{"id":9159,"date":"2026-06-05T15:42:04","date_gmt":"2026-06-05T13:42:04","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9159"},"modified":"2026-06-05T15:42:04","modified_gmt":"2026-06-05T13:42:04","slug":"the-dharma-chain-some-kind-of-pure-state-spinda-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-dharma-chain-some-kind-of-pure-state-spinda-records-2026\/","title":{"rendered":"The Dharma Chain \u2013 Some Kind Of Pure State \u2013 Spinda Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Dharma-Chain-Some-Kind-Of-Pure-State.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/The-Dharma-Chain-Some-Kind-Of-Pure-State.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9160\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.06.2026)<br><br>Unangepasst, keinen Trends folgend und nicht mal die eigenen Genreetiketten erf\u00fcllend: The Dharma Chain ver\u00f6ffentlichen mit ihrem zweiten Album \u201eSome Kind Of Pure State\u201c ein Loblied auf den unkommerziellen Indie-Geist. Grunds\u00e4tzlich machen die australischen Berliner eine Art Rockmusik, bewegen sich dabei dicht am Wave, erinnern nicht selten an die Cranes und sind auf eine zur\u00fcckhaltende Art dynamisch. Wer mag, darf die von der Band genannten Genres gern zu ermitteln versuchen \u2013 aber Vorsicht, die Freude an dem Album lenkt davon ab.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Diese anderen Geres sind laut Band: Garage Rock, Krautrock, Neo-Psychedelia, Post-Punk und Shoegaze, und ganz ehrlich: n\u00f6. Jedenfalls nicht vordergr\u00fcndig. \u201eSome Kind Of Pure State\u201c ist besser als das. Vornehmlich hat es etwas von Wave, also lie\u00dfe sich der Post-Punk noch einigerma\u00dfen abnicken. Doch treibt das hier nicht nach vorn, das hier ist reduziert, beinahe leer, dabei groovt es und zaubert au\u00dferordentlich dynamisch, woran nicht zuletzt das Schlagzeug einen erheblichen Anteil hat, mit seinem gelegentlich ungew\u00f6hnlichen Snaresound, etwa direkt im Opener \u201eInside A New\u201c.<br><br>Die Leere in den Songs negiert das Etikett Shoegaze, obschon die vier Musizierenden bei den Aufnahmen ohrenscheinlich nicht selten selbstversunken umeinander herumstanden. Doch den L\u00e4rm des Shoegaze generieren The Dharma Chain nie, vielmehr reichern sie ihre Musik behutsam an, mal mit Synthieeffekten, mal mit spacig solierender (\u201eMinor Prayer\u201c) oder postrockend flirrender Gitarre (\u201eInto The Night\u201c). Im letzteren Song bratzt einmal kurz ein dr\u00f6hnender Bass durch, und dieses unerwartet bratzenden Effekts bedient sich die Band in der finalen minimalistischen Pianoballade \u201eHow Far\u201c abermals. Sowie weiteren \u00dcberraschungen, wie einem spacigen Synthie in \u201eBorderline\u201c (nicht von Madonna) oder einem dubbigen Western-Twang in \u201eLoves Confusion\u201c.<br><br>Gitarren und Keyboards kommen hier von zwei Leuten, Amanda McGrath und Benjamin Rompotis, und beide wechseln sich au\u00dferdem mit dem Singen ab. Das ergibt eine zus\u00e4tzliche Spannung, die im Falle der weiblichen Stimme kombiniert mit der spr\u00f6den Wavemusik recht h\u00e4ufig an die Cranes denken l\u00e4sst. Am Bass tagt Giulia Piras, am Schlagzeug Aidan Stewart, dazu gab\u2019s Beihilfe von Gitarrist Enrico Semler sowie Pianist, Gitarrist und Geiger Jonathan Dreyfus. So dicht, wie es die Menge der Instrumente erwarten l\u00e4sst, ist der Sound nicht, die von Byron Bay, Australien, nach Berlin ausgewanderte Band wei\u00df ihre Kr\u00e4fte zu dosieren und geschmackvoll, eigensinnig und unangepasst einzusetzen. Das Deb\u00fct dieser Band, \u201eNowhere\u201c, hat \u00fcbrigens bereits vier Jahre auf dem Buckel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.06.2026) Unangepasst, keinen Trends folgend und nicht mal die eigenen Genreetiketten erf\u00fcllend: The Dharma Chain ver\u00f6ffentlichen mit ihrem zweiten Album \u201eSome Kind Of Pure State\u201c ein Loblied auf den unkommerziellen Indie-Geist. 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