{"id":9466,"date":"2026-08-14T15:45:19","date_gmt":"2026-08-14T13:45:19","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9466"},"modified":"2026-08-14T15:45:19","modified_gmt":"2026-08-14T13:45:19","slug":"drazek-fuscaldo-mirage-drazek-fuscaldo-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/drazek-fuscaldo-mirage-drazek-fuscaldo-2026\/","title":{"rendered":"Drazek Fuscaldo \u2013 Mirage \u2013 Drazek Fuscaldo 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Drazek-Fuscaldo-Mirage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"148\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Drazek-Fuscaldo-Mirage.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9467\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (14.08.2026)<br><br>Der vollst\u00e4ndige Projektname zu dieser Ver\u00f6ffentlichung aus Chicago lautet Drazek Fuscaldo feat. J\u00f6rg A. Schneider, Tatsu Aoki &amp; Thymme Jones, denn dieses j\u00fcngste Album \u201eMirage\u201c entstand so etwas in der Art wie zu f\u00fcnft. Zu h\u00f6ren gibt es die hypnotischste, entspannteste freie Jazzmusik, die man sich vorstellen kann. Nichts f\u00fcr das angesagte Kaffeehaus, sondern f\u00fcr den entspannten Genuss zu Hause. Mit unter anderem Trompeten, Piano, Gesang und einem gel\u00f6sten Schlagzeug \u2013 und alles davon ganz anders, als man glaubt, wenn man das so liest. Zum Schluss gibt\u2019s n\u00e4mlich sogar Grooves!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun ist J\u00f6rg A. Schneider daf\u00fcr bekannt, sein Schlagzeug intuitiv und mit deaktiviertem Bewusstsein zu spielen, und nun wei\u00df man auch, dass ihm dies angepasst an die unterschiedlichen musikalischen Biotope auch unterschiedlich ausgepr\u00e4gt gelingt, daher \u00fcberrascht es wenig, ihn hier sachdienlich still sein zu h\u00f6ren, erfreut indes umso mehr. Er ist von Anfang an pr\u00e4sent, doch ordnet er seine Intensit\u00e4t reduziert dem Gesamtsound unter, wenn er frei von Metronomen die Elemente seines Sets behutsam bearbeitet. Dieser Gesamtsound beinhaltet ferner eine gestopfte Trompete, die im Hall m\u00e4andert, ein frei tupfendes Piano und eine Stimme, die laut konkrete Texte in die Musik denkt. Was da noch im Hintergrund passiert an Samples und Loops, bereichert diese wundersch\u00f6ne umpuschelnde Atmosph\u00e4re noch. Es dauert mehr als die H\u00e4lfte des halbst\u00fcndigen Titeltracks, bis die Musizierenden mal kurz ausbrechen, etwas Lautst\u00e4rke generieren und dann doch schnell wieder zur\u00fcckfallen ins Kontemplative, nur dass dann noch eine unverzerrte Gitarre dazu W\u00e4rme absondert.<br><br>Ja, eine halbe Stunde dauert \u201eMirage\u201c, und was f\u00fcr andere bereits eine Albuml\u00e4nge w\u00e4re, ist hier nur der erste von f\u00fcnf Tracks. Die folgenden vier ergeben zusammen zus\u00e4tzlich knapp unter einer Dreiviertelstunde Musik, und diese schier unendliche Gesamtspielzeit ist auch der Grund, warum es das Album nicht in physisch geben kann \u2013 die Herstellung w\u00e4re zu teuer. Bedauerlich!<br><br>Den weiteren St\u00fccken liegt bei \u00e4hnlicher Versuchsanordnung \u2013 also asymmetrisch verteilt Trompete mit Hall, Gesang, Piano, Gitarre, Bass, Schlagzeug \u2013 auch jeweils eine ver\u00e4nderte Ausrichtung zugrunde. \u201eLife Force\u201c geht ungest\u00fcmer zur Sache, der Entspannungsfaktor tritt hier hinter ein dezentes R\u00fctteln zur\u00fcck. Dem aufm\u00fcpfigen \u201eWaltz\u201c liegt eine unerwartete Dunkelheit inne, versetzt mit etwas \u00fcbellauniger Aggressivit\u00e4t. F\u00fcr den \u201eDomino Effect\u201c kleidet sich Schneider pl\u00f6tzlich in ein Groovegewand und treibt das St\u00fcck kraftvoll und dynamisch vor sich her. Zu diesem St\u00fcck kann man tanzen! Der abschlie\u00dfende \u201ePulse\u201c ist keiner: Mit einer Trompetentapete beginnt das St\u00fcck, bricht abrupt ab und l\u00e4sst dann Schlagzeug und Bass energisch miteinander den Gospel grooven. Nach einer ganzen Weile treten Blasinstrumente mit zwei sich abwechselnden repetitiven T\u00f6nen hinzu, die allm\u00e4hlich warm zerfasern. Man m\u00f6chte gar nicht, dass das alles aufh\u00f6rt.<br><br>An diesen Aufnahmen beteiligt waren: Przemys\u0142aw K. Dr\u0105\u017cek mit Blasinstrumenten, Loops, E-Gitarre, Percussion, Tatsuyuki \u201eTatsu\u201c Aoki (\u9752\u6728 \u9054\u5e78) am E-Bass, Thymme Jones mit Trompete, Piano, Perscussion, J\u00f6rg A. Schneider am Schlagzeug sowie der zum Zeitpunkt der Sessions erkrankte Brent Fuscaldo weitgehend nachtr\u00e4glich mit Stimme, Gitarre, Bass.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (14.08.2026) Der vollst\u00e4ndige Projektname zu dieser Ver\u00f6ffentlichung aus Chicago lautet Drazek Fuscaldo feat. 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