{"id":9007,"date":"2026-04-23T21:37:34","date_gmt":"2026-04-23T19:37:34","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=9007"},"modified":"2026-04-23T21:37:34","modified_gmt":"2026-04-23T19:37:34","slug":"sugar-horse-not-a-sound-in-heaven-fat-dracula-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/sugar-horse-not-a-sound-in-heaven-fat-dracula-records-2026\/","title":{"rendered":"Sugar Horse \u2013 Not A Sound In Heaven \u2013 Fat Dracula Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Sugar-Horse-Not-A-Sound-In-Heaven.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Sugar-Horse-Not-A-Sound-In-Heaven.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9008\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (23.04.2026)<br><br>Was eine Kombi: Industrial, Ambient und Hardcore, als w\u00e4ren Tool jetzt eine von Trent Reznor produzierte, im Tempo gebremste Metalcore-Band. So gestaltet sich \u201eNot A Sound In Heaven\u201c, das dritte Album von Sugar Horse aus Bristol, changierend zwischen brutal und hymnisch, zwischen Gitarre und Electro, zwischen hell und dunkel, zwischen Riffs und Drones, zwischen Zucker und Pferd. Sobald das Album beginnt, geschehen ausschlie\u00dflich Dinge, die man nach den ersten T\u00f6nen nicht erwartet, und so bleibt es auch.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Sugar Horse sind eine Band, die keine Eile hat. Keiner der sieben Songs ist im Uptempo gehalten, die Eigenbeschubladung Doom greift da ganz gut, obschon man musikalisch dieses Etikett nicht als erstes ziehen w\u00fcrde. Das Schlagzeug wirkt zumeist auf eine Weise elektronisch, die man aus manchem Industrial kennt, kalt, mechanisch, wuchtig, und auch die Sounds dazu wirken streckenweise synthetisch. Und doch sind Sugar Horse auch eine Rockband, irgendwie: Metallische H\u00e4rte macht die kr\u00e4ftigen Beats noch kr\u00e4ftiger oder verst\u00e4rkt die Drones mit heavy Fl\u00e4chen, dazu wechselt der ansonsten klare, hohe, melodische Gesang, den man beinahe f\u00fcr poppig halten kann, bisweilen ins Screamo, was den Hardcore als Genrebezeichnung zul\u00e4sst.<br><br>Als w\u00e4re das alles! Sobald die Gitarren an Intensit\u00e4t zur\u00fcckfahren, k\u00f6nnte man diese Form von Drones als Shoegaze auffassen, doch in wesentlich brutaler, da die rhythmischen Begleitsounds hier nicht verwischen. Man denkt unwillk\u00fcrlich an Absent In Body oder Mirrors For Psychic Warfare. Mitten im Album gibt es in \u201eHistory\u2019s Biggest T-Shirts\u201c pl\u00f6tzlich lupenreines Ambient, dem man dennoch eine gewisse Dringlichkeit anmerkt, sich also nicht dazu eingeladen f\u00fchlt, sich zu entspannen, und das sollte man auch nicht. Der Rauswerfer \u201eYou Can\u2019t Say Dallas Doesn\u2019t Love You\u201c endet mit einem minimalistischen Beat, einem The-Cure-Bass und einer sch\u00f6nen Synthieklimperei. Ist das nicht gruftig?<br><br>Nicht auf diesem dritten Album enthalten sind kurioserweise die beiden Vorabsingles mit den tollen Titeln \u2013 das k\u00f6nnen sie auch noch! \u2013 \u201eWould You Like Me To Be The Cat?\u201c und \u201eWhat\u2019s Your ETA? Let\u2019s Have A Tear Up\u201c. Ganze Alben gab\u2019s vorher \u201eThe Grand Scheme Of Things\u201c 2024 und \u201eThe Live Long After\u201c 2021, aber bereits vorher seit 2016 stapelweise EPs mit so fig\u00fcrlichen Titeln wie \u201eDREK\u201c oder \u201eDRUJ\u201c. 2023 erschien mit \u201eTruth Or Consequences, New Mexico\u201c sogar eine einseitige Picture-12\u201c mit einem fast achtzehnmin\u00fctigen St\u00fcck. Zur Band geh\u00f6ren S\u00e4nger, Gitarrist und Keyboarder Ashley Tubb, Bassist Chris Howarth, Gitarrist und Keyboarder Jake Healy sowie Schlagzeuger Martin Savage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (23.04.2026) Was eine Kombi: Industrial, Ambient und Hardcore, als w\u00e4ren Tool jetzt eine von Trent Reznor produzierte, im Tempo gebremste Metalcore-Band. 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