{"id":9420,"date":"2026-08-04T21:52:19","date_gmt":"2026-08-04T19:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9420"},"modified":"2026-08-04T21:52:19","modified_gmt":"2026-08-04T19:52:19","slug":"converge-hum-of-hurt-epitaph-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/converge-hum-of-hurt-epitaph-2026\/","title":{"rendered":"Converge \u2013 Hum Of Hurt \u2013 Epitaph 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Converge-Hum-Of-Hurt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Converge-Hum-Of-Hurt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9421\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Guido D\u00f6rheide (03.08.2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder auch: Was Guido sonst noch geh\u00f6rt hat\u2026 im Juni 2026 \u2013 Korrektur und Erg\u00e4nzung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum wieder da aus dem Urlaub und schon wieder durch den Wind: In meinem j\u00fcngsten Artikel \u00fcber den Juni 2026 tauchte eigentlich noch Converge in der Unter\u00fcberschrift auf, nur war von denen dann im Artikel keine Rede mehr, weshalb der Herausgeber den Bandnamen auch aus der Unter\u00fcberschrift entfernt hat. Da ich nicht ich w\u00e4re, wenn ich mir diesen Lapsus selber durchgehen lie\u00dfe, mache ich hiermit auf diesen aufmerksam und liefere die Rezension zu \u201eHum Of Hurt\u201c, der zweiten Converge-Ver\u00f6ffentlichung in diesem Jahr, nach, ebenso wie einen selbstkritischen Beitrag zu meinen vorherigen Aussagen \u00fcber die \u201eComplete B Sides Remastered\u201c von den Pixies.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beginnen wir mit den Letztgenannten: Ich verstieg mich zu der Behauptung, dass Kracher wie \u201eWhere Is My Mind\u201c und \u201eHere Comes Your Man\u201c auf der Kompilationsschallplatte fehlten, ohne zu recherchieren, ob es sich dabei \u00fcberhaupt um Single-B-Seiten handelte. Weil n\u00e4mlich wenn nicht, dann h\u00e4tten die Songs auch mit Fug und Recht nichts auf dem Album zu suchen. Meine Recherche ergab, dass \u201eWhere Is My Mind\u201c wohl weder jemals eine Single noch eine Single-B-Seite gewesen war. Lob und Anerkennung, dass es der Song trotzdem zum beliebtesten Pixies-St\u00fcck aller Zeiten gebracht hat. Und \u201eHere Comes Your Man\u201c war eine A-Seite, klar. Ich verwerfe also meine Verschw\u00f6rungstheorie, dass Black Francis mit der Songauswahl, also mit dem Verzicht auf \u201eWhere Is My Mind\u201c, seiner verhassten Ex-Bandkollegin Kim Deal noch einen reinw\u00fcrgen wollte. Ich vermute vielmehr, dass BF auch bei der Auswahl der Songs zu diesem Album weder beim ersten Release 2021 noch heuer seine Finger im Spiel gehabt hatte. Sorry!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun aber zum neuen Album von Converge: Erst im Februar hatte die Band mit \u201eLove Is Not Enough\u201c grandios vorgelegt (nachzulesen in meinem Februar-R\u00fcckblick), nun legen sie im Juni nach mit \u201eHum Of Hurt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend \u201eLove Is Not Enough\u201c damals, also seinerzeit, also vor nicht mal einem halben Jahr, gro\u00dfartig mit dem supermelodischen und dennoch harten und au\u00dferdem sehr abwechslungsreichen Titelsong begann (jahaa \u2013 was dem Navi seine Zielstra\u00dfe, ist dem mp3-Player sein Titelsong, bei beiden ist es egal, wie sie hei\u00dfen), startet \u201eHum Of Hurt\u201c um Einiges sperriger mit \u201eSlip The Noose\u201c. Alle Instrumente und der Gesang vermischen sich zu einem Brei, der aber, wenn man sich geringf\u00fcgig l\u00e4nger als in den Vorg\u00e4nger reinh\u00f6rt, echt lecker schmeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit knapp \u00fcber 33 Minuten ist das neue Album l\u00e4nger als das alte, aber nur um knapp zwei Minuten. Die Cover-Artworks sind beide gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf \u201eDoom In Bloom\u201c setzt sich die Nichtwertsch\u00e4tzung melodischer Elemente eindrucksvoll fort, daf\u00fcr wird hier mehr auf ballernde Rhythmik gesetzt, also weniger Brei, aber auch nicht weniger hart und nicht weniger sperrig. Mir taugt das, und die geringe Eing\u00e4ngigkeit f\u00fchrt auch dazu, dass man sich das Album so oft anh\u00f6ren kann, wie man will, ohne dass es langweilig wird oder man sich irgendwelche Melodien \u00fcberh\u00f6rt. Jacob Bannons Gesang ist wieder einmal mehr \u00fcber jeden Zweifel erhaben \u2013 die Alben von Converge werden immer mit allen m\u00f6glichen Etiketten von Metalcore \u00fcber Mathcore und sonst irgendwas bis hin zu Post Hardcore versehen \u2013, dank Bannons Arbeit finde ich hier alles, was mit \u201eHardcore\u201c (und ja, damit meine ich Hardcore und nicht Metal- oder sonst irgendeinen Core) zu tun hat, die zutreffendste Kategorisierung. \u00dcberhaupt lebt die Musik von Converge nicht von irgendwelchen Breaks oder dem Wechsel zwischen hasserf\u00fclltem Gekeife und s\u00fc\u00dflichem Stadionrockgecroone, sondern geht eigentlich streng nach vorne, mit viel Noise und Aggression