{"id":9101,"date":"2026-05-20T21:17:35","date_gmt":"2026-05-20T19:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9101"},"modified":"2026-05-20T21:17:35","modified_gmt":"2026-05-20T19:17:35","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-20\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien (20)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (20.05.2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile mu\u00df ich sagen, da\u00df mich aber immer weniger Filme wirklich interessieren. Dann kann es schon mal vorkommen, da\u00df ich schon kurz nach dem Betrachten eines Films nicht mehr wei\u00df, um was es \u00fcberhaupt ging.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>So zum Beispiel bei \u201e<strong>Keeper<\/strong>\u201c (2025, Regie: O. Perkins), bei dem ich tats\u00e4chlich erstmal recherchieren mu\u00dfte. Es geht um ein Paar in einer einsamen H\u00fctte, einen Kuchen und um eine Tat in der Vergangenheit, die Konsequenzen bis in die Gegenwart hat. Dabei bem\u00fcht sich der Film, die Bedrohung\/die Angst langsam und gem\u00e4chlich aufzubauen, was ihm auch ganz gut gelingt. Vielleicht w\u00e4chst der Horror sogar zu gem\u00e4chlich. Jetzt wo ich wieder wei\u00df, worum es ging, w\u00fcrde ich \u201e<strong>Keeper\u201c<\/strong> in die Kategorie \u201eNeuer Horrorfilm\u201c stecken, wo schon solche Werke wie \u201e<strong>Longlegs<\/strong>\u201c (auch von Perkins), \u201e<strong>Hereditary<\/strong>\u201c oder auch \u201e<strong>Bring <\/strong><strong>H<\/strong><strong>er <\/strong><strong>B<\/strong><strong>ack<\/strong>\u201c stecken. Manche von denen funktionieren (\u201e<strong>Together<\/strong>\u201c), andere nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz und gar funktionierte \u201e<strong>Mission: Impossible \u2013 Final Reckoning<\/strong>\u201c, der hoffentlich letzte Teil der \u201e<strong>M:I<\/strong>\u201c-Reihe mit T. Cruise. Hoffentlich deshalb, weil im Universum dieser Filme einfach keine Steigerung mehr m\u00f6glich ist, was Spannungsaufbau und Action angeht. Ich hatte dar\u00fcber schon in Hin- und weggesehen vom M\u00e4rz geschrieben. \u201e<strong>Final Reckoning<\/strong>\u201c macht genau da weiter, wo \u201e<strong>Dead Reckoning<\/strong>\u201c aufgeh\u00f6rt hat, baut noch ein paar sch\u00f6ne R\u00fcckblenden auf fr\u00fchere Teile der Reihe ein, ist brutal spannend und endet nat\u00fcrlich happy, aber mit einer Tr\u00e4ne im Knopfloch. Mission bestens erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes sah ich noch so einen Kracher: \u201e<strong>One Battle <\/strong><strong>A<\/strong><strong>fter Another<\/strong>\u201c hat eindeutig Erinnerungsspuren hinterlassen. Einpr\u00e4gsam bleibt die Vehemenz, mit der die reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte der USA gegen ihre vermeintlichen \u201eFeinde\u201c von links vorgehen \u2013 mitunter \u00fcber Jahrzehnte und mit r\u00fccksichtslosester Gewalt. Leidtragender ist in diesem Fall u.a. L. DiCaprio, der mal vor Jahren Teil einer Gruppe von AktivistInnen war, die politisch eben ein wenig radikaler drauf und heutzutage undenkbar w\u00e4re. Er wird gejagt von einem fanatischen Milit\u00e4r (S. Penn), dem wirklich alle Mittel recht sind, um an sein Ziel zu kommen: Die Ausrottung jeglichen progressiven Gedankenguts. \u201e<strong>One<\/strong> <strong>Battle&#8230;<\/strong>\u201c