{"id":942,"date":"2014-08-10T23:45:47","date_gmt":"2014-08-10T21:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=942"},"modified":"2014-08-10T23:45:47","modified_gmt":"2014-08-10T21:45:47","slug":"manic-street-preachers-futurology-smi-colsony-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/manic-street-preachers-futurology-smi-colsony-2014\/","title":{"rendered":"Manic Street Preachers \u2013 Futurology \u2013 Smi Col\/Sony 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-943\" title=\"Manic Street Preachers - Futurology\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Manic-Street-Preachers-Futurology.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-944\" title=\"Manic Street Preachers - Futurology Deluxe\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Manic-Street-Preachers-Futurology-Deluxe.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"147\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (10.08.2014)<\/p>\n<p>Es gibt nicht viele Bands, die ihre Spektakularit\u00e4t nicht halten k\u00f6nnen, aber trotzdem interessant bleiben. Die Manic Street Preachers machen seit dem Jahrtausendwechsel Musik, die niemanden mehr so recht interessiert, die auch niemanden mehr so recht aufr\u00fcttelt, die aber diejenigen zufriedenstellt, die der Band trotzdem folgen. \u201eFuturology\u201c, das Schwesteralbum zu \u201eRewind The Film\u201c aus dem Vorjahr, ist rockiger als jenes ausgelegt, und es ist sicherlich auch so aufgestellt, knallt aber lange nicht so wie etwa die von jugendlicher Kraft getriebenen \u201eGold Against The Soul\u201c oder \u201eThe Holy Bible\u201c aus den fr\u00fchen 90ern. Und dennoch, man freut sich, wie sehr die neuen Songs ins Ohr gehen und wie gerne sie sich ins Ged\u00e4chtnis einnisten. Gut gemacht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Man h\u00f6rt James Dean Bradfield an, dass er etwas zu sagen hat, dass er nachdr\u00fccklich etwas an den H\u00f6rer bringen will. Seine Gitarre indes hat seit \u201eThe Masses Against The Classes\u201c (2000) nicht mehr so brutal ges\u00e4gt wie bei ebenjenem Song, so auch hier nicht. Der Gitarrensound also unterscheidet sich hier nicht so sehr von \u201eRewind The Film\u201c, wenn auch die Songs als h\u00e4rter komponiert sind. Die H\u00e4rte kommt eher aus der Nachdr\u00fccklichkeit; ansonsten erinnert sie eher an die softe H\u00e4rte vermeintlicher Rockbands wie Toto oder Fleetwood Mac. Nicht die Songs, die sind geiler als bei Toto, eindeutig!<\/p>\n<p>Man wundert sich eben, wie catchy die St\u00fccke dann doch sind. \u201eLet&#8217;s Go To War\u201c, das skandiert man gerne mit. In \u201eEuropa geht durch mich\u201c, das Nina Hoss \u00fcberraschenderweise singt, f\u00e4llt man gerne ein. Die Mancis erz\u00e4hlen von der Indie-Disco, in der sie aber sicherlich nie gespielt werden und in die sie auch gottlob nicht geh\u00f6ren \u2013 sie sind nicht angepasst genug, sie bleiben doch zu sehr sie selbst und damit f\u00fcr heutige Jugendliche zu uncool. Dabei experimentieren die Manic Street Preachers auch mal mit Elektro-Dance-Sounds, verlassen aber ihre Welt dabei freundlicherweise nicht. Und trotz gelegentlicher \u201eAh\u201c-Ch\u00f6re erreichen sie am anderen Ende der Skala auch nicht mehr die Hymnenhaftigkeit der \u201eIf You Tolerate This\u201c-Tage, kurz nachdem ihr Gitarrist Richey Edwards verschwunden war. Das macht die Wiedererkennbaren Songs des neuen Albums dann wiederum nachhaltiger, weil man sie sich nicht so stark \u00fcberh\u00f6rt wie das Hit-Album von 1998. Das nat\u00fcrlich trotzdem gut war.<\/p>\n<p>Seit sieben Jahren und damit nun zum sechsten Mal (inklusive der j\u00fcngsten Best-Of) ver\u00f6ffentlichen die Manics ihr Album auch als Buch mit einer Bonus-CD mit dem ganzen Album als Demo-Version, dieses Mal zus\u00e4tzlich dreier Bonus-Tracks. Die Demos wirken karger als die ausformulierten Versionen, aber sie sind mindestens interessant. Als fertiges Album w\u00e4ren sie lediglich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, als Bonus sind sie bereichernd. Und es ist s\u00fc\u00df, wie Bradfield im Demo Hoss&#8216; Part \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Auch nach \u00fcber 25 Jahren entt\u00e4uschen die Manic Street Preachers also nicht. Jedenfalls nicht, wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen, dass man es mit einer politisch unterst\u00fctzenswert ausgerichteten, aber musikalisch gebremsten Band zu tun hat, die wie man selbst in die Jahre gekommen ist. Sie werden nie so gro\u00df sein wie U2, die trotz ihres Mega-Erfolges noch mit Experimenten \u00fcberraschen, und nie so integer wie New Model Army, die \u00e4hnliche Botschaften mit mehr Wagnis und mehr Seele transportieren. Aber das macht nichts. So finden die Mancis wenigstens ihre eigene Nische. Da sind sie eigenst\u00e4ndig genug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (10.08.2014) Es gibt nicht viele Bands, die ihre Spektakularit\u00e4t nicht halten k\u00f6nnen, aber trotzdem interessant bleiben. 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