{"id":9424,"date":"2026-08-05T20:39:53","date_gmt":"2026-08-05T18:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9424"},"modified":"2026-08-05T20:39:53","modified_gmt":"2026-08-05T18:39:53","slug":"primus-a-handful-of-nuggs-prawnsong-ato-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/primus-a-handful-of-nuggs-prawnsong-ato-records-2026\/","title":{"rendered":"Primus \u2013 A Handful Of Nuggs \u2013 Prawnsong\/ATO Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Primus-A-Handful-Of-Nuggs.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Primus-A-Handful-Of-Nuggs.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9425\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (05.08.2026)<br><br>Was vom Thrash Metal \u00fcbrig blieb: Primus aus der Bay Area b\u00fcndeln zwei neue Sogs und die beiden St\u00fccke der 7\u201c \u201eLittle Lord Fentanyl\u201c auf einer goldenen 12\u201c und nennen das treffend \u201eA Handful Of Nuggs\u201c. Der frickelig-zackige Funk Metal der Anfangstage ist l\u00e4ngst wuchtiger und dunkler geworden, ohne an Spielfreude einzub\u00fc\u00dfen. Enthalten sind hier \u00fcberdies: \u201eHoly Diver\u201c und Maynard James Keenan.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mischung aus Bass-Sound, Gitarrenexperiment und Rhythmus, das Frickelig-Zackige, in \u201eThe Ol\u2018 Grizz\u201c deutet deutlich auf das hin, was man von Primus kennt, seit den Achtzigern, doch der Track selbst, abseits von Intro und Interlude, rockt fetter und dunkler als fr\u00fcher, als die Musik noch Funk Metal genannt wurde, eher so wie auf \u201eAntipop\u201c, mit verspielten Einsch\u00fcben. Der Spielwitz von Primus hat sich \u00fcber die Jahrzehnte ver\u00e4ndert, ist mithin erwachsener geworden, und das steht der Band ausgezeichnet. Ganz absurd ist dann vermeintlich der Schwenk zum klassischen Heavy Metal, mit der Coverversion von \u201eHoly Diver\u201c von R.J. Dio und dessen gleichnamiger Kapelle. Okay, ganz abseitig auch wieder nicht, schlie\u00dflich wurzeln Primus im Thrash Metal, Besitzer des Albums \u201eThe Sane Asylum\u201c von Blind Illusion wissen das, da sind Bassist und S\u00e4nger Les Claypool sowie der vormalige Possessed-Gitarrist Larry \u201eLer\u201c LaLonde schlie\u00dflich mit drauf. Der \u00dcbergang zum Primus-Deb\u00fct \u201eSuck On This\u201c innerhalb nur eines Jahres, von 1988 zu 1989, k\u00f6nnte abrupter kaum sein. Den Gesang hier nun borgen sich Primus von Mike Geier unter dessen Clown-Alias Puddles Pity Party aus, damit die Stimme sich dem Song anpasst.<br><br>Ebenfalls Gesang borgen sich Primus f\u00fcr die B-Seite aus, die bereits eine komplette 7\u201c darstellte, die zu erwerben dem Konto ungef\u00e4hr so viel entriss wie ein ganzes Album: \u201eLittle Lord Fentanyl\u201c ist eine Zusammenarbeit mit Maynard James Keenan als Puscifer. Dessen Anteil verschwindet hier komplett im typischen modernen Primus-Sound, analog zu \u201eThe Ol\u2018 Grizz\u201c. Der zweite Track ist eine Live-Version des frickeligen Offbeat-St\u00fccks \u201eDuchess (And The Proverbial Mind Spread)\u201c vom \u201eBrown Album\u201c, dem mit Verlaub schlechtesten Primus-Album vor dem Split. R\u00fcckblickend muss man nat\u00fcrlich festhalten, dass auch das schlechteste Primus-Album immer noch sehr gut ist. Das Comeback-Album \u201eGreen Naugahyde\u201c war eher nur so mittel, das j\u00fcngste, auch schon neun Jahre alte \u201eThe Desaturating Seven\u201c ist ungleich besser, weil es die alten Primus modern in den Prog schiebt, quasi analog zu Claypools Arbeiten mit der Frog Brigade und dem Beatles-Delirium.<br><br>Nachdem Tim \u201eHerb\u201c Alexander 2024 den Schlagzeugschemel ganz unerwartet und wortlos zum dritten Male r\u00e4umte, fanden LaLonde und Claypool via Casting mit John Hoffmann einen versierten Ersatz. Was die drei hier gemeinsam generieren, ist die hohe Kunst des von Genregrenzen befreiten Musizierens: Alles, was man auflisten k\u00f6nnte, w\u00e4ren nur Hilfsbezeichnungen, da Primus schon immer und immer noch in komplett eigenen Sph\u00e4ren arbeiten. Es lohnt sich zudem, innerhalb der gro\u00dfartigen Songs auf die Details zu achten, nicht nur beim herausragenden Bassspiel, das wei\u00df man, aber oft wird vergessen, welch bezaubernd kompromisslose Sounds auf der Gitarre entstehen. Hoffmann bekommt die kleinteilige Drumarbeit seiner Vorg\u00e4nger ebenfalls anh\u00f6rlich hin. Dazu nat\u00fcrlich die unkonventionellen Songstrukturen.<br><br>Passend zur aktuellen Tour, die den Titel \u201eClaypool Gold\u201c tr\u00e4gt, ist das Vinyl mit diesen vier Nuggets in jener Farbe gehalten. Leider unbezahlbar ist \u00fcbrigens die \u201eSessanta\u201c-Vierfach-LP, die auf einer der vorherigen Touren mit Puscifer und A Perfect Circle entstand; daher r\u00fchrt also der kleine Fentanyl-Adelige. Mit ihren j\u00fcngsten Arbeiten widerlegen Primus gl\u00fccklicherweise, dass Reunions von Indie-Bands vornehmlich zu Mist f\u00fchren. Abgesehen von der Tour k\u00fcndigen Primus au\u00dferdem an, dass es bald ein zehntes Studioalbum geben soll (das Deb\u00fct war ja ein Live-Album).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.08.2026) Was vom Thrash Metal \u00fcbrig blieb: Primus aus der Bay Area b\u00fcndeln zwei neue Sogs und die beiden St\u00fccke der 7\u201c \u201eLittle Lord Fentanyl\u201c auf einer goldenen 12\u201c und nennen das treffend \u201eA Handful Of Nuggs\u201c. &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/primus-a-handful-of-nuggs-prawnsong-ato-records-2026\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9,16],"tags":[],"class_list":["post-9424","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-9","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9424"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9424\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9426,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9424\/revisions\/9426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}