{"id":9454,"date":"2026-08-12T22:17:19","date_gmt":"2026-08-12T20:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9454"},"modified":"2026-08-12T22:17:19","modified_gmt":"2026-08-12T20:17:19","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-22\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien (22)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Chrisz Meier (12.08.2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke mal, da\u00df viele das gerne tun. Es ist halt Eskapismus-Time, Baby. Dieser Sommer zwingt geradezu zum eskapieren in Schatten und Dunkelheit, und dann kann man halt auch bewegte Bilder anschauen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig kann man dabei was f\u00fcr seine musikalische Bildung tun, Abteilung \u201epopul\u00e4re Rockmusik in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts\u201c. In dieser Zeit, von etwa 1968 bis 1980, kommt man um einen Namen nicht herum. Wie einige wenige andere Bands der sp\u00e4ten 60er war diese Band sowohl stil- als auch genrepr\u00e4gend. Auch Rockmusiker, die lange nach der Aufl\u00f6sung dieser Band geboren wurden, berufen sich heute auf sie: Led Zeppelin. In der Dokumentation \u201e<strong>Becoming Led Zeppelin<\/strong>\u201c von 2025 wird gezeigt, wie es zur Bandgr\u00fcndung kam, woher die Gr\u00fcndungsmitglieder kamen und was sie vorher machten. Gl\u00fccklicherweise wird dies ausschlie\u00dflich von den drei noch lebenden J.P. Jones, J. Page und R. Plant selbst erz\u00e4hlt und auch der 1980 verstorbene J. Bonham kommt in einem wiederentdeckten Radiointerview zu Wort. Ausf\u00fchrlich wird der raketenhafte Aufstieg des Quartetts geschildert, der in dieser Form heutzutage wohl nicht mehr m\u00f6glich w\u00e4re. Ihr enormer Erfolg dauerte ein ganzes Jahrzehnt an, er endete abrupt mit dem Tod (durch Alkohol) ihres Schlagzeugers im Jahr 1980. Wie w\u00e4ren diese Dinosaurier des Rock wohl durch die 80er gekommen? Da\u00df nur die Bandmitglieder selbst zu Wort kommen, ist allerdings auch ein Schwachpunkt der Doku, schlie\u00dflich werden auf diese Weise kritische Stimmen von Au\u00dfenstehenden ausgespart. Erg\u00e4nzt werden die Interviews und Archivaufnahmen durch einige der bekanntesten Songs Led Zeppelins, die hier in ganzer L\u00e4nge gezeigt werden. F\u00fcr den Einsteiger sehr lehrreich, f\u00fcr den Kenner ein Blick in eine v\u00f6llig andere Zeit. Die-hard-Led-Zep-Fans werden in dieser Doku m\u00f6glicherweise nichts Neues entdecken k\u00f6nnen, f\u00fcr alle anderen ist \u201e<strong>Becoming Led Zeppelin<\/strong>\u201c ein guter Einstieg oder aber der Grund, mal wieder eine Platte dieser Wegweiser zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und damit zu den Spielfilmen dieser Ausgabe von \u201eHin- und weggesehen\u201c. In \u201e<strong>Speak <\/strong><strong>N<\/strong><strong>o Evil<\/strong>\u201c treten zwei Schauspieler auf, die ich immer wieder gerne sehe (J. McAvoy und S. McNairy) sowie M. Davis (M. wie Mackenzie, somit die dritte \u201eMc\u201c im Bunde), die mir in \u201e<strong>Terminator: Dark Fate<\/strong>\u201c \u00e4u\u00dferst positiv auffiel. In diesem doch sehr konventionellen und vorhersehbaren Thriller sind alle drei jedoch ziemlich austauschbar, leider. Ein Ehepaar mit Seitensprung-Problemen samt Kind trifft im Italienurlaub auf ein anderes Paar samt Kind und wird von diesem vereinnahmt: Einladung ins Haus des zweiten Paares, ein Wochenende zusammen verbringen usw. Dabei ist (dem Zuschauer) von vornherein glasklar, da\u00df man mit dem Mann des zweiten Paares (McAvoy) keine zw\u00f6lf Minuten verbringen m\u00f6chte: Zu laut, zu ordin\u00e4r, zu unangenehm. Und so nimmt das Psychodrama seinen Lauf und den Eingeladenen wird klar, da\u00df sie aus diesem Haus wohl nicht mehr herauskommen, jedenfalls nicht heil. Leider kenne ich nicht das d\u00e4nische Original von 2022, auf dem dieses Remake basiert, und wei\u00df nicht, was besser ist. Darum lautet mein Fazit noch einmal: Dieser Thriller ist konventionell und vorhersehbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorhersehbar ist auch das Verhalten eines ganz, ganz anderen Kollegen. In \u201e<strong>Stromberg \u2013 wieder alles wie immer<\/strong>\u201c gibt es ein wiedersehen mit Bernd S., den man auf gar keinen Fall als Vorgesetzten haben m\u00f6chte\/gehabt haben wollte. Und das gilt heute immer noch, 16 Jahre nach der letzten Folge der f\u00fcnften Staffel der TV-Serie. Die Rahmenhandlung ist relativ geschickt gestrickt: Alle Protagonisten von damals, aus dem B\u00fcro der \u201eCapitol\u201c, treffen im Fernsehstudio aufeinander, um das Jubil\u00e4um der damaligen Dokumentation (\u201e<strong>Stromberg<\/strong>\u201c war immer eine Mockumentary) zu begehen. Und weil Menschen nunmal gr\u00f6\u00dftenteils so bleiben, wie sie immer waren, brechen wieder die alten Konflikte auf, meistens verursacht durch den ehemaligen Chef. Das ist nicht unlustig und bestimmt nicht \u201eschlecht gealtert\u201c, wie von einigen Kritiken behauptet. Wer die Serie damals mochte, sollte auf jeden Fall mal schauen, was aus den Leuten, auch aus einigen Nebencharakteren, geworden ist. Und, wie die Titelfigur versucht, den heutigen Fettn\u00e4pfchen der cancel culture auszuweichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und noch einer aus der Rubrik \u201eWieder gesehen \u2013 gern gesehen\u201c: \u201e<strong>Interstellar<\/strong>\u201c von 2014. Dieser C. Nolan. Er kann es nicht lassen, immer wieder mit der Zeit herumzuspielen in seinen Filmen. In diesem mu\u00df ein Forscherteam durch ein Wurmloch im Weltraum, um neue Welten f\u00fcr die Menschheit zu entdecken, denn die alte ist zugrunde gerichtet. Dabei kommt es in seinem Raumschiff einem schwarzen Loch ziemlich nahe. Und was dieses Naturph\u00e4nomen mit Zeit und Raum anstellt, sprengt schon in jeder herk\u00f6mmlichen TV-Doku erst mein Vorstellungsverm\u00f6gen, dann mein Gehirn. Nolan schafft es, unter diesen Voraussetzungen eine stringente Geschichte zu erz\u00e4hlen und zu bebildern und dann auch noch, gegen Ende einen der abgedrehtesten Twists der SciFi-Geschichte glaubw\u00fcrdig darzustellen. Ich hoffe, dieser Mann lebt noch lange gesund.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soviel f\u00fcr heute, in der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um die sch\u00f6nste Jahreszeit: Winter. Und jetzt raus aus dem Internet!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (12.08.2026) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Ich denke mal, da\u00df viele das gerne tun. Es ist halt Eskapismus-Time, Baby. 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