{"id":9056,"date":"2026-05-07T16:29:49","date_gmt":"2026-05-07T14:29:49","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9056"},"modified":"2026-05-07T16:29:49","modified_gmt":"2026-05-07T14:29:49","slug":"draken-here-be-draken-dark-essence-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/draken-here-be-draken-dark-essence-records-2026\/","title":{"rendered":"Draken \u2013 Here Be Draken \u2013 Dark Essence Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Draken-Here-Be-Draken.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Draken-Here-Be-Draken.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9057\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (07.05.2026)<br><br>\u201eIrgendwo zwischen Heavy Rock und Metal\u201c ordnet sich das norwegische Trio Draken selbst ein. Was erstmal unsch\u00f6ne Vorstellungen von drittklassigen Altstadtfestkapellen evoziert, entpuppt sich auf dem dritten Album \u201eHere Be Draken\u201c als in die Fresse knallende Wundert\u00fcte an allen m\u00f6glichen unbequemen Substilen im Bereich der genannten Genres. Mit solcher Musik h\u00e4tte man wieder Bock auf Altstadtfeste. Merkw\u00fcrdig \u00fcberdies, dass hier in der Info der Trondheimer das Wort \u201eprogressiv\u201c fehlt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Von Progressivit\u00e4t spricht man ansonsten gern, wenn so viele Stromgitarrengenres miteinander kombiniert werden wie hier. Wobei, so viele wie hier ist schon wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich. Man fragt sich ja wirklich, was das Trio nicht kann. Das geht schon mit dem Gesang los: Klar, klar kann Even Helte Hermansen, klar singt er auch. Und er shoutet. Und er growlt. Und er br\u00fcllt. Je nachdem, welche Grundlage er als (eigentlicher Jazz-)Gitarrist, Bassist Hallvard Gaardl\u00f8s (unter anderem von Spidergawd) und Schlagzeuger Andr\u00e9 Drage Haraldsen, potentiell Namensgeber der Band, so zusammenstellen; dann singt er manchmal passend, manchmal exakt gegenl\u00e4ufig.<br><br>Und da geht\u2019s schon weiter: Der bed\u00e4chtige Opener \u201eThe Great Deceiver\u201c hat einen Stoner-Fuzz auf der Gitarre \u2013 und wischt schon mit dem Auftakt jede Idee von Altstadtfest und Gew\u00f6hnlichkeit beiseite. So geht es die n\u00e4chsten zehn Songs weiter, keiner ist wie der andere \u2013 und keiner bleibt, wie er beginnt. Anders gesagt: Bewegten sich Draken tats\u00e4chlich lediglich zwischen Heavy Rock und Metal, w\u00e4re die Musik langweilig. Als weitere Methode gegen Langeweile reichern Draken ihre Songs nicht nur mit antagonistischen Genres an, sondern auch mit kompositorischen Spielereien, die selbst die entsprechenden Genres allein schon bereichern w\u00fcrden. Nochmal anders gesagt: Draken k\u00f6nnen nicht nur Riffs, sie k\u00f6nnen auch Licks. Und so einiges mehr.<br><br>Mal so als kurzer \u00dcberblick: \u201eJ\u00f3labl\u00f3t\u201c, das Opfer zum Wintersonnenwendfest Jule, treibt das Tempo vorw\u00e4rts, hin zu dem Song mit dem besten Titel des Albums, \u201eSaturday Night Head Removal Extravaganza\u201c, der mit Death-Metal-Tempo beginnt, dann in amtliches Thrash-Kopfnicken verf\u00e4llt und dann in den Doom switcht. \u201eCrimson Sun\u201c beginnt mit einer Akustikgitarre, bekommt Streicher beigestellt, die zuletzt f\u00fcr ordentlich Opulenz sorgen, und entwickelt zwischendurch die Freude am dunklen Black Metal. \u201eIt Serves You Right\u201c feiert den Rock\u2019n\u2019Roll inklusive Gniedelsolo. Ist \u201eShirts Of Black (F.O.A.D.)\u201c eher Death oder Black Metal? Dunkel und wuchtig ist es jedenfalls. F\u00fcr \u201eOf Demise And Men\u201c kehren die Streicher zur\u00fcck und ein Shantychor stimmt sein Schunkellied an. \u201eEndtyme\u201c kombiniert liebliche Musik mit dunklem Growlen und Kitsch und das abschlie\u00dfende \u201eShit Show\u201c ist erweiterter Schweden-Rock\u2019n\u2019Roll.<br><br>Ein \u00fcppiges Kaleidoskop an dreckiger Musik, vorgetragen mit einem Druck, den man lediglich drei Leuten gar nicht so fett zugetraut h\u00e4tte. Man h\u00f6rt, dass die drei Norweger richtig Bock auf das haben, was sie da machen. Das machen sie seit 2019, setzten 2021 ihr selbstbetiteltes Deb\u00fct in die Welt und lie\u00dfen sich f\u00fcr den Nachfolger \u201eBook Of Black\u201c ordentlich feiern. Das d\u00fcrfte sich mit \u201eHere Be Draken\u201c fortsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (07.05.2026) \u201eIrgendwo zwischen Heavy Rock und Metal\u201c ordnet sich das norwegische Trio Draken selbst ein. 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