{"id":9332,"date":"2026-07-09T22:42:27","date_gmt":"2026-07-09T20:42:27","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9332"},"modified":"2026-07-09T22:42:27","modified_gmt":"2026-07-09T20:42:27","slug":"red-sun-songs-from-hidden-places-subsounds-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/red-sun-songs-from-hidden-places-subsounds-records-2026\/","title":{"rendered":"Red Sun \u2013 Songs From Hidden Places \u2013 Subsounds Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Red-Sun-Songs-From-Hidden-Places.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Red-Sun-Songs-From-Hidden-Places.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9333\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Matthias Bosenick (09.07.2026)<br><br>Das ist schon interessant: Auch ohne Kenntnis, dass es sich bei Red Sun um eine italienische Band handelt, k\u00e4me man allein angesichts des Gesangs auf die Idee, dass dies der Fall sein k\u00f6nnte. Denn der Gesang von Elisa Brusati erinnert in Ausdruck und Intensit\u00e4t stark an den Italopop der Achtziger, man ahnt \u201eTi sento\u201c von Matia Bazar, beispielsweise. Da steckt ein Feuer drin, das noch heller lodert als die Musik drumherum, und die siedelt das restliche Trio im psychedelischen Spacerock an. Restlich deshalb, weil Gesang auf dem vierten Album \u201eSongs From Hidden Places\u201c erstmals zum Einsatz kommt, es also bereits drei Alben zu dritt gibt. Und es gibt noch mehr Entwicklungen hier.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn der Einsatz von Gesang verlangt von den Kompositionen eine andere Struktur, schlie\u00dflich wollen die Zeilen in ein nachvollziehbares Format passen, da m\u00fcssen sich die ansonsten f\u00fcr instrumentale psychedelische Spacerockmusik typischen ausufernden Endlosigkeiten unterordnen. Besser: anpassen, denn fahren lassen Red Sun das Psychedelische nicht, sondern integrieren es, kombinieren es mit der Stimme. Was dabei herauskommt, w\u00fcrde bei unscharfer Betrachtung m\u00f6glicherweise auch als Progrock durchgehen. Dabei passt Indierock hier sogar besser: Ungew\u00f6hnliche Strukturen und unangepasste Kompositionen lassen sich dort ja ebenso finden, ohne dass man gleich an episches Gniedeln denken muss.<br><br>Denn wo Progrocker gniedeln, versinken Indierocker eher in so etwas wie Shoegaze oder Post Rock, sobald sie regul\u00e4re Ufer \u00fcbertreten, oder machen sich \u2013 wie hier \u2013 gleich auf in den Kosmos. Zu diesem Behufe bem\u00fchen Red Sun auf \u201eSongs From Hidden Places\u201c auch gleich mehr Synthies und mehr Theremin, wie sie wissen lassen, und in der Tat, das sind ja nun wirklich spacige Instrumente. Noch ein Pluspunkt von Red Sun ist, dass sie die Songs sich nicht \u00e4hneln lassen, jeder hat ein anders Gesicht. Er\u00f6ffnet die Band mit \u201eHidden Places\u201c noch \u2013 trotz des synthetisch wirkenden Intros \u2013 genrekonform, versetzt mit einem leicht orientalischen Einfluss, bekommt \u201eSleeping Brain\u201c eine Ambient-Stille verabreicht und klingt \u201eThe Hidden Truth\u201c ganz \u00fcberraschend nach einer Kombination aus Anuseye (Kuhglocke im Stonerrock) und The B-52\u2019s (Gesang). \u201eAll Thinsg Are Written Here\u201c lie\u00dfe sich mit seinem zwischenzeitlichen Madchester-Rhythmus wieder eher in den Indierock einordnen. Und das Solo-Gniedeln in \u201eA Hidden Bond\u201c, abgel\u00f6st von Synthiespielereien, passt definitiv besser zum Spacerock als zum Progrock. Sobald sich die Band ins tanzbar Selbstversunkene begibt, mag man auch an Stereolab denken.<br><br>Als Trio gr\u00fcndeten Schlagzeuger und Keyboarder Federico Rivoli, Bassist Mirco Dugaria und Gitarrist Stenao \u201eEno\u201c Dusi Red Sun 2014. Drei Alben gab\u2019s seitdem: \u201eTriosophy\u201c 2015, \u201eThe Wind, The Waves, The Clouds\u201c 2017 und \u201eFrom Sunset To Dawn\u201c 2024. Zwischenzeitig traten alle drei dem The Old Mill Free Ensemble bei, dem auch der W\u00fcrzburger Horst Prokert von Ax &amp; Sunhair angeh\u00f6rt \u2013 und Ricardo \u201eCavitos\u201c Cavicchia von Da Captain Trips, und die kennt man von Davide Pansolins Label Vincebus Eruptum. Auf diesem Label ver\u00f6ffentlichten Red Sun n\u00e4mlich auch die Split-12\u201c \u201ePsychedelic Battles \u2013 Volume Four\u201c mit The Luck Of Eden Hall. Ihre S\u00e4ngerin Elisa Brusati \u00fcbernahmen Red Sun von einer Band namens Noema, \u00fcber die sich nichts herausfinden l\u00e4sst. Und das mit der Alten M\u00fchle: Die steht in Albone in der Emilia-Romagna, woher die Band kommt, und dient ihr als Proberaum. Den Schriftzug vom Cover, so l\u00e4sst die Info wissen, ritzte der Schlagzeuger eigenh\u00e4ndig in die M\u00fchlenwand. Das hat er sich bei The Young Gods angeguckt, oder?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (09.07.2026) Das ist schon interessant: Auch ohne Kenntnis, dass es sich bei Red Sun um eine italienische Band handelt, k\u00e4me man allein angesichts des Gesangs auf die Idee, dass dies der Fall sein k\u00f6nnte. 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