{"id":9078,"date":"2026-05-13T15:47:25","date_gmt":"2026-05-13T13:47:25","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9078"},"modified":"2026-05-13T15:47:25","modified_gmt":"2026-05-13T13:47:25","slug":"crimson-roots-open-roads-crimson-roots-2025-tonzonen-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/crimson-roots-open-roads-crimson-roots-2025-tonzonen-records-2026\/","title":{"rendered":"Crimson Roots \u2013 Open Roads \u2013 Crimson Roots 2025\/Tonzonen Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Crimson-Roots-Open-Roads.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Crimson-Roots-Open-Roads.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9079\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (13.05.2026)<br><br>Als Best Of The Blues k\u00f6nnte man \u201eOpen Road\u201c zun\u00e4chst auffassen, das Deb\u00fctalbum der N\u00fcrnberger Band Crimson Roots. Die f\u00fcnf Musizierenden k\u00f6nnen so gut wie alle Bluesstile und wenden sie auch an. Wunderbar instrumentiert und gespielt bis hin zur gelegentlich eingebrachten Orgel, lassen sich damit die Herzen klassischer Bluesfans erobern. Einzig der Gesang l\u00e4sst W\u00fcnsche offen \u2013 und beim zweiten Wurf d\u00fcrfte zudem gern etwas mehr Experimentierfreude eingebracht werden, analog zur zweiten, progressiver strukturierten Albumh\u00e4lfte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Musikalisch l\u00e4sst sich hier nichts einwenden, die Instrumentenbedienenden beherrschen ihr Werkzeug, auch der Sound ist angemessen dicht und fett, wo es erforderlich ist, also rauhe Gitarre, saftiges Schlagzeug, f\u00f6rderlicher Bass, im Bedarfsfalle eine groovende Orgel, da bei\u00dft die Maus keinen Faden ab. Kompositorisch hingegen orientiert sich das Quintett in der ersten Albumh\u00e4lfte einmal quer durch die Bluesrockgeschichte, l\u00e4sst den Delta Blues indes eher au\u00dfen vor und demonstriert, dass es sattelfest ist in dem, was man so kennt.<br><br>Hat man sich erstmal auf die vertrauten Strukturen eingelassen, \u00fcberrumpeln einen die Crimson Roots pl\u00f6tzlich und unerwartet: \u201eNowhere\u201c auf Platz 5 ist das erste bemerkenswertere St\u00fcck, es beginnt als Pop-Ballade, bratzt dann gem\u00e4chlich los und kehrt zur\u00fcck zum Reduzierten. Im Anschluss probt \u201eFalling Through\u201c einen klassischen Glam-Rock-Rhythmus. Ab Platz 8 wird es mit \u201eThe Tower\u201c progressiv: Das St\u00fcck hat eine Prog-Rock-Verschachtelung und gegen Ende ein Kitsch-Keyboard, das irgendwie gem\u00fctlich passt. \u201eThe Crossing\u201c und \u201eThe Crossing Part II\u201c nehmen die Prog-Anmutung auf. Solche experimentellen Ans\u00e4tze tun dem Sound der Band ausgezeichnet gut.<br><br>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bei den Crimson Roots ist indes die Stimme. \u00dcber dem Bluesrock von Gitarrist Kristi Dhimitri, Bassist Kolja Becker, Organist und Keyboarder Idris Voegeli sowie Schlagzeuger David Vinogradov liegt der Gesang von Ina Salaj, und da liegt er sehr dominant, beinahe aufdringlich. Man h\u00f6rt, was gemeint ist, also eine Art soulful Bluesrock-Gesang, doch ist ihre Stimme viel zu klar f\u00fcr diese grunds\u00e4tzlich eher rauhe Musik und f\u00e4llt dann zu prominent ins Geh\u00f6r.<br><br>Die \u201eOpen Roads\u201c folgen einer Strecke, die elf Songs erz\u00e4hlen eine Geschichte, es handelt sich also um ein Konzeptalbum. Der Titel verr\u00e4t, dass es um eine Reise geht, die indes stellvertretend steht f\u00fcr Sinnsuche in turbulenten Welten, von der sich die Bandmitglieder selbst nicht ausnehmen. Bei den Crimson Roots \u00fcbrigens scheint es sich um etwas aus Minecraft zu handeln \u2013 der Begriff passt aber bestens auf eine progressive Bluesrockband, ein gleichfarbiger K\u00f6nig nickt das freundlich ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (13.05.2026) Als Best Of The Blues k\u00f6nnte man \u201eOpen Road\u201c zun\u00e4chst auffassen, das Deb\u00fctalbum der N\u00fcrnberger Band Crimson Roots. Die f\u00fcnf Musizierenden k\u00f6nnen so gut wie alle Bluesstile und wenden sie auch an. 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