{"id":9042,"date":"2026-05-05T21:17:52","date_gmt":"2026-05-05T19:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9042"},"modified":"2026-05-05T21:17:52","modified_gmt":"2026-05-05T19:17:52","slug":"the-prestige-isthmos-banshies-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-prestige-isthmos-banshies-2026\/","title":{"rendered":"The Prestige \u2013 Isthmos \u2013 Banshies 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/The-Prestige-Isthmos.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/The-Prestige-Isthmos.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9043\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (05.05.2026)<br><br>Das tut gut: Sobald The Prestige aus Paris ihr Gebr\u00fcll in wuchtige Gitarrenger\u00f6lllandschaften betten, m\u00f6chte man einstimmen und f\u00fchlt sich verstanden, geh\u00f6rt, vermittelt. Vermetalt beinahe, doch ist das eher dem Hardcore nahe, was die Franzosen auf ihrem dritten Album \u201eIsthmos\u201c darbieten. Und zwar dem modernen Post-Hardcore, der sich nicht scheut, auf Scheuklappen zu verzichten, experimentelle Spielereien einzubauen und das Tempo zu drosseln. Neurosis, Converge, Post-Rock, das k\u00f6nnten so Eckpfeiler sein, und alles w\u00e4re noch besser, verzichtete das Quartett auf den gelegentlich hervorgebrachten klaren Metalcore-Gesang.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eL\u00e9th\u00e9\u201c beginnt still, man meint zun\u00e4chst, das falsche Album aufgelegt zu haben, aber keines, das man nicht mag, denn das experimentelle Klimpern gef\u00e4llt. Sp\u00e4ter wird man feststellen, dass dies keine Ausnahme gewesen sein wird, sondern dass The Prestige diese enorm kontemplativen und zur\u00fcckgenommenen Anteile gern mal zum Ausatmen nutzen. Noch im Verlauf des ersten Songs l\u00e4sst die Band den Post-Hardcore von der Leine, das ist dieser Hardcore, der nicht auf Tempo fu\u00dft, sondern auf L\u00e4rm, Energie und Gebr\u00fcll. Naja: Im Opener noch nicht, da gibt es klaren Gesang wie im Metalcore, und wer den nicht mag, weil damit auch die Struktur des Tracks an Wucht verliert, skippt einfach weiter, danach wird\u2019s n\u00e4mlich angenehm ungem\u00fctlich. Auf den Gesang verfallen The Prestige bedauerlicherweise noch zwei, drei Male, aber das ist gar nicht so schlimm, der Rest \u00fcberzeugt mit Mehrheit.<br><br>Mit den Gitarren, dem Bass und dem Schlagzeug nun errichten The Prestige eine Wand aus Ger\u00e4usch, mal mit einigen dem Metal nahen Riffs versetzt, mal melodisch, mal wie im Post Rock mit soundscapeartigem Flirren, meistens als ein ungehobeltes Brett, das einem so richtig sch\u00f6n den Alltag wegschmirgelt. Sobald das Schlagzeug mal anzieht und lospoltert, geschieht dies nicht, um die Songs zu beschleunigen, die verbleiben im schleppenden Tempo, aber die Fills \u00fcberschlagen sich nackengef\u00e4hrdend. Abgesehen von den genannten minimalistischen Passagen gibt\u2019s noch weitere unerwartete Merkmale, etwa eine NWoBHM-Gitarre in \u201eRose du D\u00e9sert\u201c oder ein an die Swans erinnerndes Gitarren-Industrial-Donnern in \u201eSacrifice\u201c, dem Rauswerfer, der sp\u00e4ter nochmal so richtig die Nackenmuskeln strapaziert.<br><br>Die Band existiert bereits seit 2009, zumindest erschien da die erste EP \u201eA Series Of Catastrophies And Consequences\u201c; zuvor hie\u00df das Quartett ab 2003 Draftdown, 2007 gab es die Standing On The Ashes EP\u201c. 2012 folgte von The Prestige das Deb\u00fct \u201eBlack Mouths\u201c, danach 2015 \u201eAmer\u201c \u2013 bedeutet also mehr als zehn Jahre Pause, sieht man von der 2017 herausgebrachten Split-Kassette \u201eThe Age Of Mathrock\u201c ab. Von der Urbesetzung der b\u00e4rtigen M\u00e4nner geblieben sind: S\u00e4nger, Gitarrist und Keyboarder Alex Diaz, Bassist Julien Bouladoux und Schlagzeuger Thibaut Cavelier. Der neue Gitarrist Fabien Gagni\u00e8re l\u00f6st hier Rapha\u00ebl Jassin ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (05.05.2026) Das tut gut: Sobald The Prestige aus Paris ihr Gebr\u00fcll in wuchtige Gitarrenger\u00f6lllandschaften betten, m\u00f6chte man einstimmen und f\u00fchlt sich verstanden, geh\u00f6rt, vermittelt. 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