{"id":9400,"date":"2026-07-29T22:42:43","date_gmt":"2026-07-29T20:42:43","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9400"},"modified":"2026-07-29T22:42:43","modified_gmt":"2026-07-29T20:42:43","slug":"denever-iii-hivogat-a-ver-pest-records-metal-oer-die-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/denever-iii-hivogat-a-ver-pest-records-metal-oer-die-records-2026\/","title":{"rendered":"Denev\u00e9r \u2013 III. H\u00edvogat a v\u00e9r \u2013 Pest Records\/Metal \u00d6r Die Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Denever-III.-Hivogat-a-ver.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Denever-III.-Hivogat-a-ver.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9401\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (29.07.2026)<br><br>Einen Blick \u00fcber die Grenze ins Nachbarland wirft der Ungar Tibor Terebesi aus \u00d3zd, und zwar nach Transsilvanien in Rum\u00e4nien. Sein Solo-Black-Metal-Projekt nennt er Denev\u00e9r, was auf Ungarisch Fledermaus hei\u00dft und schon grob ahnen l\u00e4sst, worum es auf seinem dritten Album \u201eIII. H\u00edvogat a v\u00e9r\u201c geht: \u201eDer Ruf des Blutes\u201c steht im Mittelpunkt, und zwar der, dem ein gewisser Vampir folgt. Terebesi setzt auf Old-School-Black-Metal, er kn\u00fcppelt also lieber, als dass er Atmosph\u00e4ren schafft, und baut gelegentliche klassische Interludien und andere Fingerfertigkeiten ein.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Dark Ambient als \u201eIntro\u201c beginnt der Blutrausch, mit verfremdeter Marschmusik als \u201eOutro\u201c endet er. Dazwischen fliegt der Kn\u00fcppel aus dem Sack, Terebesi beweist seine Flitzefingerfertigkeit auf der E-Gitarre, dazu keift und rotzt er, w\u00e4hrend sein Black Metal alter Schule bollert, l\u00e4rmt, pr\u00fcgelt. Ins brutale Brettern baut er Br\u00fcche ein, damit die Tracks Struktur bekommen, und l\u00e4sst damit ahnen, dass er mehr kann als nur auf die Zw\u00f6lf kloppen. Atmosph\u00e4ren indes, sch\u00f6ne Fl\u00e4chen oder so etwas, wie es seit einigen Jahren im Post Black Metal \u00fcblich ist, unterl\u00e4sst der Mann hier, auch wenn er mal eine Synthiefl\u00e4che unter seine Bolzen schiebt.<br><br>Stattdessen integriert er eben andere Elemente in sein Album. Das \u201eIntro Vlad Tepes\u201c etwa besteht aus Klaviermusik, die beinahe nach Spinett klingt. Nebenbei l\u00e4sst der Titel \u2013 es folgt nat\u00fcrlich noch das St\u00fcck \u201eVlad Tepes\u201c, eigentlich Vlad \u0162epe\u015f, der Pf\u00e4hler \u2013 auch Menschen, die kein Ungarisch sprechen, wissen, worum es auf \u201eIII. H\u00edvogat a v\u00e9r\u201c geht, n\u00e4mlich eben den Blutgrafen der rum\u00e4nischen Mythologie, auf der die Geschichten rund um Dracula basieren. Die n\u00e4chste musikalische Besonderheit schl\u00e4gt sich ebenfalls im Titel nieder: \u201eV\u00e1mp\u00edr az orgon\u00e1n\u00e1l\u201c ist genau das: \u201eVampire an der Orgel\u201c.<br><br>Einen cineastischen Bombast-Einstieg g\u00f6nnt sich Terebesi f\u00fcr \u201eAz \u00f6reg temet\u0151\u201c, \u201eDer alte Friedhof\u201c. Der Song enth\u00e4lt zudem ein Zwischenspiel mit Orgel und d\u00fcsterer Musik, was an den Gothic Metal in \u201eVampiria\u201c von Moonspell erinnert, was ein Zufall. Bei \u201eMagyar v\u00e9r rapsz\u00f3dia\u201c, \u201eUngarische Blutrhapsodie\u201c, handelt es sich um ein Klavierinterludium. \u201eUmbrae Aeterna (feat. Malevolus)\u201c, \u201eEwige Schatten\u201c, beginnt mit einem maltr\u00e4tierten Klavier \u00e0 la Ernst Horn, das St\u00fcck birgt zudem die meisten merkw\u00fcrdigen Br\u00fcche und hat den gr\u00f6\u00dften Gruselfaktor. Mit \u201eVampire Lord\u201c covert er sich selbst, also eine seiner Hauptbands, n\u00e4mlich Frost, die \u00fcbel klischeehaften BM spielen, inklusive Corpsepaint und Belzespuk. Mit \u201eDamned Grave\u201c folgt ein Tormentor-Cover, auch diese ungarische Band mit Heldenstatus coverte er bereits mit Frost, und dieses St\u00fcck findet sich im Original auf dem 1987er Tape \u201eThe Seventh Day Of Doom\u201c und f\u00e4llt in der Fledermaus-Version sogar beinahe ungewohnt warm aus.<br><br>Sein drittes Album nennt Terebesi also \u201eDer Ruf des Blutes\u201c, und dem folgt er seit 2020 unter dem Solo-Namen Denev\u00e9r. 2022 erschien das Deb\u00fct \u201eV\u00e1mp\u00edr\u201c, dessen Titel keine Fragen offen l\u00e4sst, und 2023 folgte \u201eA v\u00e9riv\u00f3k kr\u00f3nik\u00e1i\u201c, \u201eChroniken der Bluttrinker\u201c. Vampirismus ist als Thema ja beinahe harmlos, wenn auch klischeehaft, und so sind auch weite Teile der Musik. Die genannten Zwischent\u00f6ne heben Denev\u00e9r dennoch aus dem Mittelma\u00df heraus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (29.07.2026) Einen Blick \u00fcber die Grenze ins Nachbarland wirft der Ungar Tibor Terebesi aus \u00d3zd, und zwar nach Transsilvanien in Rum\u00e4nien. 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