{"id":9276,"date":"2026-06-29T20:48:44","date_gmt":"2026-06-29T18:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9276"},"modified":"2026-06-29T20:48:44","modified_gmt":"2026-06-29T18:48:44","slug":"was-guido-sonst-noch-gehoert-hat-im-mai-2026-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/was-guido-sonst-noch-gehoert-hat-im-mai-2026-teil-1\/","title":{"rendered":"Was Guido sonst noch geh\u00f6rt hat\u2026 im Mai 2026 \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Was-Guido-sonst-noch-gehoert-hat.-im-Mai-Teil-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Was-Guido-sonst-noch-gehoert-hat.-im-Mai-Teil-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9277\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Guido D\u00f6rheide (29.06.2026)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>American Football \u2013 Taj Mahal &amp; Phantom Blues \u2013 The Black Keys \u2013 Venom \u2013 The Claypool Lennon Delirium \u2013 Aldous Harding \u2013 Darkthrone<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>American Football \u2013 American Football (LP4) \u2013 Polyvinyl Record Company 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Emomathpostindierockband American Football aus Urbana, Illinois h\u00e4lt es mit Albumtiteln \u00e4hnlich wie weiland The House Of Love oder Peter Gabriel: \u201eAmerican Football\u201c ist bereits das vierte Album, das nach der Band betitelt ist. Im Gegensatz zu den Vorgenannten (\u201eDas Album mit dem Schmetterling\u201c, \u201eDas Album, wo \u201aChristine\u2018 drauf ist\u201c, \u201eCar\u201c, \u201eScratch\u201c, \u201eMelt\u201c, \u201eSecurity\u201c) unterscheidet man die AF-Alben am jeweiligen Zusatz \u201eLP1\u201c, \u201eLP2\u201c usw. Hier haben wir es also mit \u201eLP4\u201c zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLP3\u201c liegt bereits sieben Jahre zur\u00fcck und zwischenzeitlich war Drummer Steve Lamos mal aus- und dann wiedereingestiegen, so dass sich am Line-up (die Br\u00fcder Mike und Nate Kinsella an Gitarre\/Gesang und Bass, Steve Holmes an der Gitarre und Steve Lamos an den Drums) zum letzten Album nichts ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit \u201ePost Rock\u201c ist die Musik von American Football eigentlich am besten beschrieben \u2013 die H\u00f6renden kriegen ruhige, detailverliebte und von Gitarre, Bass und Schlagzeug gepr\u00e4gte Musik geboten, die von einem unauff\u00e4lligen Chor, Synth, Vibraphon sowie einer Geige unterst\u00fctzt werden. Mike Kinsella hat eine gro\u00dfartige Stimme, zu der mir gerade kein Vergleich einf\u00e4llt, obwohl ich mir sicher bin, sie schon einige Male in anderen Bands geh\u00f6rt zu haben (und das vermutlich bei britischen Bands aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich). Seine Melodien sind durch die Bank weg melancholisch und sehr sch\u00f6n, und manchmal machen die Musiker\/innen im Hintergrund so richtig Krach, aber auch das eher irgendwie leise. Als Beleg hierf\u00fcr empfehle ich das gut achtmin\u00fctige \u201eBad Moons\u201c. Nichts an diesem Album ist wirklich spektakul\u00e4r, aber jeder einzelne Song zieht mich auf so eine hypnotisierende Art und Weise in seinen Bann, dass ich dieses Album gerne auf jedwede einsame Insel mitnehmen werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Taj Mahal &amp; The Phantom Blues Band \u2013 Time \u2013 Thirty Tigers 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor seinem 84. Geburtstag ver\u00f6ffentlicht Henry St. Claire Fredericks Jr., besser bekannt als Taj Mahal, zusammen mit der Phantom Blues Band sein waswei\u00dfichwievielundsechzigstes Soloalbum seit 1968. Und wieder einmal mehr lohnt es sich, da mal mehr als nur reinzuh\u00f6ren. Auf \u201eTime\u201c mischen Taj Mahal und die Phantom Blues Band Blues mit Reggae; das Ganze klingt entspannt und routiniert, aber ebenso authentisch und enthusiastisch. Nnt, rt, isch, isch, ich k\u00f6nnte mich ohrfeigen f\u00fcr derlei Abgeschmacktheiten, aber so klingt es