{"id":8950,"date":"2026-04-02T20:45:11","date_gmt":"2026-04-02T18:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=8950"},"modified":"2026-04-02T20:45:11","modified_gmt":"2026-04-02T18:45:11","slug":"the-notwist-news-from-planet-zombie-morr-music-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-notwist-news-from-planet-zombie-morr-music-2026\/","title":{"rendered":"The Notwist \u2013 News From Planet Zombie \u2013 Morr Music 2026"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/The-Notwist-News-From-Planet-Zombie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"111\" height=\"111\" src=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/The-Notwist-News-From-Planet-Zombie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8951\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Von Matthias Bosenick (02.04.2026)<br><br>Wer sich auf The Notwist aus Weilheim einl\u00e4sst, begibt sich seit 37 Jahren mit jedem neuen Album auf eine Reise ins Ungewisse, die aber garantiert gut ausgeht: F\u00fcr \u201eNews From Planet Zombie\u201c ver\u00e4nderte die Mehr-als-nur-Indierockband die Ausgangsvoraussetzungen bei der Aufnahme, indem die Band das Album mit G\u00e4sten live einspielte, und zwar nicht in einem Studio, sondern an einem Kulturort in M\u00fcnchen, dem Import Export. Nicht nur damit kn\u00fcpft dieses Album an den ersten gro\u00dfen Hit \u201e12\u201c von vor 31 Jahren an: Es f\u00e4llt au\u00dferdem weit weniger elektronisch aus als die Alben dazwischen, sondern hat wieder den warmen Sound des Handgemachten.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Diese sch\u00f6nen versunkenen passiven Ges\u00e4nge von Gitarrist Markus Acher fallen sofort ins Ohr und treffen Herz und Seele. Man muss nicht singen k\u00f6nnen, um gut singen zu k\u00f6nnen, denn gut liegt im Ohr der H\u00f6renden, Acher hat Charakter, Ausdruck, Identit\u00e4t, das muss so, jede Castingshowcrew h\u00e4tte sich angewidert abgewandt und ihrem Publikum falsche Annahmen von Kunst vermittelt, nehmt dies, Perfektionistenpack, die Qualit\u00e4t liegt nicht im makellosen K\u00f6nnen, sondern in der Inspiration, und hier finden stapelweise Musizierende zusammen, die inspiriert sind, beseelt, berauscht, und zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen sie auch etwas, n\u00e4mlich nicht nur ihre Instrumente bedienen, von denen viele nicht mal zum herk\u00f6mmlichen Rockgesch\u00e4ft geh\u00f6ren, sondern auch noch \u00fcberzeugend komponieren, arrangieren und umsetzen, was so ihm kollektiven Geist der Band mit Anhang vorgeht. Jede Ungenauigkeit ist da nur ein weiterer Beleg f\u00fcr das organische Leben, das hier pulsiert, und nicht etwa f\u00fcr mangelnde F\u00e4higkeiten.<br><br>Von wegen \u201eTeeth\u201c, The Notwist zeigen erstmal gar nicht ihre Z\u00e4hne: Der Opener beginnt sanft, hypnotisch, mit punktierten Bl\u00e4sern und weiblichem Begleitgesang, das St\u00fcck steigert sich in Trance und mit ihm die H\u00f6rerschaft. Man nimmt wahr, dass die Musik trotz Synthies weniger elektronisch durchsetzt ist wie auf den zahlreichen Alben davor, und liegt damit richtig. Denn die Rumpfband um Gitarre, Bass, Schlagzeug geht hier eine Gemeinschaft ein mit allerlei warmen Blas-, Schlag- und Tasteninstrumenten. Damit ger\u00e4t die Musik hier weniger zu Rockmusik, als sie es noch auf \u201e12\u201c war, was sich auch darauf auswirkt, dass die Songs hier nicht so zwingend erscheinen wie damals; sie haben andere Qualit\u00e4ten, andere Wirkungen.<br><br>Das folgende \u201eX-Ray\u201c straft den Eindruck, es nicht mit Rockmusik zu tun zu haben, sofort L\u00fcgen: Hier treffen die alten The Wedding Present auf einen Sixities-Garagerock und entz\u00fcnden Energie, abschlie\u00dfend gar Noise. Doch bleibt es dabei, der schn\u00f6de Rock ist das Anliegen hier nicht, der \u201ePropeller\u201c dreht sich um einen beschleunigten Country-Rhythmus, in den ein vertr\u00e4umtes Klavier einstimmt, \u201eRed Sun\u201c hat den Sto\u00dfatem der Strophen von \u201eJohnny And Mary\u201c, generiert mit welchem Instrument auch immer, Harmonium oder so, und erst \u201eThe Turning\u201c zieht das Tempo wieder an, der Gesang wird zweistimmig, die Musik ist gleichzeitig schnell und tr\u00e4umerisch, zuletzt wieder rauschend.<br><br>Noch einmal wird die Band auf der B-Seite schneller, und zwar in \u201eSilver Lines\u201c, das vom Tempo her an die urspr\u00fcngliche Hardcore-Zeit der Band erinnert, indes nicht, was die Intensit\u00e4t betrifft, auch wenn das St\u00fcck zum Ende wieder zulegt. Der Rest des Albums vergeht entschleunigt; die Gesangsmelodie von \u201eWho We Used To Be\u201c h\u00e4tte auch auf \u201eNeon Golden\u201c gepasst, vorgetragen hier indes zu Akustikgitarre und wundersch\u00f6nem Klavier. \u201eHow The Story Ends\u201c steigert die Intensit\u00e4t wieder etwas und setzt eine Orgel ein. Das Album fadet br\u00fcchig und melancholisch aus.<br><br>Neben Markus und Bruder Michael Acher geh\u00f6ren offenbar Theresa Loibl, Cico Beck, Max Punktezahl, Karl Ivar Refseth und Andi Haberl zur Stammbesetzung. Schon diese sieben breiten ein \u00fcppiges Instrumentarium vor sich aus: Bass, Bassklarinette, Piano, Harmonium, Orgel, Sousaphon, Euphonium, Trompete, Keyboards, Gitarre, Marimbaphon, Vibraphon, Glockenspiel, Congas, Percussion, Dulcimer, Schlagzeug. Unter anderem. Und nicht eben typisch Rock\u2019n\u2019Roll. Reicht aber nicht: Enid Valu ist die zweite Stimme, Haruka Yoshizawa spielt unter anderem das Keyboard Taish\u014dgoto, Tianping Christoph Xiao die Klarinette und Mathias G\u00f6tz die Posaune. Noch weniger Rock\u2019n\u2019Roll. Von Hardcore ganz zu schweigen.<br><br>Titel, Cover und Texte sind inspiriert von Horrorfilmen, denen sich die Band aussetzte, um den realen Horror gespiegelt zu bekommen. Manche Vinylvarianten sind wundervoll farbig, ein sch\u00f6ner Gegenentwurf zu einem Leben auf dem Zombieplaneten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (02.04.2026) Wer sich auf The Notwist aus Weilheim einl\u00e4sst, begibt sich seit 37 Jahren mit jedem neuen Album auf eine Reise ins Ungewisse, die aber garantiert gut ausgeht: F\u00fcr \u201eNews From Planet Zombie\u201c ver\u00e4nderte die Mehr-als-nur-Indierockband die &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/the-notwist-news-from-planet-zombie-morr-music-2026\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,16],"tags":[],"class_list":["post-8950","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album","category-vinyl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8950"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8952,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8950\/revisions\/8952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}