ist \u00fcber weite Strecken eine rasante Verfolgungsjagd fast ohne Atempausen. Hier stimmt alles. Drehbuch, Besetzung, Timing, Spannung, gesellschaftliche Relevanz \u2013 alles top. Unbedingt sehenswert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einigen Filmen fragt man sich nach der Sinnhaftigkeit, vor allem bei Remakes. So habe ich mich auch gefragt, ob es unbedingt notwendig war, \u201e<strong>Die unglaubliche Geschichte des Mr. C<\/strong>\u201c von 1957 nochmal zu machen, zumal \u201e<strong>Der Mann, der immer kleiner wurde<\/strong>\u201c sehr nah am Original ist. Gut, die technischen M\u00f6glichkeiten sind fast 70 Jahre nach der ersten Verfilmung enorm verbessert worden und J. Dujardin sehe ich immer wieder gerne, trotzdem h\u00e4tten Zeit und Geld auch in ein anderes, bisher nicht verfilmtes Projekt gesteckt werden k\u00f6nnen. So aber gibt es jetzt (mindestens) zwei Filme, in denen ein Mann einfach nur unaufh\u00f6rlich kleiner wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeit und Geld zu investieren, um ein bisher nicht verfilmtes Drehbuch umzusetzen, kann aber auch gewaltig nach hinten losgehen wie in \u201e<strong>Zero \u2013<\/strong> <strong>Wettlauf gegen die Zeit<\/strong>\u201c. Hier erwacht ein US-Tourist mitten in Dakar, Senegal, mit einer Bombe auf der Brust und ansonsten komplett ahnungslos. Die Zeit l\u00e4uft, er hat zehn Stunden bis zum Bumm. \u00dcber ein Handy kommuniziert ein mysteri\u00f6ser Mann mit dem Touristen und stellt ihm Aufgaben, die erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. Auf seiner Mission trifft der Tourist \u2013 One \u2013 auf einen anderen Wei\u00dfen in der gleichen Lage: Two. Jetzt m\u00fcssen sie zusammen Aufgaben erf\u00fcllen. Warum und wof\u00fcr, bleibt sehr lange im Dunkeln. Wenn der Zuschauer aber nicht wei\u00df, warum und wof\u00fcr etwas geschieht, kommt keine Spannung auf, sondern Rat- und anschlie\u00dfende Interesselosigkeit. Als dann am Ende des Films das Geheimnis enth\u00fcllt wird, ist es auch noch so haneb\u00fcchen und an den Haaren herbeigezogen, da\u00df es schon \u00e4rgerlich ist, daf\u00fcr Lebenszeit verschwendet zu haben. \u201e<strong>Zero<\/strong>\u201c: Finger weg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr \u201e<strong>Cuckoo<\/strong>\u201c (2024), wenn auch Ausgangslage, Genre und Inhalt ganz anders sind. Ein 17-J\u00e4hriges M\u00e4dchen kommt samt Eltern in ein Ferienresort, das von einem \u2013 schon wieder \u2013 mysteri\u00f6sen Mann (D. Stevens) betrieben wird. Der Film beginnt vielversprechend: Ein wenig Mystery, ein wenig Thriller, unerkl\u00e4rliche Sachen passieren&#8230; Leider wandelt sich das im Lauf des Films zum simplen Creature- bzw. Bodyhorror und endet in einem richtig langweiligen Shootout. Einzig der running gag, da\u00df das M\u00e4dchen mit zunehmender Laufzeit immer mehr Verletzungen und damit einhergehende Verb\u00e4nde, Armschienen u.