nun mal. Und Taj Mahals leicht rauhe, warme Stimme ist es immer wieder wert, aufmerksam angeh\u00f6rt zu werden. Die Highlight des Albums sind f\u00fcr mich \u201eTalkin\u2019 Blues\u201c von Bob Marley, auf dem die Mischung aus Blues und Reggae mit Hilfe von Marleys Sohn Ziggy perfektioniert wird, und der Titelsong \u201eTime\u201c, geschrieben von Bill Withers, aber niemals von ihm aufgenommen. Und daran hat Mr. Withers gut getan, denn der Song passt perfekt zu Taj Mahals teils beinahe kr\u00e4chzendem, aber supergef\u00fchlvollem Gesang. Hier sind wir dann eher im Soul als im Blues oder im Reggae verortet, und auch dieses Genre beherrscht Taj Mahal perfekt, und das mit sehr blueslastiger Gitarrenarbeit. Weiters hervorheben m\u00f6chte ich noch \u201eIt\u2019s Your Voodoo Working\u201c \u2013 dieser Song klingt nicht nach Mahals Heimat NYC, sondern eher nach einer Mischung aus Chicago und New Orleans, der Gesang ist bissig und im Hintergrund (okay, manchmal auch im Vordergrund) spielen sich Orgel und Saxophon gegenseitig an die Wand. Hier funktioniert nicht nur der Voodoo, sondern auch das Mojo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Black Keys \u2013 Peaches! \u2013 Easy Eye Sound\/Warner 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem letztj\u00e4hrigen, ganz hervorragenden \u201eNo Rain, No Flowers\u201c ver\u00f6ffentlichen Dan Auerbach und Patrick Carney (die Bandaufstellung singender Gitarrist plus Drummer merken wir uns gerne noch f\u00fcr sp\u00e4ter) heuer ein Album mit Coverversionen. Und das geht sich aus, denn aufgrund von Auerbachs und Carneys unverwechselbarem Sound ist es eigentlich wurscht, ob die Black Keys covern oder ob sie eigene Kompositionen spielen. Die beiden Musikanten aus Akron, Ohio errichten wieder ihre charakteristische Wall of Blues, vollgepackt mit vorw\u00e4rtstreibender Energie und tollen Gitarrensoli, und covern sich unverdrossen durch das Werk von noch lebenden (Billy Griffin) oder k\u00fcrzlich oder vor Jahrzehnten verstorbenen (Junior Kimbraugh, Earl Hooker, Arthur Crudup, R.L. Burnside) Bluesmusikern. Dabei machen sie zum einen neugierig auf das Originalwerk der Gecoverten und dr\u00fccken zum anderen jedem Song ihren eigenen Stempel auf. Ein Black-Keys-Album h\u00f6rt sich immer an wie ein Black-Keys-Album, egal wer die Songs geschrieben hat, und das macht Auerbach und Carney so schnell niemand nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Venom \u2013 Into Oblivion \u2013 Noise Records 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Venom aus Newcastle upon Tyne wird ja immer f\u00e4lschlicherweise nachgesagt, dass sie mit den Speedmetalalben \u201eWelcome To Hell\u201c (1981) und \u201eBlack Metal\u201c (1982) den Black Metal erfunden h\u00e4tten. Man gut, dass die Alben nicht \u201eVolkst\u00fcmlicher Schlager\u201c und \u201eBallermanntechno\u201c hie\u00dfen, sonst h\u00e4tte man Cronos, Mantas und Abbadon auch die Erfindung dieser Genres in die Schuhe geschoben. Heuer bestehen Venom aus Cronos (Bass, Gesang), Rage (Gitarre) und Dante (Drums) \u2013 ohne bekloppte K\u00fcnstlernamen geht es bei Venom nicht, was den Blackmetalvergleich wieder sinnvoll erscheinen l\u00e4sst; Mantas und Abbadon versuchten zeitweilig, Ihren Anteil an Venom mit \u201eVenom Inc.\u201c am Leben zu erhalten \u2013 was Erinnerungen an Christian Death und Queensr\u00ffche wachruft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Egal \u2013 wenn es Cronos ist und meine Mudda an den Bongos, dann ist es Venom, und dass es so ist, daran l\u00e4sst die Band auch auf \u201eInto Oblivion\u201c (ohne meine Mudda) keinen Zweifel: Es rumpelt, es rattert, Cronos kann immer noch nicht singen (das allerdings sehr sch\u00f6n), auf dem Cover ist ein vollb\u00e4rtiger Mann, der entfernt an einen Ziegenbock erinnert (also wahrscheinlich Schneider B\u00f6ck aus \u201eMax &amp; Moritz\u201c) \u2013 alles bestens. Hier wird kein einzigstes Metalgenre oder -subgenre neu erfunden, aber \u201eInto Oblivion\u201c anzuh\u00f6ren, macht von Anfang bis Ende Laune, ebenso wie das Lesen von Songtiteln wie \u201eKicked Outta Hell\u201c, \u201eMetal Bloody Metal\u201c oder \u201eUnholy Mother\u201c. Und da ist sie wieder, die Mudda.