{"id":9016,"date":"2026-04-27T21:01:23","date_gmt":"2026-04-27T19:01:23","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9016"},"modified":"2026-04-27T21:01:23","modified_gmt":"2026-04-27T19:01:23","slug":"hin-und-weggesehen-filme-und-serien-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/hin-und-weggesehen-filme-und-serien-19\/","title":{"rendered":"Hin- und weggesehen. Filme und Serien (19)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"100\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Kino-Film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Chrisz Meier (27.04.2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen.<\/p>\n\n\n\n<p>So langsam stelle ich fest, da\u00df, je mehr ich gucke, desto weniger wei\u00df ich sp\u00e4ter noch, was ich geschaut habe. Dies gilt jetzt genauso wie beim Intro zur letzten Folge&#8230;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber was solls, Filme sind ja nunmal da, um geschaut zu werden. Wie z.B. <strong>B<\/strong><strong>lack Bag<\/strong> aus dem vergangenen Jahr. Ein Spionagethriller mit C. Blanchett und M. Fassbender als Ehepaar, die beide f\u00fcr den Geheimdienst arbeiten. Einer der beiden steht im Verdacht, Hochverrat begehen zu wollen, der andere soll dies veri- oder falsifizieren. Knifflig. Was bei mir vor allem h\u00e4ngengeblieben ist, ist, wie hinterh\u00e4ltig, heimt\u00fcckisch und feige Geheimdienste mittlerweile ihr Gesch\u00e4ft verrichten. Das haben sie nat\u00fcrlich schon immer getan, klar. Beunruhigend ist, da\u00df diese Dienste immer \u00fcber die hochentwickeltste Technologie verf\u00fcgen, um noch hinterh\u00e4ltiger, heimt\u00fcckischer und feiger zu sein. Keine gute Kombi. Was war der kalte Krieg dagegen doch harmlos. Ach ja: <strong>Black Bag<\/strong> kommt \u00fcber gutes Mittelma\u00df leider nicht hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Mal eine ganz andere Thematik und auch Methodik zeigt dagegen <strong>The<\/strong> <strong>Negotiator<\/strong>, Originaltitel <strong>Relay<\/strong> (2024). Eine Whistleblowerin will gestohlenes, brisantes Material an ihre Firma, ein Pharmaunternehmen, zur\u00fcckgeben (!) und braucht dabei professionelle Hilfe. Die bekommt sie in Form eines Unterh\u00e4ndlers, der eine sehr originelle Form der Kommunikation benutzt. Nachrichten zwischen den beiden laufen \u00fcber einen Sprachnachrichtenablesedienst f\u00fcr Blinde und sind absolut nicht r\u00fcckverfolgbar. Selbstverst\u00e4ndlich tauchen bald die Cops und andere B\u00f6sewichter auf und bringen eine Menge Pfeffer und Salz in die Suppe. Clou des Films ist jedoch eine Wendung gegen Ende, die ich absolut nicht vorhergesehen habe und die daf\u00fcr sorgt, da\u00df in punkto Tempo noch eine Schippe draufgeworfen wird. Rasante Empfehlung!<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso empfehlen m\u00f6chte ich auch ein Biopic \u00fcber einen Musiker, dessen Musik ich so gut wie gar nicht mag. <strong>Springsteen: Deliver Me <\/strong><strong>F<\/strong><strong>rom Nowhere<\/strong> zeigt in erster Linie, wie Musik entsteht \u2013 und warum. Der titelgebende Boss zieht sich 1982 in ein Haus in New Jersey zur\u00fcck, im Gep\u00e4ck nicht viel mehr als eine Gitarre, einen Cassettenrekorder und ganz viel Zweifel, vermischt mit \u00c4ngsten und Depressionen, basierend auf Erinnerungen an die Kindheit, aber auch aufgrund von Erwartungsdruck seitens der Plattenfirma \u2013 und der Fans. Denn mittlerweile f\u00fcllt Springsteen mit seiner Band Stadien, und somit liegt die Me\u00dflatte hoch. Und dann entstehen in dieser Abgeschiedenheit nachdenkliche, intime Songs ohne das Kalk\u00fcl, ein Hitalbum schreiben zu wollen. Gl\u00fccklicherweise hat er in der Plattenfirma jemanden, dem der Mensch wichtiger ist als der Dollar (unfa\u00dfbar in den USA!), und so wird tats\u00e4chlich das Akustikalbum \u201eNebraska\u201c ver\u00f6ffentlicht. Der Film punktet bei mir dadurch, da\u00df er den Entstehungsprozess der Lieder ernst nimmt und nicht nebenbei abtut. Hauptdarsteller J.A. White imitiert zudem Springsteens Gestik und Mimik eindrucksvoll \u2013 und singen kann er auch. Alles in allem ein zwar leises, daf\u00fcr aber eindr\u00fcckliches Biopic \u00fcber einen Musiker, dessen Musik ich eigentlich gar nicht mag.<\/p>\n\n\n\n<p>So langsam holt mich die Chronologie ein. Erst letzten Monat sah ich \u201e<strong>The<\/strong> <strong>L<\/strong><strong>ong Walk<\/strong>\u201c oder auch <strong>Todesmarsch<\/strong>. Autor S. King mu\u00df in einer sehr dunklen Phase seines Lebens gewesen sein, als er den Roman schrieb, der als Vorlage f\u00fcr diesen Film dient, denn dies ist so ziemlich der hoffnungsloseste Film nach einem seiner B\u00fccher, den ich je sah. Eine anfangs recht gro\u00dfe Gruppe von jungen M\u00e4nnern mu\u00df stramm marschieren, w\u00e4hrend Milit\u00e4r sie begleitet, damit am Ende einer von ihnen ein sorgenfreies Leben f\u00fchren kann, w\u00e4hrend die anderen auf der Strecke bleiben. Alle Ans\u00e4tze von Solidarit\u00e4t oder sogar Widerstand gegen dieses System werden im Keim erstickt. Das typisch US-amerikanische Konkurrenzdenken wird hier zu seinem gnadenlosen Endpunkt getrieben, und das ist wahrlich kein Vergn\u00fcgen. Noch schlimmer wird es, wenn man bedenkt, da\u00df es solche Todesm\u00e4rsche am Ende des letzten Weltkriegs tats\u00e4chlich gab und man jetzt mal sehen kann, wie das wohl ablief, wenn nat\u00fcrlich deutlich abgeschw\u00e4chter. Mich durchlief ein Schaudern. Ein zutiefst dystopischer Film f\u00fcr Hartgesottene. Oder Abgestumpfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Soviel f\u00fcr heute, in der n\u00e4chsten Folge geht es u.a. um einen Film, der \u2013 siehe oben \u2013 so gar nichts hinterlassen hat, au\u00dferdem um Cruise vs. DiCaprio. Und jetzt raus aus dem Internet! Kein Hirn soll verrotten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Chrisz Meier (27.04.2026) Wenn ich etwas wirklich gerne tue, dann ist es das Beobachten von Filmen. So langsam stelle ich fest, da\u00df, je mehr ich gucke, desto weniger wei\u00df ich sp\u00e4ter noch, was ich geschaut habe. 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