\u00e4. ertragen mu\u00df&#8230; naja, so lustig ist das auch wieder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Durchgehend lustiger war da \u201e<strong>Good Fortune<\/strong>\u201c mit K. Reeves als gl\u00fcckloser Engel mit Mini-Fl\u00fcgeln, der, weil es ihm lehrreich erscheint, in das Leben zweier Menschen eingreift. Den Armen macht er reich, den Reichen arm, um beiden zu zeigen, da\u00df Geld nicht gl\u00fccklich nicht. Den Armen macht Geld aber nunmal sehr gl\u00fccklich und da ein R\u00fccktausch der Leben nur unter Bedingungen m\u00f6glich ist, steckt Engel Reeves in der Klemme und bekommt auch noch Druck von seinen Vorgesetzten. Das ist nat\u00fcrlich noch nicht alles, einige \u00dcberraschungen kommen noch. \u201e<strong>Good Fortune<\/strong>\u201c punktet mit Situationskomik und Gesellschaftskritik, eine gelungene Mischung. Auch wenn einige Entwicklungen gegen Ende in der heutigen US-Gesellschaft, in der der Film spielt, absolut undenkbar w\u00e4ren, kann ich ihn guten Gewissens empfehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso wie den aktuellen Film des Vieldrehers Y. Lanthimos, \u201e<strong>Bugonia<\/strong>\u201c. Dies ist n\u00e4mlich mal ein Remake, welches das Original nicht stumpf kopiert, sondern neu interpretiert. Angesichts des ziemlich abgedrehten koreanischen Originals \u201e<strong>Save <\/strong><strong>T<\/strong><strong>he Green Planet!<\/strong>\u201c von 2003 w\u00e4re eine Kopie wahrscheinlich auch ein finanzieller Reinfall gewesen. So aber spielen mal wieder J. Plemons und E. Stone die Hauptrollen, wie oft bei Lanthimos, und tun das gewohnt gut. Er als Verschw\u00f6rungsexperte, sie als CEO eines Pharmakonzerns. Er ist \u00fcberzeugt, da\u00df sie eine Au\u00dferirdische von Andromeda ist, die auf Erden die Menschen in eine Art Bienenvolk verwandeln soll. Also entf\u00fchrt er sie zusammen mit seinem, \u00e4h, neurodivergenten Bruder und fordert sie auf, Kontakt mit ihrem Mutterschiff aufzunehmen. Mehr kann ich nicht verraten, es wird aber noch irrer. Y. Lanthimos ist f\u00fcr mich einer der z.Zt. besten Regisseure, von dem hoffentlich noch viel kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, einen habe ich noch. Einen mit D. \u201eThe Rock\u201c Johnson, ansonsten bekannt f\u00fcr viele Muckis und harmloses Popcorn-Kino. In \u201e<strong>The Smashing<\/strong> <strong>Machine<\/strong>\u201c spielt er jemanden aus einem Milieu, in dem sich Johnson auskennt: Den real existierenden Mixed-Martial-Arts-Fighter Mark Kerr. Der Film wurde hochgelobt, weil Johnson mal eine Rolle mit Tiefgang spielt. Ja gut, es ist kein stumpfer Klopperfilm, hier werden schon tats\u00e4chlich einige Tiefen des Business erz\u00e4hlt, das stimmt. Trotzdem war ich am Ende etwas entt\u00e4uscht, denn der Film bietet keinen echten H\u00f6hepunkt, wenig Drama und kaum Spannung. Johnson Darstellung bleibt zudem recht flach, echtes Mitleid mag nicht aufkommen. Wer auf Kampfszenen einer wirklich saubrutalen \u201eSportart\u201c steht, kommt hier noch am ehesten auf seine Kosten. Geschmackssache. Deutlich besser und eines Wiedersehens w\u00fcrdig ist der im \u00e4hnlichen Milieu spielende \u201e<strong>The Wrestler<\/strong>\u201c mit M. Rourke von 2008.<\/p>\n\n\n\n<p>Soviel f\u00fcr heute, in der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um ein weiteres verkorkstes Remake, bei dem aber auch das Original schlecht ist. Und jetzt raus aus dem Internet! Nur noch KI-Slop.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (20.05.2026) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. Mittlerweile mu\u00df ich sagen, da\u00df mich aber immer weniger Filme wirklich interessieren. 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