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Claypool Lennon Delirium \u2013 The <\/strong><strong>G<\/strong><strong>reat Parrot-Ox <\/strong><strong>A<\/strong><strong>nd <\/strong><strong>T<\/strong><strong>he <\/strong><strong>G<\/strong><strong>olden Egg <\/strong><strong>O<\/strong><strong>f Empathy \u2013 ATO Records 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">The great Parrot what? Wurscht \u2013 Les Claypool (Primus) und Sean Ono Lennon (Cibo Matto, Ghost Of A Saber Tooth Tiger, Plastic Ono Band u.v.a.m.) haben es wieder getan: Bereits zum vierten Mal haben Sie als \u201eThe Claypool Lennon Delirium\u201c ein Album herausgebracht, und auch dieses lohnt es sich wieder, zu h\u00f6ren. Nach einem kurzen Prolog (Eigenschreibweise \u201ePro-log\u201c) zeigt Lennon auf \u201eWAP (What A Predicament)\u201c, dass er die Musik und den Gesangsstil seines Vaters John auf das Gr\u00fcndlichste sch\u00fctudiert und verinnerlicht hat \u2013 wobei der ganze Lennonismus hier mit fiependen Elektronica und anderen Gimmicks von nach 1980 angereichert wird, sehr klasse, das.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zusammenarbeit von Lennon und Claypool bew\u00e4hrt sich immer wieder auf das Heftigste \u2013 w\u00e4hrend \u201eWAP\u201c noch vergleichsweise britpoppig daherkam, setzt sich Claypool auf \u201eThe Wake Up Call\u201c mit seinem charakteristischen Bass und schr\u00e4gem Gesang durch, w\u00e4hrend beide K\u00fcnstler dazu noch einen wahren Hexensabbat an anderen Instrumenten auffahren (beide werden in den Liner Notes gecredited mit \u201eAll Instruments\u201c, und davon bin ich nach dem H\u00f6ren \u00fcberzeugt). Auch auf \u201eMeat Machines\u201c l\u00e4sst Claypool wieder den Bass knarzen, w\u00e4hrend Lennon allein einen mehrstimmigen, sehr angenehmen Gesang auf die Beine stellt. W\u00e4hrend der folgenden Songs wird es weder schlechter noch langweiliger, bis sich mit dem letzten Song \u201eIt\u2019s A Wrap\u201c der 13min\u00fctige H\u00f6hepunkt des Albums vor den H\u00f6renden auft\u00fcrmt: Es startet ruhig mit viel Synthesizer, Lennons Lennongesang nebst Elektroger\u00e4uschen, und bevor es allzu poppig wird, bringen Elektronikgequake und wirres Gebrabbel den \u201eSong\u201c unter ihre Kontrolle. Und wenn wir das \u00fcberstanden haben, wird der Gesang wieder sch\u00f6ner, M\u00e4nner und Frauen wechseln sich operettenm\u00e4\u00dfig ab, und am Ende bricht so eine Art Spacerock aus der ganzen Gemengelage heraus wie die Marmelade aus einem falschherum gehaltenen Berliner (also Krapfen\/Pfannkuchen, wieauchimmer), und dann ert\u00f6nt eine vers\u00f6hnliche, leicht psychedelische Melodie. Das war ein anstrengender Ritt, weshalb es sich empfiehlt, the Parrot-Dings gleich nochmal zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aldous Harding \u2013 Train <\/strong><strong>O<\/strong><strong>n <\/strong><strong>T<\/strong><strong>he Island \u2013 4AD 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hannah Sian Topp aus Lyttelton, Neuseeland, die seit 2014 wundervolle Alben unter ihrem Pseudonym Aldous Harding ver\u00f6ffentlicht, hat eine der sch\u00f6nsten Stimmen der Gegenwart. Sehr klar, hoch und tief gleichzeitig irgendwie und immer wiedererkennbar. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit ihrer Musik: Klavier, Synths, dazu ein wenig Gitarre und verschlurfte Schlagzeugrhythmen, und dazu singt Harding mit dieser wunderbaren Stimme, manchmal nuschelt sie auch (wie auf \u201eOne Stop\u201c) und klingt dabei immer noch gro\u00dfartig. Im Indie-Singer\/Songwriter-Pop gibt es nichts Besseres, finde ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Darkthrone \u2013 Pre-Historic Metal \u2013 Peaceville 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommen wir nun zur zweiten legend\u00e4ren Formation neben den Black Keys in dieser Rezension, die aus S\u00e4nger\/Gitarrist und Drummer besteht, und die sich im Gegensatz zu Venom um den Black Metal verdient gemacht hat wie kaum eine andere. Die Rede ist selbstredend von Darkthrone, mighty mighty Darkthrone aus Norwegen, bestehend aus Fenriz (Drums) und Nocturno Culto. Wenn Gylve Nagell und Ted Skjellum au\u00dfer \u201eA Blaze In The Northern Sky\u201c (1992), \u201eUnder A Funeral Moon\u201c (1993) und \u201eTransilvaian Hunger\u201c (1994) keine weiteren Alben aufgenommen h\u00e4tten \u2013 ein Platz in der Walhalla Hall of Fame w\u00e4re ihnen dennoch sicher. Aber Darkthrone entbl\u00f6deten sich nicht, alle ein bis drei Jahre ein neues Album zu ver\u00f6ffentlichen, und keins davon war schlecht. Auf den vorgenannten drei Gro\u00dfwerken etablierten Darkthrone ein sehr reduziertes Songwriting und einen aufs erste H\u00f6ren primitiven Sound, und dieses beides war der D\u00fcsternis und der K\u00e4lte, die von diesen wegweisenden Blackmetalver\u00f6ffentlichungen ausging, sehr zutr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach und nach haben Fenriz und Nocturno Culto an ihrem Stil gefeilt, ohne \u00fcber die Jahrzehnte professioneller zu klingen. H\u00f6rt man aber \u2013 zum Beispiel beim aktuellen Werk \u201ePre-Historic Metal\u201c \u2013 genauer hin, wundert man sich \u00fcber die ausgekl\u00fcgelten und originellen Riffs und dar\u00fcber, wie Nocturno Cultos vermeintlich technisch wenig hochwertiger Gesang immer wieder in der Lage ist, genau die Stimmung zu transportieren, in die die wiedererkennbare und einzigartige Gitarrenarbeit und Fenriz\u2019 pr\u00e4zises Schlagzegspiel die H\u00f6renden versetzt. Nehmen wir als Beispiel mal das knapp siebenmin\u00fctige \u201eSiberian Thaw\u201c: In der ersten halben Minute spielt Nocturno Culto multiple Variationen eines Riffs, das klingt, als k\u00e4me es direkt aus dem Proberaum, dabei setzt es sich unmittelbar in Ohr und Hirn fest, dann beginnt Fenriz stoisch zu trommeln und Nocturno Culto kr\u00e4chzt, als g\u00e4lte es, prim\u00e4r die Luftr\u00f6hre freizubekommen, um sp\u00e4ter vielleicht mal eine Melodie anzustimmen. H\u00f6ren wir da jetzt weg, um dem K\u00fcnstler Raum zu geben, sp\u00e4ter vielleicht mal richtig sch\u00f6n zu singen, m\u00fcssen wir uns der Gitarre zuwenden und stellen fest: Hier gibt es Doom, hier gibt es traditionellen Heavy Metal, hier gibt es kaum Black Metal, dennoch h\u00f6rt es sich so an, als w\u00e4re letzteres Subgenre das Tonangebende. Wie machen die beiden das? Nun, sie machen es ganz hervorragend, denn mittlerweile haben wir festgestellt, dass Nocturno Culto schon von Anfang an so singt, wie der Song es verlangt. Danach wird es stimmungsvoll und richtig sch\u00f6n, mit langsamen Schlagzeug und stimmungsvoller Gitarre, untermalt von Synths. Und kurz vor Minute 5 kracht es dann los: Nocturno Culto kr\u00e4chzt im Stakkato, die Gitarre rattert wie weiland lange vor Darkthrones ersten Alben, nur Fenriz l\u00e4sst sich nicht aus der Ruhe bringen und macht sch\u00f6\u00f6n sutje weiter wie zu Anfang. Solche H\u00f6rerlebnisse bescheren einem Darkthrone so gut wie andauernd, wenn man mal angestrengt hinh\u00f6rt, und genau deshalb sind Darkthrone so wichtig und so unersetzbar und so gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Guido D\u00f6rheide (29.06.2026) American Football \u2013 Taj Mahal &amp; Phantom Blues \u2013 The Black Keys \u2013 Venom \u2013 The Claypool Lennon Delirium \u2013 Aldous Harding \u2013 Darkthrone<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,35],"tags":[],"class_list":["post-9276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album","category-was-guido-sonst-noch-gehoert-hat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9276"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9278,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276\/revisions\/9278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}