mittendrin. \u201eDetonator\u201c ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel: Bannon keift sich die Seele aus dem Leib, nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt vom Gitarristen Kurt Ballou und vom Bassisten Nate Newton. Und Schlagzeuger Ben Koller liefert das unglaubliche Geh\u00e4mmer dazu, das die Songs in die richtige Richtung treibt, n\u00e4mlich nach vorne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres meiner Lieblingsst\u00fccke ist \u201eI Won\u2019t Let You Go\u201c, denn es h\u00f6rt sich an, als h\u00e4tten sich Sonic Youth auf einmal einfallen lassen, sehr harten Metal zu spielen. Auf \u201eIt\u2019s Not Up To Us\u201c schafft es das Schlagzeug, so einen tollen Vorw\u00e4rtsdrang in den von Melodie v\u00f6llig ungetr\u00fcbten Song hineinzubringen, der zusammen mit dem in der zweiten Songh\u00e4lfte in den Vordergrund tretenden Bass f\u00fcr einen Groove sorgt, und das an einer Stelle, wo ich sowas wie einen Groove zuallerletzt vermutet h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit \u201eDream Debris\u201c folgt danach das mit 6 Minuten mit Abstand l\u00e4ngste St\u00fcck des Albums und das, liebe Lesenden, h\u00f6ren Sie sich bitte gerne mal im Schallplattengesch\u00e4ft Ihres Vertrauens auf dem Kopfh\u00f6rer an: Ein hallerf\u00fclltes Schlagzeugintro wird von einer verzerrten Bassgitarre abgel\u00f6st \u2013 \u201eIn-a-Gadda-da-Vida\u201c trifft \u201eAce \u00d6f Spades\u201c, meine Damen und Herren \u2013 und dann f\u00e4ngt irgendwann Jacob Bannon an zu \u2013 ja, zu was eigentlich? Zu murmeln trifft es am besten \u2013 hier wird eine Stimmung erzeugt, die ich so trotz aller Gro\u00dfartigkeit auf \u201eLove Is Not Enough\u201c nicht wahrgenommen habe und damit ist \u201eHum Of Hurt\u201c f\u00fcr mich das bessere der zwei aktuellen Converge-Alben (also nicht nur wegen des geringf\u00fcgig besseren Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnisses ob der l\u00e4ngeren Spielzeit). \u201eDream Debris\u201c ist einer der Songs, die ich mir gut und gerne zehnmal in Folge anh\u00f6ren kann, ohne dass er a) langweilt oder b) nervt. Und Jacob Bannon stellt hier wieder einmal mehr unter Beweis, dass er es mit dem unvergleichlichen Mike Williams durchaus nahezu aufnehmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIt Used To Matter\u201c startet mit einer beinahe Amricana-m\u00e4\u00dfigen Slidegitarre \u2013 ich bin echt baff, was Converge hier gegen Ende des Albums noch an Ungewohntheiten aus dem \u00c4rmel zaubern, und o haue ha \u2013 es bleibt so. Ein unaufgeregtes Instrumental, das komplett richtig am Platz ist und den H\u00f6renden Raum zum Durchschnaufen bereith\u00e4lt, bevor es mit dem Titelst\u00fcck \u201eHum Of Hurt\u201c, das so hei\u00dft wie das Album und nach dem dieses benannt ist, nochmal in \u00fcberraschender Weise auf die Zw\u00f6lf gibt: Bass und Schlagzeug leiten d\u00fcster und l\u00e4rmend ein, dann f\u00e4ngt Bannon an, zu klagen, dann zu br\u00fcllen, und Bass und Schlagzeug fangen ihn dabei sanft auf. Die Gitarre merkt man kaum, sie ist aber da, und sie ist unverzichtbar, was sich zur H\u00e4lfte des Songs zeigt: Ein sch\u00f6nes Riff umspielt das h\u00e4mmernde Getrommel, dann wieder Bannon am die Silben in die L\u00e4nge am Ziehen (ein S\u00e4nger, der nie nervt. Der wei\u00df gar nicht, wie das geht, denke ich. Alles, was der macht, passt immer hundertprozentig zur dargebotenen Musik, vielleicht daher mein Vergleich mit Mike Wiliams von Eyehategod).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das letzte St\u00fcck, \u201eNothing Is Over\u201c beginnt mit einem langsamen Schlagzeug, einem keifendem Jacob Bannon, einem kratzig-doomigen Gitarrenriff, und alles ist gewaltig. F\u00fcr H\u00e4rte braucht man keine Geschwindigkeit, der Stimmung ist ein langsames Tempo ja auch oft mal sehr dienlich \u2013 so zum Beispiel hier. Ich erg\u00f6tze mich an Bannons Geschrei und dem ganzen Rest, genie\u00dfe das ruhig-gruselige Zwischenspiel nach knapp dreieinhalb Minuten und freue mich, wenn dann wieder das rohe Getrommel und Gebell einsetzt. Dass dieses Album mit wirklich sehr gutem und superaltmodischem Doom mit 1A-Sludgegesang aufh\u00f6rt, h\u00e4tte ich beim H\u00f6ren der ersten Songs nicht erwartet. Umso mehr begeistert es mich. 2026 ist ein gutes Jahr f\u00fcr Converge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (03.08.2026) Oder auch: Was Guido sonst noch geh\u00f6rt hat\u2026 im Juni 2026 \u2013 Korrektur und Erg\u00e4nzung Kaum wieder da aus dem Urlaub und schon wieder durch den Wind: In meinem j\u00fcngsten Artikel \u00fcber den Juni 2026 tauchte &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/converge-hum-of-hurt-epitaph-2026\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-9420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9420"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9422,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9420\/revisions\/9422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}