{"id":925,"date":"2014-07-04T12:29:01","date_gmt":"2014-07-04T10:29:01","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=925"},"modified":"2014-07-04T12:29:01","modified_gmt":"2014-07-04T10:29:01","slug":"numb-the-valence-of-noise-minimal-maximal-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/numb-the-valence-of-noise-minimal-maximal-2014\/","title":{"rendered":"Numb \u2013 The Valence Of Noise \u2013 Minimal Maximal 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-926\" title=\"Numb - The Valence Of Noise\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Numb-The-Valence-Of-Noise.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (04.07.2014)<\/p>\n<p>Dirk Ivens bem\u00fcht sich redlich, den Fans vergriffene Besonderheiten aus dem internationalen EBM-Geschehen auf seinem Label Minmal Maximal auf Vinyl zug\u00e4nglich zu machen. Nicht nur eigene Arbeiten mit Absolute Body Control, sondern auch Werke von Kollegen wie A Split-Second, Parade Ground, Front 242 oder The Neon Judgement bringt er so unter die Leute. J\u00fcngste Ver\u00f6ffentlichung ist \u201eThe Valence Of Noise\u201c, eine Rarit\u00e4tensammlung von Numb. Die acht St\u00fccke decken den Zeitraum von 1991 bis 2000 ab und spiegeln damit auch die atmosph\u00e4rische und musikalische Bandbreite der leider aufgel\u00f6sten kanadischen EBM-Krawallos um Don Gordon wider.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zu der Zeit war EBM noch anders als heute. Es ging auf die Zw\u00f6lf, aber nicht so plakativ. Die brachialen St\u00fccke waren kompositorisch besser ausgearbeitet und detailreicher arrangiert. Zudem unterbrachen unberechenbare krasse und verst\u00f6rende Sounds immerzu eine sich wom\u00f6glich anbahnende Wohlf\u00fchlstimmung. Damit forderten sie den H\u00f6rer, der sich mit der Zeit daraus eine neue Definition von Wohlf\u00fchlstimmung erarbeitete, und lie\u00dfen ihn dazu auch noch tanzen. Kanadischer EBM war immer noch ein St\u00fcck kompromissloser als europ\u00e4ischer, siehe Skinny Puppy und Front Line Assembly. Und eben auch Numb.<\/p>\n<p>Deren gr\u00f6\u00dfter Hit, der auch heute noch die Experten auf die Tanzfl\u00e4che lockt, hie\u00df \u201eShithammer\u201c. Dessen \u201eDread And Bled Mix\u201c er\u00f6ffnet die Compilation. Original erschien der Mix 1994 auf dem \u201eMoonraker\u201c-Sampler. So recht \u00fcberzeugen mag er nicht: Er zieht das Tempo an, gl\u00e4ttet die Kanten und nimmt dem schleppenden Original damit alle Alleinstellungsmerkmale. \u201eEugene\u201c im \u201ePickage Mix\u201c von Pig &amp; Andrew Burton, 1991 auf dem \u201eFunky Alternatives Vol. 6\u201c-Sampler erschienen, klingt wie von einem schlechten 96-kbps-mp3-File gerippt. Unh\u00f6rbar! Und das liegt nicht an Numb. Interessant ist dann \u201eWon&#8217;t You Be My Neighbor (Theme From Mr. Roger&#8217;s Neighborhood)\u201c, die 1997 auf \u201eTV Terror: Felching A Dead Horse\u201c erschienene Coverversion einer Kinderserientitelmusik, die wie ein Industrial-Kurzh\u00f6rspiel klingt. \u201eBlood\u201c im \u201eCrash &amp; Burn Edit\u201c (von \u201eElectropolis Vol. 1\u201c, 1998) legt dann endlich das vor, was man an Numb mag: brutal langsame Beats, gepresst-geschrienen Gesang, abgehackte Synthie-Effekte wie aus einem Horror-Film und darunter eine erschreckend sch\u00f6ne Melodie. \u201eHalf-Life\u201c schl\u00e4gt in dieselbe Kerbe. Der \u201eHyper-Dilated Mix\u201c von \u201eBlind\u201c (von \u201eElectronic Lust, Vol. 1\u201c, 1998) erh\u00f6ht wieder das Tempo auf Techno-Niveau, bel\u00e4sst aber die harschen Sounds und nimmt damit viel von dem vorweg, was in j\u00fcngster Zeit als \u201eHellectro\u201c in die Clubs schwappte, nur nicht so plakativ und langweilig. Die letzten beiden St\u00fccke, \u201eSuspiria\u201c (die 1999er Coverversion des Titelsongs eines gleichnamigen Horrorfilms von 1977) und \u201eStatik\u201c, stammen aus der Zeit zwischen dem letzten Album und der Aufl\u00f6sung der Band. Sie bedienen sich beim Ambient, den sie aber maschinell anreichern und damit eine Art Industrial-Goa produzieren. Besonders bei letzterem kann man sich amtlich in einem Veitstanz-Rausch hineinsteigern.<\/p>\n<p>F\u00fcr Numb-Fans ist dies nat\u00fcrlich ein Fest, endlich wieder Musik von den Jungs zu h\u00f6ren. Aber nat\u00fcrlich ist die Sammlung nicht vollst\u00e4ndig, es fehlen diverse andere Samplerbeitr\u00e4ge, da k\u00f6nnte Dirk Ivens eine Dreifach-LP draus machen. \u00dcbrigens liegt dieser auf 500 St\u00fcck limitierten Ausgabe eine CD bei, anders als noch bei der ebenfalls limitierten Live-LP \u201eTransmission SE91\u201c von Front 242 \u2013 da vermisst man diesen Bonus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (04.07.2014) Dirk Ivens bem\u00fcht sich redlich, den Fans vergriffene Besonderheiten aus dem internationalen EBM-Geschehen auf seinem Label Minmal Maximal auf Vinyl zug\u00e4nglich zu machen. 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