{"id":887,"date":"2014-06-01T12:37:44","date_gmt":"2014-06-01T10:37:44","guid":{"rendered":"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/?p=887"},"modified":"2014-06-01T19:05:39","modified_gmt":"2014-06-01T17:05:39","slug":"collapse-under-the-empire-sacrifice-isolation-finaltune-records-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/collapse-under-the-empire-sacrifice-isolation-finaltune-records-2014\/","title":{"rendered":"Collapse Under The Empire \u2013 Sacrifice &#038; Isolation \u2013 Finaltune Records 2014"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-888\" title=\"Collapse Under The Empire - Sacrifice &amp; Isolation\" src=\"http:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Collapse-Under-The-Empire-Sacrifice-Isolation.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>Von Matthias Bosenick (01.06.2014)<\/p>\n<p>Umtriebig sind die beiden Hamburger Martin Grimm und Chris Burda, gef\u00fchlt st\u00e4ndig kommt etwas Neues heraus. \u201eSacrifice &amp; Isolation\u201c stellt die Fortsetzung des Albums \u201eShoulders &amp; Giants\u201c von vor drei Jahren dar (dazwischen gab es ein anderes Album und eine EP), was ein h\u00fcbsches Konzept sein mag, aber nicht ernsthaft ins Gewicht f\u00e4llt, arbeitet das Duo bei seinem Elektro-Postrock doch komplett ohne Texte; lediglich am Cover erkennt konkret man die Analogie. Heraus kommt ein trippig-rockiges Album, das nach Soundtrack klingt und insgesamt angenehme Stimmungen erzeugt, auf Distanz aber bisweilen zu stark am Pathos schabt. Nichts desto trotz sind Collapse Under The Empire eine in ihrer Einfachheit vergleichbar innovative Band.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Strukturen ihrer zumeist gebremsten, zur Albummitte hin im Tempo etwas anziehenden Tracks sind bei weitem nicht als komplex zu bezeichnen. Gerade im Postrock gibt es Bands mit deutlich tieferen kompositorischen Qualit\u00e4ten. Die Melodien etwa richten sich streng nach dem Takt, und der ist meistens in Viervierteln gehalten. Der Unterschied liegt in der Instrumentierung: Zwar sind Collapse Under The Empire unterm Strich eine Rockband, doch arbeitet das Duo stark mit elektronischen Mitteln. So greifen manche St\u00fccke akustisch ins Industrial-Fach oder erinnern mit einem Dreivierteltakt und entsprechenden Melodien an die seinerzeit uns\u00e4glichen Futurepop-Ausw\u00fcchse, die sie hier dann mit Gitarre unterf\u00fcttern und wieder mit Spannung aufladen. Manche Gitarren klingen nach alten Cure oder klassischem Shoegaze-Sound. Allgegenw\u00e4rtige Streicher lassen allerdings zu wenige Ritzen. Damit qualifizieren sich die sich selbst gern mit C.U.T.E. Abk\u00fcrzenden f\u00fcr die legitime Hans-Zimmer-Nachfolge. Es klingt nach Soundtrack ohne Film, das kann auf Albuml\u00e4nge anstrengen.<\/p>\n<p>Warum nun h\u00f6rt man sich Collapse Under The Empire dann doch gerne an? Wahrscheinlich liegt es an der Atmosph\u00e4re, die sie kreieren. Bisweilen ist man eben doch empf\u00e4nglich f\u00fcr die vertrauten Harmonien und Melodien, da unterscheidet man sich dann nicht vom Schlagerfan. So schlimm ist es hier nicht, bewahre! Aber eine Grund-Gef\u00e4lligkeit ist dem Oeuvre der Band nicht abzusprechen. Die Stimmung ist dabei weniger d\u00fcster oder depressiv, auch nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig euphorisierend, sondern wie ein begleitender Teppich, der den H\u00f6rer in seiner Gegenwart angenehm in Watte packt und ihn mit einem opulenten, weiten Horizont \u00fcberspannt. Das tut gut im Alltag, helfen muss man sich trotzdem selbst. Ja, okay: Die Musik macht auf ihre Weise Spa\u00df, bereitet Vergn\u00fcgen. Das Leben ist komplex genug, und Chris Burda und Martin Grimm fabrizieren ihre Musik wenigstens mit Sachverstand. Ist schon okay, die Bezeichnung \u201eguilty pleasure\u201c w\u00e4re unangemessen.<\/p>\n<p>Wer wei\u00df, vielleicht fiel das Projekt dem Rezensenten nur deshalb positiv auf, weil er es auf den CD-Beilagen der Grufti-Zeitschriften \u201eZillo\u201c und \u201eSonic Seducer\u201c entdeckte und er die Erfahrung machte, dass diese Heft-CDs au\u00dfer den neuen Songs alter Helden in den vergangenen 15 Jahren keine neuen Bands offerierten, die ihn nachhaltig zu beeindrucken wussten. Aber nein, das w\u00fcrde hei\u00dfen, dass Collapse Under The Empire lediglich vergleichsweise gut w\u00e4ren. Nein, sind sind es auch f\u00fcr sich wert, geh\u00f6rt zu werden. Und \u00e0 propos \u201eSonic Seducer\u201c: Auf der j\u00fcngsten CD ist schon wieder ein unver\u00f6ffentlichter neuer Track von C.U.T.E. enthalten. Wie machen die beiden das blo\u00df immer?<\/p>\n<p>[Edit] Der vermeintlich exklusive Track &#8222;Stare At The Sky&#8220; auf der &#8222;Sonic Seducer&#8220;-CD entspricht genau dem Albumtrack &#8222;A Broken Silence&#8220;. Ein auf dem Cardsleeve aufgef\u00fchrtes Album &#8222;Stare At The Sky&#8220; gibt es auch nicht, und warum bei den Credits der Text mit angegeben ist, bleibt ebenso r\u00e4tselhaft wie der Umstand, dass &#8222;M+T&#8220; von jemandem namens &#8222;Juliane Grimm&#8220; stammen sollen. Nun! M\u00fcssen sie wissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Matthias Bosenick (01.06.2014) Umtriebig sind die beiden Hamburger Martin Grimm und Chris Burda, gef\u00fchlt st\u00e4ndig kommt etwas Neues heraus. \u201eSacrifice &amp; Isolation\u201c stellt die Fortsetzung des Albums \u201eShoulders &amp; Giants\u201c von vor drei Jahren dar (dazwischen gab es ein &hellip; <a href=\"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/collapse-under-the-empire-sacrifice-isolation-finaltune-records-2014\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=887"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":890,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/887\/revisions\/890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vanbauseneick.de\/krautnick\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}