \u00fcberzeugt ist, da\u00df eine ihrer Patientinnen ermordet wurde und nicht, wie deren Tochter behauptet, Selbstmord mit einer \u00dcberdosis der von Foster verschriebenen Pillen ver\u00fcbt hat. Im weiteren trifft Foster auf ihren entfremdeten Sohn und auf ihren Exmann (D. Auteuil). Bei letzterem f\u00e4ngt es wider erwarten wieder an zu funken und so verbringen die beiden mehr Zeit miteinander als in den Jahren davor. Das wiederum f\u00fchrt zu ein paar wenigen Miss-Marple-Momenten und ganz kurz zwinkern M. Rutherford und S. Davis vom Bildschirm, als die beiden Amateurdetektive versuchen, das R\u00e4tsel um die tote Patientin zu l\u00f6sen. Auch hier gilt: Ganz solide Kost, aber ganz bestimmt kein 4-Sterne-Menu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mal wieder einer aus der Rubrik \u201eWiedergesehen \u2013 gern gesehen\u201c. \u201e<strong>Hereditary<\/strong>\u201c gilt als einer der neueren Vertreter des Genres \u201eElevated Horror\u201c; Horror also, der versucht, es mal abseits der ausgetretenen Pfade zu versuchen. Als er 2018 erschien, war ich danach aber etwas entt\u00e4uscht. Jetzt wollte ich herausfinden, warum, also: zweiter Durchlauf. Und siehe da: \u201e<strong>Hereditary<\/strong>\u201c ist besser, als ich ihn in Erinnerung hatte. Der Film \u00fcber eine Familie, die nach dem Tod der Sippenmatriarchin beunruhigende, mysteri\u00f6se und tragische Ereignisse erlebt, ist tats\u00e4chlich ziemlich verst\u00f6rend. Im Fokus steht die Mutter, die, von T. Collette \u00fcberragend gespielt, mehr und mehr den Verstand verliert, sowie ihr Sohn, dessen Schicksal es ist, eine Rolle zu \u00fcbernehmen, die er nicht \u00fcbernehmen m\u00f6chte, und dar\u00fcber nicht weniger irre wird. Hier wird geschickt mit Schein und Sein gespielt. Ok, am Ende tr\u00e4gt der Film vielleicht etwas zu dick auf, aber Schwamm dr\u00fcber. Wer seinerzeit wie ich nicht viel mit dem Film anfangen konnte, sollte auf jeden Fall einen zweiten Blick wagen, denn das lohnt sich. \u201e<strong>Hereditary<\/strong>\u201c: Gruselig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider trifft das auf \u201e<strong>Lee Cronins The Mummy<\/strong>\u201c (2026) nicht so zu. Dabei f\u00e4ngt er vielversprechend an: Die kleine Tochter einer vierk\u00f6pfigen US-Familie wird in Kairo entf\u00fchrt. Die traumatisierte Familie kehrt in die Heimat zur\u00fcck und versucht, ihr Leben weiterzuf\u00fchren. Acht Jahre sp\u00e4ter erhalten sie die Nachricht, da\u00df ihre Tochter wieder aufgetaucht ist \u2013 im Inneren eines uralten Sarkophags und vor allem \u2013 lebendig! Bis hierhin ist alles noch recht spannend. Nur leider f\u00e4ngt der Film jetzt an, zu einem herk\u00f6mmlichen Body\/Creature-Horror zu werden. Das gipfelt dann in einigen abstrusen Szenen (mit Hexen) und in einem Ende, das einen kopfsch\u00fcttelnd zur\u00fcckl\u00e4\u00dft. Fazit: Nette Idee, leider verschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soviel f\u00fcr heute, in der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um jemand, der keinen Schmerz kennt. Und jetzt raus aus dem Internet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (17.09.2026) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Ich denke mal, da\u00df viele das gerne tun. Heute ist mal wieder Zeit, von meinen Forschungsergebnissen zu berichten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,34,20],"tags":[],"class_list":["post-9562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-film-dvd","category-hin-und-weggesehen","category-tv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9562"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9562\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9563,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9562\/revisions\/9563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}