{"id":8965,"date":"2026-04-12T22:52:38","date_gmt":"2026-04-12T20:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8965"},"modified":"2026-04-12T22:52:38","modified_gmt":"2026-04-12T20:52:38","slug":"urluk-memories-in-fade-pest-records-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/urluk-memories-in-fade-pest-records-2026\/","title":{"rendered":"Urluk \u2013 Memories In Fade \u2013 Pest Records 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Urluk-Memories-In-Fade.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"114\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Urluk-Memories-In-Fade.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8966\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (12.04.2026)<br><br>Nett, dieser Doom! Auf diese Weise zubereitet, ist diese eigentlich brutal d\u00fcstere Stromgitarren-Musikrichtung wohl recht exklusiv: Urluk ist ein eher so halbanonymes Duo aus Mailand, das den schleppenden Doom gl\u00e4ttet und ihn mit in dieser Darbietung unerwarteten Zutaten w\u00fcrzt. \u201eMemories In Fade\u201c ist bereits das zweite Album der beiden Eulen \u2013 was Urluk im mail\u00e4nder Dialekt hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Man wundert sich \u00fcber die Milde, die der Doom hier erf\u00e4hrt. \u00dcblicherweise kloppt auch im Kriechgang Brutalit\u00e4t aus doomenden Kl\u00e4ngen heraus, hier nicht: Mit den Gitarren generiert das Duo sch\u00f6ne Fl\u00e4chen, keine Riffs, gl\u00e4ttet sie, nimmt das Rauhe hinfort, l\u00e4sst dabei das Licht aber angenehm gedimmt, damit auch klar bleibt, dass es sich hier im Doom handelt. Dazu singt einer der beiden in angenehmer Tonlage, etwa wie Ozzy in etwas weniger gequ\u00e4lt.<br><br>Sobald man sich binnen des \u00fcber zehn Minuten langen ersten Tracks \u201eAngels Of Hauntology\u201c an diese Darreichungsform gew\u00f6hnt hat, bricht das Duo mit ihr \u2013 und l\u00e4sst ein grollendes Keifen vernehmen. Das in diesem weichen Bett umso ungew\u00f6hnlicher wirkt. Und schon ist man mitten drin im Konzept, denn immer, sobald man denkt, es sei jetzt zu flach, passiert etwas, was dem Song einen Twist gibt, wie die wunderh\u00fcbschen Sp\u00e4tachtziger-Cure-Synthies in \u201eLying There\u201c, die Samples von Glocken und Meeresrauschen am Ende von \u201eLiminal Vortices\u201c oder das Klavier, die \u2013 klar \u2013 Eule und der Chor am Ende des letzten Songs \u201eThe Last Watch\u201c, der sogar dem Black Metal in Sachen Tempo freundlich zubangt. \u201eYesterday\u2019s Letter\u201c in der Mitte ist gar ein komplett eigensinniges Interludium: Es besteht aus Akustikgitarre und Streichern \u2013 und einer Mundharmonika.<br><br>Ist das also noch Doom? Ganz klar ja. Nur eben eigensinniger. Urluk sind U. und M., wie sie auch bei ihren anderen Bands wie Manserunt oder Black Oath hei\u00dfen, aber das Internet verr\u00e4t, dass es sich dabei um Umberto Rovida Ortunani und Michele Calculli handelt. Die beiden taten sich 2020 im Lockdown zu Urluk zusammen, brachten 2022 die erste EP \u201eLoss\u201c heraus und lie\u00dfen der 2023 das Deb\u00fct \u201eMore\u201c folgen. Sch\u00f6n, dass es nach Abschluss der Pandemiebeschr\u00e4nkungen mit Urluk weitergeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (12.04.2026) Nett, dieser Doom! 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